Solaranlage und Photovoltaik im Kanton Thurgau

Photovoltaik Kanton Thurgau · 80 Gemeinden

Im Thurgau kostet dieselbe Kilowattstunde je nach Gemeinde 18 Rappen mehr oder weniger

26.27 Rappen in Matzingen, 44.72 in Bischofszell — beides Thurgau, beides 2026, beides das gleiche Haushaltsprofil. Eingespeist bringt die Kilowattstunde überall mindestens 6.00 Rappen. Was Ihre Anlage einbringt, hängt deshalb an einer Zahl, die an Ihrer Adresse klebt.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

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Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

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Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Der Kanton zahlt 1’000 Franken ab 10 Kilowattstunden — 2026 nur noch auf Warteliste.

Schritt 6 von 9

Über 35 Quadratmeter gilt eine Meldefrist von 20 Tagen vor Baubeginn.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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80
Gemeinden im Kanton Thurgau, jede mit eigenem Stromtarif
75
verschiedene Stromwerke versorgen diese 80 Gemeinden
18.4
Rappen zwischen der günstigsten und der teuersten Gemeinde — ein Faktor von rund eins zu eineinhalb
32.12
Rappen beträgt der Medianpreis des Kantons für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden
Matzingen 26.27 Rp.Romanshorn 26.95 Rp.Salmsach 26.95 Rp.Uttwil 26.95 Rp.Bussnang 27.53 Rp.Altnau 27.57 Rp.Diessenhofen 28.15 Rp.Fischingen 28.35 Rp.Steckborn 29.13 Rp.Horn 29.18 Rp.Eschenz 29.97 Rp.Gachnang 30.08 Rp.Wagenhausen 30.37 Rp.Hüttwilen 30.41 Rp.Wängi 30.44 Rp.Wigoltingen 30.66 Rp.Affeltrangen 30.69 Rp.Hohentannen 30.86 Rp.Dozwil 30.88 Rp.Pfyn 30.88 Rp.Münsterlingen 30.93 Rp.Homburg 31.00 Rp.Münchwilen 31.09 Rp.Bichelsee-Balterswil 31.17 Rp.Kreuzlingen 31.22 Rp.Mammern 31.29 Rp.Amlikon-Bissegg 31.38 Rp.Basadingen-Schlattingen 31.38 Rp.Tägerwilen 31.38 Rp.Felben-Wellhausen 31.43 Rp.Matzingen 26.27 Rp.Romanshorn 26.95 Rp.Salmsach 26.95 Rp.Uttwil 26.95 Rp.Bussnang 27.53 Rp.Altnau 27.57 Rp.Diessenhofen 28.15 Rp.Fischingen 28.35 Rp.Steckborn 29.13 Rp.Horn 29.18 Rp.Eschenz 29.97 Rp.Gachnang 30.08 Rp.Wagenhausen 30.37 Rp.Hüttwilen 30.41 Rp.Wängi 30.44 Rp.Wigoltingen 30.66 Rp.Affeltrangen 30.69 Rp.Hohentannen 30.86 Rp.Dozwil 30.88 Rp.Pfyn 30.88 Rp.Münsterlingen 30.93 Rp.Homburg 31.00 Rp.Münchwilen 31.09 Rp.Bichelsee-Balterswil 31.17 Rp.Kreuzlingen 31.22 Rp.Mammern 31.29 Rp.Amlikon-Bissegg 31.38 Rp.Basadingen-Schlattingen 31.38 Rp.Tägerwilen 31.38 Rp.Felben-Wellhausen 31.43 Rp.
Kosten

Warum es im Thurgau keinen einheitlichen Solarpreis gibt

Der Ertrag einer Photovoltaikanlage entsteht nicht beim Verkauf ins Netz, sondern beim Einkauf, der wegfällt. Genau dieser Betrag ist im Thurgau von Gemeinde zu Gemeinde verschieden, weil 75 eigenständige Werke die 80 Gemeinden versorgen und jedes seinen Tarif selbst festlegt. Zwischen Matzingen und Bischofszell liegen 18.45 Rappen — auf 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind das rund 830 Franken Unterschied, jedes Jahr, allein wegen der Adresse.

Fuer die Anschaffung spielt der Wohnort dagegen kaum eine Rolle. Eine Anlage mit 10 Kilowatt Leistung liegt im Thurgau wie anderswo bei ungefähr 18’000 bis 24’000 Franken vor Förderung, ein Batteriespeicher bei 6’000 bis 11’000. Was zwei Offerten für dasselbe Dach unterscheidet, sind Gerüst, Unterkonstruktion, Elektroarbeiten und die Zeit, welche die Monteure oben verbringen. Der Ertrag dagegen hängt am Tarif — und der steht auf Ihrer Stromrechnung, nicht im Katalog des Anbieters.

Deshalb taugt eine Amortisationsrechnung «für den Thurgau» nicht viel. Dieselbe Anlage, dasselbe Dach, dieselbe Ausrichtung ergeben in Bischofszell eine deutlich kürzere Rückzahldauer als in Matzingen. Wenn Ihnen jemand eine Zahl für den ganzen Kanton nennt, fragen Sie nach, mit welchem Bezugspreis gerechnet wurde.

Die fünf Bezirke

Wo der Strom im Thurgau teuer ist und wo nicht

BezirkGemeindenMedian Rp./kWhgünstigsteteuerste
BezirkFrauenfeldGemeinden23Median31.43günstigsteMatzingen 26.27teuersteHüttlingen 39.51
BezirkArbonGemeinden12Median31.66günstigsteRomanshorn 26.95teuersteSommeri 34.09
BezirkMünchwilenGemeinden13Median32.08günstigsteFischingen 28.35teuersteBraunau 41.85
BezirkWeinfeldenGemeinden18Median32.70günstigsteBussnang 27.53teuersteBischofszell 44.72
BezirkKreuzlingenGemeinden14Median35.16günstigsteAltnau 27.57teuersteLengwil 41.47

Median des jeweiligen Bezirks, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, günstigstes Standardprodukt, inklusive Mehrwertsteuer. Jeder Bezirksname führt zur Seite mit allen Gemeinden dieses Bezirks.

Die Reihenfolge überrascht: Der Bezirk Kreuzlingen am Bodensee ist mit Abstand der teuerste, obwohl dort die grösste Stadt des Bezirks liegt und die Siedlungsdichte hoch ist. Frauenfeld, ebenfalls städtisch geprägt, ist der günstigste. Dichte und Stadtnähe erklären die Tarife also nicht — entscheidend ist, wie das jeweilige Werk einkauft und was es an Netzkosten umlegt.

Die Enden der Skala

Die acht günstigsten und die acht teuersten Gemeinden

Nach rechts wischen — diese Tabellen sind breiter als der Bildschirm.

Am wenigsten zahlen

RangGemeindeBezirkRp./kWhAbstand zur Einspeisung
Rang1GemeindeMatzingenBezirkFrauenfeldRp./kWh26.27Abstand zur Einspeisung20.27
Rang2GemeindeRomanshornBezirkArbonRp./kWh26.95Abstand zur Einspeisung20.95
Rang3GemeindeSalmsachBezirkArbonRp./kWh26.95Abstand zur Einspeisung20.95
Rang4GemeindeUttwilBezirkArbonRp./kWh26.95Abstand zur Einspeisung20.95
Rang5GemeindeBussnangBezirkWeinfeldenRp./kWh27.53Abstand zur Einspeisung21.53
Rang6GemeindeAltnauBezirkKreuzlingenRp./kWh27.57Abstand zur Einspeisung21.57
Rang7GemeindeDiessenhofenBezirkFrauenfeldRp./kWh28.15Abstand zur Einspeisung22.15
Rang8GemeindeFischingenBezirkMünchwilenRp./kWh28.35Abstand zur Einspeisung22.35

Am meisten zahlen

RangGemeindeBezirkRp./kWhAbstand zur Einspeisung
Rang80GemeindeBischofszellBezirkWeinfeldenRp./kWh44.72Abstand zur Einspeisung38.72
Rang79GemeindeBraunauBezirkMünchwilenRp./kWh41.85Abstand zur Einspeisung35.85
Rang78GemeindeLengwilBezirkKreuzlingenRp./kWh41.47Abstand zur Einspeisung35.47
Rang77GemeindeHüttlingenBezirkFrauenfeldRp./kWh39.51Abstand zur Einspeisung33.51
Rang76GemeindeKemmentalBezirkKreuzlingenRp./kWh39.22Abstand zur Einspeisung33.22
Rang75GemeindeUesslingen-BuchBezirkFrauenfeldRp./kWh39.06Abstand zur Einspeisung33.06
Rang74GemeindeMüllheimBezirkFrauenfeldRp./kWh38.52Abstand zur Einspeisung32.52
Rang73GemeindeWilenBezirkMünchwilenRp./kWh38.41Abstand zur Einspeisung32.41

Rang von 1 bis 80, vom günstigsten zum teuersten Tarif. Die letzte Spalte zeigt den Abstand zur gesetzlichen Mindestvergütung von 6.00 Rappen — also das, was jede selbst verbrauchte Kilowattstunde mindestens wert ist. Vergütet Ihr Werk mehr oder zahlt es den Herkunftsnachweis, fällt der Abstand kleiner aus.

Bezugspreis 2026, Haushaltsprofil H4, inklusive Mehrwertsteuer

Matzingen günstigste Gemeinde des Kantons26.27
Median Thurgau Mittelwert aller 80 Gemeinden32.12
Bischofszell teuerste Gemeinde des Kantons44.72

Eigene Umrechnung aus den ElCom-Tarifdaten 2026 für alle 80 Thurgauer Gemeinden.

Förderung

Was der Thurgau 2026 an eine Solaranlage zahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBund Was Sie bekommenPronovo richtet die Einmalvergütung aus: ein Grundbeitrag plus ein Beitrag je Kilowatt Leistung, mit Zuschlag für steile Neigung. Was das für Sie bedeutetDer grösste Einzelposten, und der einzige, auf den Sie sich im Thurgau verlassen können. Den Antrag stellt Ihr Partnerbetrieb.
EbeneKanton Thurgau, Anlage Was Sie bekommenKeinen Rappen. Das Förderprogramm Energie 2026 fördert Gebäudehülle, Heizungsersatz und Ladeinfrastruktur; für Photovoltaik verweist es auf die Bundesinstrumente. Was das für Sie bedeutetAnders als etwa der Kanton Zürich legt der Thurgau nichts drauf. Rechnen Sie diese Ebene für die Module gar nicht erst ein.
EbeneKanton Thurgau, Speicher Was Sie bekommen1’000 Franken pauschal ab 10 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität, höchstens 25 Prozent der Gesamtinvestition. Das Kontingent von 700 Zusagen ist für 2026 bereits ausgeschöpft; der Kanton führt eine Warteliste. Was das für Sie bedeutetRechnen Sie ohne diesen Beitrag. Wird die Förderung 2027 weitergeführt, werden die Gesuche nach Einreichedatum abgearbeitet. Mit dem Einbau dürfen Sie auch ohne Zusage beginnen.
EbeneGemeinden Was Sie bekommen16 der 80 Thurgauer Gemeinden führen ein eigenes Energieförderprogramm. Die Ansätze stehen nicht im kantonalen Programm, sondern bei der Gemeinde. Was das für Sie bedeutetOb Ihre dazugehört, steht auf der Seite Ihres Bezirks. Wo es ein Programm gibt, verlangt das Reglement in aller Regel das Gesuch vor Ausführungsbeginn — also vor der Bestellung fragen, nicht danach.
EbeneGemeinde und Kanton zusammen Was Sie bekommenHöchstens 50 Prozent der Gesamtinvestition, mindestens Fr. 500 je Projekt. Was das für Sie bedeutetEine Obergrenze, die bei Photovoltaik im Thurgau praktisch nie greift — weil der Kanton an die Anlage selbst nichts zahlt.
Bewilligung

Was Sie im Thurgau melden müssen

Der Thurgau gehört zu den unkomplizierten Kantonen. Auf einem gewöhnlichen Gebäude in der Bauzone braucht eine Anlage bis 35 Quadratmeter weder eine Bewilligung noch eine Meldung. Wird sie grösser, genügt eine Meldung an die Gemeinde, einzureichen zwanzig Tage vor Baubeginn. Für die meisten Einfamilienhäuser ist damit alles gesagt.

Drei Konstellationen laufen anders und verlangen ein ordentliches Baugesuch: Gebäude, die im Schutzinventar stehen, freistehend aufgeständerte Anlagen und Standorte ausserhalb der Bau- und Landwirtschaftszone. Ein Ökonomiegebäude in der Landwirtschaftszone bleibt dagegen beim Meldeverfahren — was im Thurgau mit seinen vielen Bauernhöfen praktisch bedeutsam ist. Die Grundlagen stehen in § 50a des Planungs- und Baugesetzes, in § 50b der Bauverordnung und in Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes. Um die Eingabe kümmert sich der ausführende Betrieb.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus im Thurgau, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug915 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'314 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'831 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'059 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, sowie der Medianpreis des Kantons von 32.12 Rp./kWh. Das ist die Mitte, nicht Ihr Fall: In Bischofszell fällt die Rechnung deutlich besser aus, in Matzingen schlechter. Die Zahl für Ihre Gemeinde steht auf der Seite Ihres Bezirks. Eingespeist wird bewusst nur mit der gesetzlichen Untergrenze von 6.00 Rp./kWh gerechnet. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bevor Sie sich entscheiden

Die Zahlen auf dieser Seite gelten für den Kanton Thurgau. Wie sie zustande kommen und was sie für Ihr Dach bedeuten, steht in diesen Beiträgen.

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Ihre Adresse genügt. Bis zu 3 Betriebe aus Ihrer Gegend rechnen das Dach durch, jeder mit dem Tarif Ihrer Gemeinde und der aktuellen Förderlage als Grundlage — nicht mit einem Kantonsmittel. Sie zahlen dafür nichts, gehen keine Verpflichtung ein und bekommen keine Werbeanrufe.

Die fünf Thurgauer Bezirke

Datenstand 1. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Förderprogramm Energie 2026 des Kantons Thurgau, Kapitel 6.2, 7.1 und 13.2 · Planungs- und Baugesetz TG § 50a mit Bauverordnung § 50b. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.