Photovoltaik und Solaranlage in Felsberg
Felsberg: 4.63 Rappen günstiger als Chur, vier Kilometer weiter
Felsberg zahlt 2026 einen Bezugspreis von 27.71 Rappen je Kilowattstunde an rhiienergie, die Nachbarstadt Chur dagegen 32.34 Rappen. Unterhalb der Dreissig-Kilowatt-Marke bringt zurückgelieferter Solarstrom 6.00 Rappen und zusätzlich einen Rappen für den Herkunftsnachweis; tiefer als diese eidgenössisch garantierten 6.00 Rappen darf keine Vergütung gehen. Ohne eigenen Verbrauch zahlt das Werk oberhalb der Marke 6.20 Rappen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Felsberg kostet
Felsberg ist eine kompakte Pendlergemeinde mit vielen kleinen Dächern, und darauf sollte das Angebot zugeschnitten sein: Bei acht bis zwölf Kilowatt wiegen Gerüst, Anfahrt und Elektroinstallation schwerer als die Module. Fragen Sie deshalb nach dem Preis je Kilowatt Leistung, aber lassen Sie sich die Fixkosten daneben ausweisen. Ein zweiter Punkt ist die Ausrichtung, dazu unten mehr — sie kann die sinnvolle Modulzahl gegenüber einer reinen Südbelegung verändern. Für die Ertragsfrage ist sonnendach.ch der richtige Einstieg, weil es die Verschattung durch das Calanda-Massiv bereits berücksichtigt.
Beschaffung 12.700, Netz 9.203, Gemeindeabgabe 0.500 Rappen und obendrein der Netzzuschlag ergeben den Tarif — identisch mit den vier übrigen rhiienergie-Gemeinden. Interessanter als die Bausteine ist der Vergleich über die Gemeindegrenze: Chur verlangt für dieselbe Menge Strom 4.63 Rappen mehr, was bei 4’500 Kilowattstunden rund 208 Franken im Jahr ausmacht. Der Unterschied entsteht überwiegend im Netz und in der Konzessionsabgabe, nicht in der Beschaffung. Für Sie hat der tiefere Bezugspreis eine ehrliche Kehrseite: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt in Felsberg weniger Geld als in Chur.
Was Ihr Solarstrom in Felsberg wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202627.71 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Rhiienergie AG (rhiienergie), inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 25.636 Rappen, darin 12.700 für die Energie, 9.203 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 0.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 0.933 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei Rhiienergie AG (rhiienergie) gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionHerkunftsnachweis | 20261.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 7.00 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden. |
| PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch | 20261.20–6.00 Rp. | Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202621.7 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Felsberg im Region Imboden
Bezugspreis 2026 im Region Imboden, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Innerhalb der Region Imboden liegt Felsberg gemeinsam mit Bonaduz, Domat/Ems, Rhäzüns und Tamins bei 27.71 Rappen, nur Flims und Trin unterbieten das um 0.59 Rappen. Die ganze Region passt damit in ein Band von weniger als einem Rappen — in Graubünden ist das die Ausnahme, denn kantonsweit reicht die Skala von 11.32 bis 39.43 Rappen. Bemerkenswert ist die Nachbarschaft: Felsberg grenzt direkt an Chur, die teuerste Gemeinde der Region Plessur, und liegt trotzdem im unteren Drittel des Kantons. Wer den Tarif als einziges Kriterium nimmt, verpasst allerdings das Wesentliche — entscheidend für Ihre Anlage ist, wie viel Strom Sie selbst nutzen.
Unterhalb von dreissig Kilowatt vergütet rhiienergie 6.00 Rappen und rechnet einen Rappen für den Herkunftsnachweis dazu. Im Band zwischen 30 und 150 Kilowatt entscheidet der eigene Verbrauch: ohne ihn gibt es 6.20 Rappen, mit ihm einen Wert zwischen 5.80 und 1.20 Rappen, der schlicht der Formel des Bundesrechts folgt. Der Nachweis wird in diesem Band nur noch mit 0.50 Rappen abgegolten. Oberhalb von 150 Kilowatt tritt der Referenz-Marktpreis an die Stelle jeder Untergrenze. Für die typische Felsberger Anlage auf einem Wohnhaus bleibt es damit beim Ansatz von 7.00 Rappen inklusive Nachweis — und bei der Frage, wie viel Sie im Haus behalten.
Wer in Felsberg was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Felsberg | Was Sie bekommenFür Photovoltaik und Batterien keinen bezifferten Beitrag; belegt sind ein eigener Online-Schalter für die Meldung und das Geräteprogramm des Netzbetreibers. | Was das für Sie bedeutetRechnen Sie mit der Einmalvergütung des Bundes; ob einer der kantonalen Beiträge dazukommt, hängt in Felsberg an der Globalstrahlung Ihrer Parzelle und bei der Winterstromvariante an einer Modulneigung zwischen 60 und 90 Grad. Prüfen Sie beides, bevor Sie den Beitrag in die Rechnung nehmen. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Am Fuss des Calanda, ostexponiert
Felsberg liegt auf 572 Metern und ist damit der tiefstgelegene Ort dieser Auswertung; auf 13.40 Quadratkilometern wohnen rund 2’800 Menschen, alles unter der Postleitzahl 7012. Der Ort liegt am Nordwestrand des Churer Rheintals unmittelbar am Fuss des Calanda-Massivs, vier Kilometer vom Churer Zentrum entfernt. Aus dieser Lage folgt eine Besonderheit, die sonst nirgends in der Region so klar zutrifft: Die Gemeinde ist ostexponiert, verliert also Abendsonne und hat freie Morgensonne. Für die Belegung spricht das eher für eine Ost-West-Verteilung als für die reine Südausrichtung. Der Baubestand ist überwiegend Ein- und Mehrfamilienhaus, das Dachpotenzial also kleinteilig und zahlreich.
Als tiefstgelegener Ort der Region liegt Felsberg zugleich am häufigsten unter dem Rheintalnebel, was für die kantonale Förderung unmittelbar zählt: Beide Bündner Programme verlangen am Standort mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung pro Quadratmeter im Jahr, und unter den elf Gemeinden ist Felsberg der wahrscheinlichste Kandidat für ein Nein. Prüfen Sie das parzellenscharf auf der kantonalen Karte, bevor Sie einen Beitrag einrechnen. Felsberg trägt das Label Energiestadt und wickelt die Meldung über einen eigenen Online-Schalter ab. Ein Gemeindebeitrag an Solaranlagen ist hier nicht ausgewiesen, die Geräteförderung des Werks dagegen schon.
Ortschaften und Lagen: Felsberg. Die Gemeinde zählt 2'800 Einwohner auf 1'340 Hektaren. Sie gehört zur Region Imboden — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7012.
Was Sie in Felsberg bewilligen lassen müssen
Felsberg ist im Bundesinventar der Ortsbilder nicht verzeichnet, womit der Bewilligungsweg unkompliziert bleibt. Das Meldeformular Solaranlagen finden Sie im Online-Schalter der Gemeinde — ein konkreter Vorteil gegenüber Orten, in denen man das kantonale Formular selbst suchen muss. Eingereicht wird vorgängig; anschliessend hat die Baubehörde fünfzehn Arbeitstage Zeit, das Vorhaben der Bewilligungspflicht zu unterstellen; schweigt sie, darf gebaut werden. Kalkulieren Sie dafür drei Wochen statt der fünfzehn Kalendertage, die als Faustregel auf dem kantonalen Formular vermerkt sind. An Fassaden endet die anzeigefreie Fläche in der Bauzone bei 6.0 Quadratmetern je Seite; grössere Vorhaben laufen in Graubünden regelmässig über ein Baubewilligungsverfahren. Ein Neubau braucht zehn Watt Erzeugungsleistung auf jedem Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Felsberg, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug790 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'189 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'579 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'807 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 27.71 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Felsberg.
Vier Kilometer von Chur entfernt und 4.63 Rappen darunter — dafür mit Nebel und Calanda-Schatten als Themen. Ein paar Zeilen zu Haus und Dachfläche genügen, und Sie erhalten Vorschläge von Betrieben, die den Calanda-Schatten einrechnen.
Weitere Gemeinden im Region Imboden
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Tarifdaten 2026 der Schweizer Verteilnetzbetreiber · rhiienergie, Rückliefervergütung gültig ab 01.01.2026 · Gemeinde Felsberg, Online-Schalter Meldeformular Solaranlagen · Geoportal Graubünden, Karte Globalstrahlung. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.