Photovoltaik und Solaranlage in Disentis/Mustér
Disentis/Mustér: 32.64 Rappen und ein Kloster ohne ISOS
Der Haushaltstarif von Disentis/Mustér beträgt 2026 32.64 Rappen je Kilowattstunde, gestellt von der Repower AG. Speisen Sie ein, sichert der Bund kleinen Anlagen 6.00 Rappen zu; die Herkunftsnachweise rechnet das Werk getrennt ab. Die Differenz beträgt 26.64 Rappen je Kilowattstunde.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Disentis/Mustér kostet
Der Hauptort liegt auf rund 1’197 Metern, das Skigebiet reicht bis knapp 3’000 Meter hinauf — die Höhendifferenz innerhalb der Gemeinde ist gross, und die Talflanken werfen im Winter früh Schatten. Für die Kalkulation zählen deshalb drei Dinge: die Schneelastzone, die Verschattung im Dezember und die Zufahrt zum Gebäude. Auf den Gewerbe- und Hotelbauten im Talboden ist die Montage Routine, in Segnas, Disla oder Cavardiras kommt der Weg dazu. Achten Sie darauf, dass Gerüst, Tragsystem, Module, Wechselrichter und Elektroarbeiten je einzeln beziffert sind, dann sehen Sie, woher ein Preisunterschied stammt.
Rund die Hälfte des Preises ist Netznutzung, nämlich 15.297 Rappen; die Energie schlägt mit 9.600 Rappen zu Buche, die Gemeinde legt einen Rappen darauf, der Bund 2.300 Rappen, und für die Messung kommen noch einmal 2.000 Rappen dazu. Alle diese Werte gelten unverändert auch in Trun, Sumvitg und den übrigen Repower-Gemeinden der Surselva; die Gemeinde beeinflusst allein die Abgabe. Netzgrundtarif und Messtarif fallen als Monatsbeträge unabhängig davon an, wie viel Sie beziehen, und lassen sich mit einer eigenen Anlage nicht vermeiden. Vermeidbar ist der Arbeitspreis, und der macht in Disentis rund 21.50 Rappen je bezogener Kilowattstunde aus.
Was Ihr Solarstrom in Disentis/Mustér wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202632.64 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Repower AG, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.197 Rappen, darin 9.600 für die Energie, 15.297 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.000 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei Repower AG gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionHerkunftsnachweis | 20260.50 Rp./kWh | Was dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 6.50 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden. |
| PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch | 20261.20–6.00 Rp. | Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202626.6 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Disentis/Mustér im Region Surselva
Bezugspreis 2026 im Region Surselva, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Disentis/Mustér gehört zu den zehn Surselva-Gemeinden mit identischem Wert von 32.64 Rappen und liegt damit rund zwei Rappen über dem Bündner Medianpreis. Der nächste Nachbar talaufwärts, Medel, kommt mit 30.19 Rappen aus, weil dort ein eigenes Gemeindewerk versorgt und keine Abgabe erhoben wird; Tujetsch liegt mit 28.41 Rappen noch tiefer. Talabwärts ändert sich bis Ilanz nichts, erst Falera weicht mit 33.18 Rappen nach oben ab. Über den ganzen Kanton gerechnet, wo zwischen dem tiefsten und dem höchsten Wert ein Faktor von dreieinhalb liegt, sitzt Disentis im oberen Mittelfeld.
Repower zahlt hier das gesetzliche Minimum und nicht mehr. Wo ein Preisblatt von 180 geteilt durch die Anlagenleistung spricht, ist damit dieselbe bundesrechtliche Absenkung gemeint, die für Anlagen mit Eigenverbrauch oberhalb von 30 Kilowatt gilt — ein Sonderweg des Werks ist das nicht. Die Herkunftsnachweise kommen als eigene Position dazu, im Winterhalbjahr mit einem höheren, im Sommerhalbjahr mit einem tieferen Ansatz. Für Anlagen über 150 Kilowatt entfällt die Garantie ganz und die Abnahme wird individuell verhandelt — was für die grossen Kloster- und Gewerbebauten im Ort der Regelfall sein dürfte.
Wer in Disentis/Mustér was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Disentis/Mustér | Was Sie bekommenKein kommunaler Beitrag auffindbar; die Gemeinde erhebt 1.000 Rappen Konzessionsabgabe je bezogener Kilowattstunde. Sie ist Ihre Anlaufstelle für die Meldung und für Fragen zum Ortsbild. | Was das für Sie bedeutetFür Beiträge sind Bund und Kanton zuständig, die Bewilligungsfrage klären Sie in Disentis. Bei Objekten am Klosterhügel lohnt sich ein Vorgespräch, auch wenn kein Perimeter des Bundesinventars besteht. Deren Bedingung sind 60 bis 90 Grad Neigung und 300 Franken je Kilowatt-Peak Beitrag, was ein normales Schrägdach nicht erfüllt. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Klosterdorf mit drei geschützten Weilern
Disentis/Mustér zählt 2’152 Einwohner auf 90.99 Quadratkilometern und ist damit der grösste Ort der oberen Surselva. Neben dem Hauptort mit der Postleitzahl 7180 gehören Cavardiras, Mumpé Medel und Segnas mit eigenen Postleitzahlen sowie Acletta und Disla zur Gemeinde. Die Amtssprache ist Romanisch, der romanische Ortsname lautet Mustér. Das Ortsbild bestimmt die Benediktinerabtei über dem Talboden; ihre Klosterkirche entstand zwischen 1696 und 1712. Rund um den Klosterhügel mischen sich gewachsene Wohnbauten, Hotelbauten und Gewerbe zu einer sehr unterschiedlichen Dachlandschaft.
Wirtschaftlich tragen Tourismus, Gewerbe und die Klosterinstitutionen den Ort; ein 1989 aus einer Lehrwerkstatt hervorgegangener Betrieb arbeitet im Metall- und Formenbau. Das Skigebiet Disentis 3000 ist seit 2019 mit Andermatt-Sedrun verbunden, was den Winterverbrauch weiter erhöht. Die grössten zusammenhängenden Dachflächen liegen auf Gewerbe-, Hotel- und Klosterbauten, nicht auf den Einfamilienhäusern. Ein eigenes kommunales Beitragsprogramm für Photovoltaik ist nicht auffindbar.
Ortschaften und Lagen: Disentis/Mustér, Cavardiras, Mumpé Medel, Segnas, Acletta, Disla. Die Gemeinde zählt 2'152 Einwohner auf 9'099 Hektaren. Sie gehört zur Region Surselva — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7180. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7182 Cavardiras, 7183 Mumpé Medel, 7186 Segnas.
Was Sie in Disentis/Mustér bewilligen lassen müssen
Wichtig für die Planung: Der Hauptort steht nicht im Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Verzeichnet sind allein die Weiler Cavardiras und Disla sowie das Dorf Segnas — das Kloster ist ein Baudenkmal, aber kein Ortsbildperimeter, und wer über Ortsbildschutz argumentiert, muss das kommunale und kantonale Recht heranziehen. Ihre angepasste Dachanlage kündigen Sie der Gemeindebaubehörde vor Baubeginn schriftlich an; reagiert sie nicht innert 15 Arbeitstagen, können Sie starten. Die kürzere Frist von 15 Tagen, die auf dem kantonalen Formular steht, unterschätzt den Ablauf deutlich. Bei Neubauten fordert die kantonale Verordnung eine Erzeugungsleistung von zehn Watt auf jeden Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Disentis/Mustér, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug930 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'329 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'860 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr2'088 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 32.64 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Disentis/Mustér.
Grosse Dächer, hohe Lage, gute Winterausbeute bei steiler Montage: In Disentis lohnt der Blick auf die kantonale Winterstromförderung. Vergleichen Sie mehrere Angebote, bevor Sie sich festlegen.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Repower AG, Rückliefertarife · Bundesamt für Kultur, ISOS und Ortsbildschutz · Amt für Energie und Verkehr GR, Leitfaden Photovoltaik Winterstrom · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.