Photovoltaik und Solaranlage in Rossa
Rossa: 33.11 Rappen — und jedes Dorf im Inventar
Am Talschluss des Calancatals verrechnet das Consorzio Energia Elettrica Calanca einem Haushalt 2026 genau 33.11 Rappen je Kilowattstunde. Für die Rücklieferung gibt es keinen veröffentlichten Ansatz; sicher ist nur, was der Bund unterhalb von 30 Kilowatt garantiert, nämlich sechs Rappen vor Mehrwertsteuer. Damit ist der Abstand zwischen Bezug und Einspeisung hier so gross wie in kaum einer anderen Gemeinde dieses Kantons.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Rossa kostet
Rossa ist das nördlichste ganzjährig bewohnte Dorf des Calancatals, und der Talschluss prägt jede Auslegung. Kurze Wintertage, ein hoher Horizont und lange Schneelage sprechen für eine steilere Modulneigung, damit der Schnee abrutscht und der Winterertrag steigt. Genau diese Bauweise unterstützt der Kanton mit 300 Franken je Kilowatt-Peak, sofern das Modul 60 bis 90 Grad geneigt ist und die Globalstrahlung am Standort den Schwellenwert von 1’250 Kilowattstunden je Quadratmeter im Jahr übertrifft. Auf der Kostenseite kommen Anfahrt und Materialtransport hinzu, die am Talende deutlich höher ausfallen als unten bei Grono.
Die 33.11 Rappen entstehen aus einem Energieanteil von 12.873 und einem Netzanteil von 14.659 Rappen, ohne jede kommunale Abgabe, zuzüglich der 2.300 Rappen, die als Netzzuschlag an den Bund gehen. Mit 2.9 Einwohnern je Quadratkilometer hat Rossa die geringste Bevölkerungsdichte aller neunzehn Gemeinden dieses Vergleichs, und ein Netz für 58.89 Quadratkilometer verteilt seine Kosten entsprechend. Die Gemeinde könnte den Preis nur über eine Abgabe verändern, die sie gar nicht erhebt. Was bleibt, ist die einfache Rechnung: 33.11 Rappen gespart je Kilowattstunde, die nicht aus dem Netz kommt.
Was Ihr Solarstrom in Rossa wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202633.11 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Consorzio Energia Elettrica Calanca, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.632 Rappen, darin 12.873 für die Energie, 14.659 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes und 0.800 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Consorzio Energia Elettrica Calanca auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202627.1 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Rossa im Region Moesa
Bezugspreis 2026 im Region Moesa, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Rossa und Calanca führen die Region Moesa an; darunter folgen Buseno mit 32.55 und Cama mit 32.05 Rappen. Gegenüber Brusio im Puschlav, wo 14.19 Rappen gelten, ist der Unterschied mit 18.92 Rappen gewaltig — und er bedeutet, dass eine Solaranlage in Rossa je Kilowattstunde mehr als das Doppelte einspart. Im Kanton liegt der mittlere Wert bei 30.62 Rappen, das Maximum bei 39.43 Rappen im Albulatal. Diese Spanne ist der eigentliche Grund, warum ein Ertragsrechner mit Schweizer Durchschnittswerten in Graubünden nichts taugt.
Ein Rückliefersatz für Rossa liess sich nicht belegen, und ohne Beleg wird hier keine Zahl gesetzt. Unterhalb von 30 Kilowatt bleibt der gesetzliche Mindestansatz vollständig erhalten; oberhalb davon vermindert ihn das Bundesrecht bei Anlagen mit Eigenverbrauch. Weil der Bezugspreis hier am oberen Rand liegt, spielt der Einspeisesatz für die Wirtschaftlichkeit eine kleinere Rolle als anderswo. Entscheidend sind die Verbrauchszeiten im Haus und, wo sinnvoll, die Verlagerung von Wärme und Warmwasser in die Mittagsstunden.
Wer in Rossa was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Rossa | Was Sie bekommenEin Programm der Gemeinde für Photovoltaik oder Speicher liess sich für Rossa nicht nachweisen. Rossa erhebt keine Abgabe auf den Strombezug, der hohe Tarif stammt also vollständig aus Energie und Netznutzung. | Was das für Sie bedeutetFür Ihre Rechnung bedeutet das: Bund und Kanton tragen die Förderung, die Gemeinde trägt die Bewilligungsfrage. Weil praktisch jedes Gebäude im geschützten Perimeter liegt, ist ein frühes Vorgespräch der wichtigste Einzelschritt. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Talschluss mit Augio und Santa Domenica
Rossa liegt am Ende des Calancatals und umfasst neben dem Dorf die Ortsteile Augio und Santa Domenica. Auf 58.89 Quadratkilometern leben 168 Menschen, womit Rossa die dünnste Besiedlung aller hier verglichenen Gemeinden aufweist; der ganz überwiegende Teil des Gebiets ist Alp- und Berggebiet ohne Bauzone. Die Talschlusslage bedeutet einen hohen Horizont, kurze Wintertage und lange Schneelage, und sie macht die Modulneigung wichtiger als anderswo. Die Amtssprache ist Italienisch, und die kantonalen Solarformulare stehen in dieser Sprache bereit. Alle drei Ortsteile sind Ortsbilder von nationaler Bedeutung.
Die Wirtschaft besteht aus Alpwirtschaft, Wald und einzelnen Betrieben; die Bausubstanz ist überwiegend traditionell. Weil Rossa, Augio und Santa Domenica sämtlich im Bundesinventar stehen, gibt es praktisch keine Siedlungslage ausserhalb eines geschützten Ortsbilds. Für eine Photovoltaikanlage heisst das, dass die Bewilligungs- und Montagefrage vor die Ertragsfrage rückt. Die kantonale Steilanlagen-Förderung passt gut zu einer Talschlusslage, denn steile Module liefern im Winter mehr und tragen keinen Schnee.
Ortschaften und Lagen: Rossa, Augio, Santa Domenica. Die Gemeinde zählt 168 Einwohner auf 5'889 Hektaren. Sie gehört zur Region Moesa — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 6548.
Was Sie in Rossa bewilligen lassen müssen
Rossa ist der weitgehendste Schutzfall dieses Vergleichs: Alle drei Ortsteile sind Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Klären Sie deshalb zuerst mit der Baubehörde, wie eine Anlage auf Ihrem Gebäude einzuordnen ist, und rechnen Sie erst danach. Formal bleibt es bei der schriftlichen Meldung vor Baubeginn und einer Frist von 15 Arbeitstagen, innerhalb derer die Gemeinde eine Bewilligungspflicht anordnen kann. Die Kantonsverordnung lässt es zu, dass eine Gemeinde geschützte Bauten generell dem Bewilligungsverfahren unterstellt; ob Rossa das getan hat, ist nicht dokumentiert, und eine finanzielle Ablösung der Eigenstrompflicht kennen die abrufbaren Erlasse des Kantons nicht. Wer neu baut, deckt in Rossa zehn Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Rossa, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug944 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'343 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'887 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr2'115 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 33.11 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreise 2026, Haushaltsprofil H4 · Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Abfrage rossa · Kanton Graubünden, Leitfaden Photovoltaik für Winterstrom 1/26 · Kanton Graubünden, Karte der Globalstrahlung. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.