Photovoltaik und Solaranlage in Ferrera
Ferrera: 14.56 Rappen, 82 Einwohner, 75 Quadratkilometer
Ausserferrera und Innerferrera beziehen ihren Strom vom Elektrizitätswesen der Gemeinde Andeer und zahlen dafür 2026 exakt 14.56 Rappen je Kilowattstunde. Die gesetzliche Mindestvergütung für Überschussstrom beträgt 6.00 Rappen ohne Mehrwertsteuer; ein eigener Ansatz des Werks liess sich für 2026 nicht belegen. In einer Gemeinde mit 82 Einwohnern auf 75.46 Quadratkilometern ist die Rechnung ohnehin objektweise zu führen und nicht nach Faustzahlen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Ferrera kostet
Der grösste Kostenfaktor in Ferrera steht nicht in der Materialliste, sondern in der Logistik: 75 Quadratkilometer mit zwei kleinen Weilern und verstreuten Alpgebäuden bedeuten lange Anfahrten und wenig Skaleneffekt. Das Dachpotenzial der gesamten Gemeinde liegt bei 2.71 Gigawattstunden im Jahr, mit Fassaden bei 3.86 — Hallendächer oder Gewerbeareale gibt es nicht. Dazu kommt eine technische Eigenheit des engen Nord-Süd-Tals: Die Horizontverschattung ist objektweise zu prüfen und kann den Winterertrag deutlich drücken, anders als auf den offenen Terrassen von Muntogna da Schons. Verlangen Sie deshalb eine Verschattungsanalyse für den konkreten Standort und nicht eine Ertragsprognose aus dem Katalog. Der Fassadenanteil von 42 Prozent am Solarpotenzial deutet auf steile Hanglagen mit brauchbarer Südexposition hin, und genau dort wird der kantonale Winterstrombeitrag interessant.
Vom Tarif bleiben ohne Steuer 13.469 Rappen. Sie bestehen aus einer kommunalen Abgabe von 4.00 Rappen, einem Bundeszuschlag von 2.300, einem Einkaufspreis von 4.576, einem Netzarbeitspreis von 0.460 und der auf 96 Franken jährlich festgesetzten Grund- und Messgebühr. Ferrera und Andeer haben damit denselben Tarif bis auf die letzte Stelle, obwohl die Gemeinden nichts miteinander gemein haben ausser dem Werk. Beim Anteil an der Konzessionsenergie unterscheiden sie sich dagegen deutlich: Andeer hält 22.68 Prozent bei 923 Einwohnern, Ferrera 8.69 Prozent bei 82 — rechnerisch der höchste Pro-Kopf-Bezug aller elf Mitgliedgemeinden der Korporation. Auf den Haushaltstarif schlägt sich dieser Vorsprung allerdings nicht durch — der Preis bleibt in beiden Gemeinden derselbe.
Was Ihr Solarstrom in Ferrera wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202614.56 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 13.469 Rappen, darin 4.576 für die Energie, 0.460 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 4.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.133 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 20268.6 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Ferrera im Region Viamala
Bezugspreis 2026 im Region Viamala, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Ferrera liegt gemeinsam mit Andeer auf Rang sechs der 25 Gemeinden und damit 16.06 Rappen unter dem kantonalen Median. Bis zur teuersten Gemeinde der Ostschweiz sind es 24.87 Rappen Abstand; gemessen an einem Jahresverbrauch von 4’500 Kilowattstunden macht das rund 1’119 Franken für dieselbe Strommenge. Innerhalb des Andeerer Versorgungsgebiets steht Ferrera zusammen mit Andeer an vorletzter Stelle, nur Avers zahlt mit 4.50 Rappen eine höhere kommunale Abgabe. Die Reihenfolge dieser sechs Gemeinden bildet also nichts anderes ab als die Höhe des kommunalen Zuschlags. Wer den Preis senken will, muss deshalb nicht das Werk wechseln, sondern die Gemeindeversammlung überzeugen.
Für 2026 ist kein Einspeiseansatz des Werks publiziert, deshalb bleibt es beim gesetzlichen Rahmen. Der lautet: 6.00 Rappen ohne Steuer für Anlagen diesseits der Schwelle von 30 Kilowatt, ein reduzierter Betrag darüber — und daneben der vierteljährlich festgelegte Referenz-Marktpreis, der ebenfalls massgebend werden kann. Für die typische Anlage auf einem Wohnhaus in Ausserferrera ist das die relevante Grösse, weil ein Haushalt mit dieser Grösse den Strom kaum selbst verbraucht. Bei 14.56 Rappen Bezugspreis ist eine verdrängte Kilowattstunde ausserdem nur etwa halb so wertvoll wie im Landesdurchschnitt — ein Batteriespeicher hat es hier schwer, und man sollte das sagen, bevor jemand 30’000 Franken ausgibt.
Wer in Ferrera was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Ferrera | Was Sie bekommenKein kommunales Förderprogramm. Die Gemeinde ist über die Korporation an drei Kraftwerkstufen beteiligt und hält 8.69 Prozent der Konzessionsenergie — das schlägt sich im Beschaffungspreis nieder, nicht in einem Beitrag an Ihre Anlage. | Was das für Sie bedeutetKalkulieren Sie mit null Franken auf dieser Ebene. Wenn Ihre Fläche zwischen 60 und 90 Grad steht, kommt der kantonale Winterstrombeitrag in Frage; das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht sein. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Zwei Weiler, ein Bergmannshammer, eine Exklave
Ferrera besteht aus Ausserferrera und Innerferrera; der Hauptort liegt auf 1’316 Metern, und die Gemeinde entstand am 1. Januar 2008 aus den beiden bis dahin selbständigen Dörfern. Auf 75.46 Quadratkilometern leben 82 Menschen, was rechnerisch etwa einer Person je Quadratkilometer entspricht. Zum Gemeindegebiet gehört eine Exklave auf italienischem Staatsgebiet rund um die Staumauer im Valle di Lei. Amtssprache ist Deutsch. Die Bebauung folgt dem engen, tief eingeschnittenen Tal: zwei kleine Siedlungskerne, dazwischen und darüber Alpgebäude und Ställe.
Das Gemeindewappen führt einen Bergmannshammer, der auf den historischen Erzbergbau beider Fraktionen verweist. Heute ist die Wasserkraft der prägende Wirtschaftsfaktor: Die Zentrale Ferrera leistet 180 Megawatt im Turbinen- und 90 Megawatt im Pumpbetrieb und produziert 307 Gigawattstunden im Jahr; die zugehörige Konzession lautet auf Val di Lei–Innerferrera. Über die Gemeindekorporation Hinterrhein hält die Gemeinde 8.69 Prozent an der Gratis- und Vorzugsenergie. Ein kommunales Förderprogramm für Photovoltaik besteht nicht, und der Perimeter des ewz-Programms endet weit talabwärts.
Ortschaften und Lagen: Ausserferrera, Innerferrera. Die Gemeinde zählt 82 Einwohner auf 7'546 Hektaren. Sie gehört zur Region Viamala — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7444. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7445 Innerferrera.
Was Sie in Ferrera bewilligen lassen müssen
Ein Ortsbild von nationaler Bedeutung führt Ferrera nicht; die Abfrage des Bundesinventars bleibt für beide Fraktionen ohne Treffer. Damit gilt das einfache Verfahren: Meldung beim Bauamt, bevor gebaut wird, danach eine Wartezeit von 15 Arbeitstagen. Bleibt es still, darf begonnen werden — trotzdem sollten Sie rund drei Wochen Vorlauf einplanen, weil Arbeitstage keine Kalendertage sind. Der grösste Teil der 75 Quadratkilometer liegt jenseits der Bauzone, weshalb bei Alp- und Ökonomiebauten das ordentliche Verfahren die Regel ist; Fassadenflächen sind dort schon ab 2.0 Quadratmetern Absorberfläche meldepflichtig. Ein Neubau muss nach kantonalem Recht je Quadratmeter Energiebezugsfläche 10 Watt selbst erzeugen.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Ferrera, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug415 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr814 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug830 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'058 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 14.56 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Ferrera.
In einem Tal mit dieser Topografie entscheidet der Horizont über den Winterertrag — lassen Sie das für Ihr Objekt rechnen, bevor Sie sich für eine Grösse entscheiden. Mehrere Betriebe aus der weiteren Umgebung machen Ihnen dazu ein Angebot. Es kostet Sie nichts und bindet Sie nicht.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreise 2026, Tarifdaten für die Gemeinde Ferrera · BFE, Solarpotenzial der Gemeinde Ferrera, Gemeindeblatt BFS 3713 · Gemeindekorporation Hinterrhein, Statuten, Verteilschlüssel der Konzessionsenergie · Kanton Graubünden, Leitfaden Photovoltaik zur Nutzung des Flächenpotentials, Version 1/26. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.