Photovoltaik und Solaranlage in Bergün Filisur

Photovoltaik Bergün Filisur · Kanton Graubünden

Bergün Filisur: 39.43 Rappen — ein Mengenproblem, kein Einkaufsproblem

Das Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur verrechnet 2026 einen Haushaltstarif von 39.43 Rappen für die Kilowattstunde und ist damit die teuerste Stromadresse der ganzen Ostschweiz. Für abgegebenen Strom rechnet das Werk quartalsweise nach dem Referenzmarktpreis des Bundes ab, ohne eigenen Fixansatz; der gesetzliche Sockel von 6.00 Rappen ohne Mehrwertsteuer bleibt bestehen. Dazwischen liegen über 33 Rappen — der grösste Eigenverbrauchsvorteil des Kantons.

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5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

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Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

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Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

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Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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39.43
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Bergün Filisur bei Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur
101
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 6. von 6 im Region Albula — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
33.4
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
4
Ortsbilder von nationaler Bedeutung im Gemeindegebiet: Bergün/Bravuogn, Filisur, Latsch, Stugl/Stuls — dort braucht eine Anlage eine Baubewilligung
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Bergün Filisur kostet

Auf 190.14 Quadratkilometern mit einer Höhenspanne von 936 bis 3’415 Metern verteilen sich sechs Siedlungen, und die Zufahrt zu einem Objekt in Chants auf 1’822 Metern ist eine andere Aufgabe als eine in Filisur auf 1’032. Das rechnerische Dachpotenzial der Gemeinde liegt bei 19.41 Gigawattstunden im Jahr, mit Fassaden bei 27.03. Zum Materialpreis kommt hier ein Posten, den man leicht unterschätzt: der Aufwand für die Bewilligung, denn vier der sechs Siedlungen tragen ein Ortsbild von nationaler Bedeutung. Lassen Sie diesen Aufwand beziffern, bevor Sie Offerten vergleichen. Und prüfen Sie, ob eine steile Variante in Frage kommt — der kantonale Beitrag von 300 Franken je Kilowattpeak ist an eine Neigung zwischen 60 und 90 Grad gebunden und in dieser Höhenlage technisch oft sinnvoll.

Das Werk begründet seinen Tarif selbst, und die Begründung ist bemerkenswert offen. Die durch das Netz geleitete Energie sank von rund 12.5 Gigawattstunden im Jahr 2021 auf rund 9.4 Gigawattstunden im Jahr 2024, also um etwa ein Viertel; weil die Netznutzungsgebühren hauptsächlich über einen Arbeitspreis erhoben wurden, entstand eine Unterdeckung. Angepasst wurden per 2026 die Netzgrundgebühr von 15 auf 20 Franken im Monat, der Einheitstarif von 11.4 auf 12.5 Rappen, der Leistungstarif von 7.5 auf 9 Rappen und der Leistungspreis von 5 auf 8 Franken je Kilowatt und Monat, dazu ein Messwesen-Grundtarif von 9.50 Franken monatlich. Der Energiepreis ging dagegen herunter: Im Sommerhalbjahr sank der Arbeitspreis von 13 auf 11 Rappen. Der teuerste Tarif der Ostschweiz ist damit kein Beschaffungs-, sondern ein Mengenproblem.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Bergün Filisur wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202639.43 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 36.472 Rappen, darin 12.076 für die Energie, 18.563 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.533 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202633.4 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Bergün Filisur im Region Albula

Bezugspreis 2026 im Region Albula, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Schmitten Gemeinde Schmitten, Stromversorgung29.49
Surses Gemeinde Surses, Elektrizitätsversorgung30.00
Lantsch/Lenz Gemeinde Lantsch/Lenz, Elektrizitätsversorgung30.76
Albula/Alvra Gemeinde Albula/Alvra31.29
Vaz/Obervaz Politische Gemeinde Vaz/Obervaz, Elektrizitäts34.35
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Albula/Alvra Energie 12.500 · Netz 13.08325.6
Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Vaz/Obervaz Energie 12.000 · Netz 14.78026.8
Lantsch/Lenz Energie 11.800 · Netz 11.69723.5
Schmitten Energie 9.000 · Netz 13.39722.4
Surses Energie 8.900 · Netz 12.89721.8
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

39.43 Rappen sind der höchste Wert unter allen 101 Bündner Gemeinden und 8.81 Rappen über dem kantonalen Zentralwert. Zur günstigsten Gemeinde, Rongellen mit 11.32 Rappen, beträgt der Abstand 28.11 Rappen — ein Faktor von 3.48 und die grösste Spanne der Ostschweiz. Auf 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind das 1’265 Franken Unterschied für dieselbe Strommenge. Zerlegt man diesen Abstand, entfallen rund 71 Prozent auf das Netz und rund 29 Prozent auf die Beschaffung: Der Netzarbeitspreis beträgt hier 18.563 Rappen gegenüber 0.460 im Andeerer Gebiet, also das Vierzigfache. Wer also hört, Rongellen produziere billiger, hat nur den kleineren Teil der Geschichte gehört.

Bei der Rücklieferung folgt das Werk dem quartalsweise publizierten Referenzmarktpreis und setzt keinen eigenen Fixansatz; die gesetzliche Absicherung mit 6.00 Rappen für kleinere Anlagen bleibt daneben bestehen. Wichtiger für Ihre Rechnung ist aber die angekündigte Tarifumstellung: Das Werk verschiebt die Netzkosten vom Arbeitspreis auf Grund- und Leistungspreise. Wer heute mit dem heutigen Arbeitspreis rechnet, rechnet also mit einer Grösse, die das Werk erklärtermassen abbauen will. Gleichzeitig bleibt der Bezugspreis mit Abstand der höchste des Kantons, und Eigenverbrauch samt Speicher ist hier so attraktiv wie nirgends sonst in diesen 25 Gemeinden. Nur sollte die Kalkulation den steigenden Fixkostenanteil berücksichtigen und nicht allein den Arbeitspreis fortschreiben.

Förderung

Wer in Bergün Filisur was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Bergün Filisur Was Sie bekommenKein auffindbares kommunales Förderprogramm. Was die Gemeinde bietet, ist Transparenz: Das Werk publiziert eine ausführliche Begründung seiner Tarife 2026 samt Mengenentwicklung und Umstellung auf Grund- und Leistungspreise. Was das für Sie bedeutetNutzen Sie dieses Dokument für Ihre Kalkulation — es sagt Ihnen, wohin sich der Tarif bewegt, und das ist bei einer Anlage mit zwanzig Jahren Laufzeit wertvoller als ein einmaliger Beitrag. Fördermittel kommen vom Bund und, bei sehr steilen Flächen, vom Kanton.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Landwasserviadukt, Welterbe und sechs Siedlungen

Bergün Filisur entstand am 1. Januar 2018 aus Bergün/Bravuogn und Filisur, unterstützt von einem Kantonsbeitrag von 8.615 Millionen Franken. Zur Gemeinde gehören die Dörfer Filisur auf 1’032 Metern und Bergün/Bravuogn auf 1’367 Metern, die Fraktionen Stugl/Stuls und Latsch sowie die Weiler Preda und Chants auf 1’822 Metern. Auf 190.14 Quadratkilometern leben 901 Menschen, also rund fünf je Quadratkilometer; das Gemeindegebiet reicht bis auf 3’415 Meter. Zur amtlichen Sprachzuordnung liegt keine belastbare Quelle vor — das kantonale Sprachengesetz überlässt die Festlegung den Gemeinden und führt keine Liste. Bekannt ist die Gemeinde vor allem durch die Albulalinie der Rhätischen Bahn mit dem Landwasserviadukt bei Filisur.

Tourismus, Bahn und Landwirtschaft tragen die Gemeinde; die Albulalinie ist seit 2008 als Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina UNESCO-Welterbe und prägt Ortsbild wie Wirtschaft. Das gemeindeeigene Elektrizitätswerk liefert nach eigener Angabe zu hundert Prozent erneuerbaren Strom und weist im Tarifblatt neben dem Netzzuschlag von 2.20 Rappen auch Systemdienstleistungen mit 0.27 Rappen und die Wasserkraftsanierung mit 0.10 Rappen aus. Einen kommunalen Zustupf an private Solaranlagen oder Speicher konnte ich nicht nachweisen. Die sinkende Netzmenge, die den Tarif nach oben treibt, hat übrigens auch mit Photovoltaik zu tun: Eigenverbrauch senkt den Netzbezug, und das ist ein Zusammenhang, den man auf einer Solarseite ehrlich benennen sollte.

Ortschaften und Lagen: Bergün/Bravuogn, Filisur, Latsch, Stugl/Stuls, Preda, Chants. Die Gemeinde zählt 901 Einwohner auf 19'014 Hektaren. Sie gehört zur Region Albula — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7482. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7477 Filisur.

Bewilligung

Was Sie in Bergün Filisur bewilligen lassen müssen

Vier Ortsbilder von nationaler Bedeutung — Bergün/Bravuogn, Filisur, Latsch und Stugl/Stuls — bedeuten, dass jede Siedlung der Gemeinde ausser Preda und Chants in einem Schutzperimeter liegt. Dazu kommt der Welterbe-Perimeter der Albulalinie. Damit ist Bergün Filisur bewilligungsseitig die anspruchsvollste Gemeinde beider Regionen, und die Abklärung gehört vor die Offerte und nicht danach. Wo eine Meldung reicht, gilt der bekannte Ablauf: anzeigen, bevor gebaut wird, und beginnen, sobald 15 Arbeitstage ohne Verfügung verstrichen sind; für Objekte mit besonderer Schutzregelung darf die Gemeinde die Bewilligungspflicht generell vorsehen, was allein aus dem kommunalen Baugesetz hervorgeht. Ein Neubau muss 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche mit einer eigenen Anlage abdecken.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Bergün Filisur, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug1'124 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'523 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug2'248 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'476 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 39.43 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Bergün Filisur.

Bei 39.43 Rappen ist jede Kilowattstunde vom eigenen Dach so viel wert wie nirgends sonst in der Ostschweiz — und das Ortsbild ist der Punkt, an dem die Planung beginnt. Halten Sie in der Anfrage fest, in welcher Siedlung Ihr Haus steht. Mehrere Betriebe aus der Region rechnen Ihnen das durch, kostenlos.

Photovoltaik in der Nachbarschaft von Bergün Filisur

Region Albula · Kanton Graubünden

Schmitten · Surses · Lantsch/Lenz · Albula/Alvra · Vaz/Obervaz