Photovoltaik und Solaranlage in Valsot

Photovoltaik Valsot · Kanton Graubünden

Valsot: 21.75 Rappen und 7.00 für die Einspeisung

Valsot hat mit 21.75 Rappen je Kilowattstunde den zweittiefsten Bezugspreis der Region Engiadina Bassa und Val Müstair. Weit wichtiger ist die Gegenrichtung: Die EE Energia Engiadina zahlt für Photovoltaik bis zur Grenze von 150 Kilowatt volle 7.00 Rappen je Kilowattstunde und verzichtet dabei auf die bundesrechtliche Absenkung ab 30 Kilowatt. Der gesetzliche Boden läge für eine Anlage von 100 Kilowatt mit Eigenverbrauch bei 1.80 Rappen, also bei rund einem Viertel davon.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

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Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

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Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

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Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

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Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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21.75
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Valsot bei EE Energia Engiadina
15
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 2. von 5 im Region Engiadina Bassa/Val Müstair — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
14.8
Rappen Abstand zwischen Bezug und Rücklieferung — gerechnet mit den 7.00 Rappen, die EE Energia Engiadina tatsächlich zahlt, nicht mit dem gesetzlichen Boden von 6.00
2
Ortsbilder von nationaler Bedeutung im Gemeindegebiet: Vnà, Tschlin — dort braucht eine Anlage eine Baubewilligung
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Valsot kostet

Valsot ist eine Fusion von fünf Dörfern mit sehr verschiedenen Ausgangslagen, und das schlägt auf die Kosten durch. Tschlin und Vnà liegen als Terrassendörfer hoch über dem Inn, Strada und Martina am Talgrund an der österreichischen Grenze; Zufahrt, Gerüsthöhe und Horizont unterscheiden sich entsprechend. Für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Ramosch lohnt sich vor allem eine Auslegung auf 30 bis 150 Kilowatt, weil in dieser Klasse der volle Rückliefersatz erhalten bleibt. Lassen Sie die Anlagengrösse deshalb nicht nur nach der Dachfläche, sondern nach dem Vergütungsmodell bestimmen.

Die 21.75 Rappen bestehen aus 7.000 Rappen Energie, 8.984 Rappen Netznutzung, einer Gemeindeabgabe von 0.500 Rappen und 2.300 Rappen, die dem Netzzuschlag des Bundes entsprechen; hinzu treten Messung, Systemdienstleistungen und Stromreserve. Energie und Netznutzung sind im gesamten Versorgungsgebiet der EE Energia Engiadina auf drei Nachkommastellen identisch — was Valsot von Scuol und von Susch und Lavin unterscheidet, ist ausschliesslich die eigene Abgabe. Mit 0.500 Rappen ist sie die tiefste im ganzen EE-Gebiet, wo Scuol 1.500 und Zernez 2.500 Rappen verlangt. Sie zahlen also nicht wegen Ihres Werks weniger als der Nachbar, sondern wegen eines Beschlusses Ihrer eigenen Gemeinde.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Valsot wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202621.75 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei EE Energia Engiadina, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 20.117 Rappen, darin 7.000 für die Energie, 8.984 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 0.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.333 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen20267.00 Rp./kWhWas dahinterstecktBei EE Energia Engiadina gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202614.8 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Valsot im Region Engiadina Bassa/Val Müstair

Bezugspreis 2026 im Region Engiadina Bassa/Val Müstair, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Samnaun EW - Samnaun20.40
Valsot EE Energia Engiadina21.75
Zernez Gemeinde Zernez22.20
Scuol EE Energia Engiadina22.83
Val Müstair Provedimaint electric Val Müstair (PEM)30.62
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Val Müstair Energie 8.800 · Netz 15.89724.7
Valsot Energie 7.000 · Netz 8.98416.0
Scuol Energie 7.000 · Netz 8.98416.0
Zernez Energie 6.600 · Netz 7.91314.5
Samnaun Energie 6.153 · Netz 9.53115.7
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Nach Samnaun mit 20.40 Rappen ist Valsot die günstigste Gemeinde der Region; es folgen Zernez mit 22.20, Scuol mit 22.83 und Val Müstair mit 30.62 Rappen. Gegenüber Bever und Zuoz im Oberengadin, wo Repower 33.18 Rappen verrechnet, sind es rund 11.4 Rappen weniger. Dieser Vorsprung stammt allerdings überwiegend aus dem Netz und nur zu einem kleineren Teil aus der Energie: Von den rund zehn Rappen Abstand entfallen 6.31 auf die Netznutzung und 2.60 auf den Energiepreis. Die verbreitete Erklärung «billige Eigenenergie» trifft die Sache damit nur zum kleineren Teil.

Der Rückliefersatz von 7.00 Rappen je Kilowattstunde bis 150 Kilowatt ist die stärkste Einspeiseregelung dieser Region und entspricht exakt dem Energieverkaufspreis des Werks. Gegenüber 2025 wurde er um 1.70 Rappen gesenkt, gilt aber weiterhin ohne Leistungsabstufung. Für Anlagen im Bereich zwischen 30 und 150 Kilowatt ist das entscheidend, denn die bundesrechtliche Absenkung kommt hier nicht zur Anwendung. Eine separate Vergütung für Herkunftsnachweise nennt das Tarifblatt nicht, weshalb dafür keine Zahl angenommen werden darf.

Förderung

Wer in Valsot was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Valsot Was Sie bekommenEin Förderprogramm der Gemeinde ist für Valsot nicht auffindbar. Belegt und geldwert ist dagegen die tiefste Abgabe im Versorgungsgebiet der EE Energia Engiadina: 0.500 Rappen je Kilowattstunde statt 1.500 in Scuol oder 2.500 in Zernez. Was das für Sie bedeutetIhre Rechnung profitiert auf der Bezugsseite von dieser tiefen Abgabe, verliert dadurch aber einen kleinen Teil des Eigenverbrauchsvorteils. Der grosse Hebel liegt hier ohnehin auf der Einspeiseseite, weil bis 150 Kilowatt der volle Satz erhalten bleibt.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Ramosch, Tschlin, Strada, Martina und Vnà

Valsot entstand am 1. Januar 2013 aus Ramosch und Tschlin und umfasst heute fünf Dörfer mit fünf Postleitzahlen: 7556 Ramosch, 7557 Vnà, 7558 Strada, 7559 Tschlin und 7560 Martina. Auf 158.95 Quadratkilometern leben 801 Menschen; das Val Fenga liegt als Exklave ausserhalb des übrigen Gemeindegebiets. Die Sprache ist Romanisch im Idiom Vallader, und der Kanton stellt seine Solarformulare auch auf Romanisch bereit, allerdings in Rumantsch Grischun statt im hiesigen Idiom. Tschlin und Vnà sind Terrassendörfer hoch über dem Inn, Strada und Martina liegen am Talgrund an der Landesgrenze — die Horizonte innerhalb derselben Gemeinde sind völlig verschieden. Zwei Ortsbilder von nationaler Bedeutung sind verzeichnet: Vnà und Tschlin.

Landwirtschaft prägt die Terrassen von Ramosch und Tschlin, und Ställe wie Ökonomiegebäude bringen die grössten zusammenhängenden Dachflächen der Gemeinde mit. Für solche Betriebe ist der Rückliefersatz von 7.00 Rappen bis 150 Kilowatt der eigentliche Wirtschaftlichkeitsfaktor, weil eine 60- bis 100-Kilowatt-Stallanlage hier nicht auf wenige Rappen abgesenkt wird. Ein Sonderfall betrifft die Talschaft Sampuoir auf Valsoter Gemeindegebiet: Sie ist neben Samnaun das zweite schweizerische Zollausschlussgebiet, und das Mehrwertsteuergesetz nennt die Gemeinde Valsot ausdrücklich. Ob daraus für einzelne Adressen dieselben steuerlichen Folgen entstehen wie in Samnaun, ist nicht geklärt und vor einer Bestellung abzuklären.

Ortschaften und Lagen: Ramosch, Tschlin, Strada, Martina, Vnà. Die Gemeinde zählt 801 Einwohner auf 15'895 Hektaren. Sie gehört zur Region Engiadina Bassa/Val Müstair — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7556. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7557 Vnà, 7558 Strada, 7559 Tschlin, 7560 Martina.

Bewilligung

Was Sie in Valsot bewilligen lassen müssen

In Valsot sind Vnà und Tschlin Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Ramosch, Strada und Martina dagegen nicht — das ist ein praktisch verwertbarer Unterschied innerhalb derselben Gemeinde. Guarda, das häufig hierher gerechnet wird, gehört nicht zu Valsot, sondern zu Scuol. Der Verfahrensweg ist derselbe wie überall im Kanton: vorgängige schriftliche Meldung beim Bauamt, danach eine Wartefrist von 15 Arbeitstagen. Kommt keine Mitteilung, darf mit der Ausführung begonnen werden; die im Formular des Kantons erwähnten fünfzehn Tage sind Arbeitstage und entsprechen gut drei Wochen. Ein Neubau erzeugt in Valsot 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Valsot, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug620 CHFVergütung466 CHFNutzen je Jahr1'086 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'240 CHFVergütung266 CHFNutzen je Jahr1'506 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 21.75 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 7.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Valsot.

Nehmen Sie die Postleitzahl Ihres Dorfes — 7556, 7557, 7558, 7559 oder 7560. Bis zu drei Anbieter aus dem Unterengadin prüfen Dach und Horizont und legen die Anlage so aus, dass der Rückliefersatz bis 150 Kilowatt genutzt wird. Für Sie entstehen dabei keine Auslagen.

Photovoltaik in der Nachbarschaft von Valsot

Region Engiadina B./Val Müstair · Kanton Graubünden

Samnaun · Zernez · Scuol · Val Müstair