Photovoltaik und Solaranlage in Valsot
Valsot: 21.75 Rappen und 7.00 für die Einspeisung
Valsot hat mit 21.75 Rappen je Kilowattstunde den zweittiefsten Bezugspreis der Region Engiadina Bassa und Val Müstair. Weit wichtiger ist die Gegenrichtung: Die EE Energia Engiadina zahlt für Photovoltaik bis zur Grenze von 150 Kilowatt volle 7.00 Rappen je Kilowattstunde und verzichtet dabei auf die bundesrechtliche Absenkung ab 30 Kilowatt. Der gesetzliche Boden läge für eine Anlage von 100 Kilowatt mit Eigenverbrauch bei 1.80 Rappen, also bei rund einem Viertel davon.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Valsot kostet
Valsot ist eine Fusion von fünf Dörfern mit sehr verschiedenen Ausgangslagen, und das schlägt auf die Kosten durch. Tschlin und Vnà liegen als Terrassendörfer hoch über dem Inn, Strada und Martina am Talgrund an der österreichischen Grenze; Zufahrt, Gerüsthöhe und Horizont unterscheiden sich entsprechend. Für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Ramosch lohnt sich vor allem eine Auslegung auf 30 bis 150 Kilowatt, weil in dieser Klasse der volle Rückliefersatz erhalten bleibt. Lassen Sie die Anlagengrösse deshalb nicht nur nach der Dachfläche, sondern nach dem Vergütungsmodell bestimmen.
Die 21.75 Rappen bestehen aus 7.000 Rappen Energie, 8.984 Rappen Netznutzung, einer Gemeindeabgabe von 0.500 Rappen und 2.300 Rappen, die dem Netzzuschlag des Bundes entsprechen; hinzu treten Messung, Systemdienstleistungen und Stromreserve. Energie und Netznutzung sind im gesamten Versorgungsgebiet der EE Energia Engiadina auf drei Nachkommastellen identisch — was Valsot von Scuol und von Susch und Lavin unterscheidet, ist ausschliesslich die eigene Abgabe. Mit 0.500 Rappen ist sie die tiefste im ganzen EE-Gebiet, wo Scuol 1.500 und Zernez 2.500 Rappen verlangt. Sie zahlen also nicht wegen Ihres Werks weniger als der Nachbar, sondern wegen eines Beschlusses Ihrer eigenen Gemeinde.
Was Ihr Solarstrom in Valsot wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202621.75 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei EE Energia Engiadina, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 20.117 Rappen, darin 7.000 für die Energie, 8.984 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 0.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.333 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 20267.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei EE Energia Engiadina gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202614.8 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Valsot im Region Engiadina Bassa/Val Müstair
Bezugspreis 2026 im Region Engiadina Bassa/Val Müstair, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Nach Samnaun mit 20.40 Rappen ist Valsot die günstigste Gemeinde der Region; es folgen Zernez mit 22.20, Scuol mit 22.83 und Val Müstair mit 30.62 Rappen. Gegenüber Bever und Zuoz im Oberengadin, wo Repower 33.18 Rappen verrechnet, sind es rund 11.4 Rappen weniger. Dieser Vorsprung stammt allerdings überwiegend aus dem Netz und nur zu einem kleineren Teil aus der Energie: Von den rund zehn Rappen Abstand entfallen 6.31 auf die Netznutzung und 2.60 auf den Energiepreis. Die verbreitete Erklärung «billige Eigenenergie» trifft die Sache damit nur zum kleineren Teil.
Der Rückliefersatz von 7.00 Rappen je Kilowattstunde bis 150 Kilowatt ist die stärkste Einspeiseregelung dieser Region und entspricht exakt dem Energieverkaufspreis des Werks. Gegenüber 2025 wurde er um 1.70 Rappen gesenkt, gilt aber weiterhin ohne Leistungsabstufung. Für Anlagen im Bereich zwischen 30 und 150 Kilowatt ist das entscheidend, denn die bundesrechtliche Absenkung kommt hier nicht zur Anwendung. Eine separate Vergütung für Herkunftsnachweise nennt das Tarifblatt nicht, weshalb dafür keine Zahl angenommen werden darf.
Wer in Valsot was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Valsot | Was Sie bekommenEin Förderprogramm der Gemeinde ist für Valsot nicht auffindbar. Belegt und geldwert ist dagegen die tiefste Abgabe im Versorgungsgebiet der EE Energia Engiadina: 0.500 Rappen je Kilowattstunde statt 1.500 in Scuol oder 2.500 in Zernez. | Was das für Sie bedeutetIhre Rechnung profitiert auf der Bezugsseite von dieser tiefen Abgabe, verliert dadurch aber einen kleinen Teil des Eigenverbrauchsvorteils. Der grosse Hebel liegt hier ohnehin auf der Einspeiseseite, weil bis 150 Kilowatt der volle Satz erhalten bleibt. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Ramosch, Tschlin, Strada, Martina und Vnà
Valsot entstand am 1. Januar 2013 aus Ramosch und Tschlin und umfasst heute fünf Dörfer mit fünf Postleitzahlen: 7556 Ramosch, 7557 Vnà, 7558 Strada, 7559 Tschlin und 7560 Martina. Auf 158.95 Quadratkilometern leben 801 Menschen; das Val Fenga liegt als Exklave ausserhalb des übrigen Gemeindegebiets. Die Sprache ist Romanisch im Idiom Vallader, und der Kanton stellt seine Solarformulare auch auf Romanisch bereit, allerdings in Rumantsch Grischun statt im hiesigen Idiom. Tschlin und Vnà sind Terrassendörfer hoch über dem Inn, Strada und Martina liegen am Talgrund an der Landesgrenze — die Horizonte innerhalb derselben Gemeinde sind völlig verschieden. Zwei Ortsbilder von nationaler Bedeutung sind verzeichnet: Vnà und Tschlin.
Landwirtschaft prägt die Terrassen von Ramosch und Tschlin, und Ställe wie Ökonomiegebäude bringen die grössten zusammenhängenden Dachflächen der Gemeinde mit. Für solche Betriebe ist der Rückliefersatz von 7.00 Rappen bis 150 Kilowatt der eigentliche Wirtschaftlichkeitsfaktor, weil eine 60- bis 100-Kilowatt-Stallanlage hier nicht auf wenige Rappen abgesenkt wird. Ein Sonderfall betrifft die Talschaft Sampuoir auf Valsoter Gemeindegebiet: Sie ist neben Samnaun das zweite schweizerische Zollausschlussgebiet, und das Mehrwertsteuergesetz nennt die Gemeinde Valsot ausdrücklich. Ob daraus für einzelne Adressen dieselben steuerlichen Folgen entstehen wie in Samnaun, ist nicht geklärt und vor einer Bestellung abzuklären.
Ortschaften und Lagen: Ramosch, Tschlin, Strada, Martina, Vnà. Die Gemeinde zählt 801 Einwohner auf 15'895 Hektaren. Sie gehört zur Region Engiadina Bassa/Val Müstair — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7556. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7557 Vnà, 7558 Strada, 7559 Tschlin, 7560 Martina.
Was Sie in Valsot bewilligen lassen müssen
In Valsot sind Vnà und Tschlin Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Ramosch, Strada und Martina dagegen nicht — das ist ein praktisch verwertbarer Unterschied innerhalb derselben Gemeinde. Guarda, das häufig hierher gerechnet wird, gehört nicht zu Valsot, sondern zu Scuol. Der Verfahrensweg ist derselbe wie überall im Kanton: vorgängige schriftliche Meldung beim Bauamt, danach eine Wartefrist von 15 Arbeitstagen. Kommt keine Mitteilung, darf mit der Ausführung begonnen werden; die im Formular des Kantons erwähnten fünfzehn Tage sind Arbeitstage und entsprechen gut drei Wochen. Ein Neubau erzeugt in Valsot 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Valsot, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug620 CHF | Vergütung466 CHF | Nutzen je Jahr1'086 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'240 CHF | Vergütung266 CHF | Nutzen je Jahr1'506 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 21.75 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 7.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Valsot.
Nehmen Sie die Postleitzahl Ihres Dorfes — 7556, 7557, 7558, 7559 oder 7560. Bis zu drei Anbieter aus dem Unterengadin prüfen Dach und Horizont und legen die Anlage so aus, dass der Rückliefersatz bis 150 Kilowatt genutzt wird. Für Sie entstehen dabei keine Auslagen.
Weitere Gemeinden im Region Engiadina Bassa/Val Müstair
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · EE Energia Engiadina, Netznutzung und Energietarife 2026 · ElCom, Strompreise 2026, Haushaltsprofil H4 · Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Abfrage valsot · Formular d’annunzia e decleraziun persunala, indrizs solars. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.