Photovoltaik und Solaranlage in Fideris

Photovoltaik Fideris · Kanton Graubünden

Fideris: 33.18 Rappen — und ein Dorf am Nordhang

Ein Haushalt in Fideris bezahlt 2026 exakt 33.18 Rappen je Kilowattstunde; darin stecken 1.500 Rappen Konzessionsabgabe, die zum Repower-Tarif hinzukommen. Für eingespeisten Strom nennt das Bundesrecht eine Untergrenze von 6.00 Rappen für Anlagen kleiner als dreissig Kilowatt; den Herkunftsnachweis vergütet das Werk je nach Jahreszeit mit 0.2 oder 0.5 Rappen.

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2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

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5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

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Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

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Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

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Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

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Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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33.18
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Fideris bei Repower AG
85
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 6. von 11 im Region Prättigau/Davos — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
27.2
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
1
Ortsbild von nationaler Bedeutung im Gemeindegebiet: Fideris — dort braucht eine Anlage eine Baubewilligung
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Fideris kostet

Fideris besteht aus drei Siedlungslagen — dem Dorf auf 897 Metern, der Fraktion Strahlegg jenseits des Arieschtobels und Fideris-Au unten in der Talsohle —, und schon diese Aufteilung erklärt, warum eine Pauschalofferte hier wenig taugt. Zufahrt, Gerüsthöhe und Materialtransport unterscheiden sich zwischen den drei Lagen deutlich. Im historischen Dorfkern kommt gestalterischer Aufwand hinzu, weil das Ortsbild im Bundesinventar steht: dachbündige Verlegung, ruhiges Modulraster, dunkle Rahmen. Verlangen Sie eine Position für die Unterkonstruktion und eine für die Elektroarbeiten getrennt, und lassen Sie sich vorher mit sonnendach.ch zeigen, was die konkrete Dachfläche überhaupt hergibt.

Netto sind es 30.697 Rappen. Davon entfallen 9.600 auf die Beschaffung, 15.297 auf die Netznutzung und 2.300 auf den Netzzuschlag des Bundes — bis hierhin identisch mit Klosters, Küblis oder Luzein. Der ganze Unterschied liegt in der vierten Position: 1.500 Rappen fliessen als Abgabe an die Gemeinde, was mit Mehrwertsteuer 1.62 Rappen ergibt und den Endpreis von 31.56 auf 33.18 Rappen hebt. Diese Abgabe ist ein kommunaler Entscheid und mit einem Beschluss der Gemeindeversammlung veränderbar; für Sie als Hausbesitzer hat sie eine angenehme Nebenwirkung, denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist dadurch 1.62 Rappen mehr wert als in den abgabefreien Nachbargemeinden.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Fideris wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202633.18 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Repower AG, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.697 Rappen, darin 9.600 für die Energie, 15.297 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.000 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktBei Repower AG gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt.
PositionHerkunftsnachweis20260.50 Rp./kWhWas dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 6.50 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden.
PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch20261.20–6.00 Rp.Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202627.2 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Fideris im Region Prättigau/Davos

Bezugspreis 2026 im Region Prättigau/Davos, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Davos EWD Elektrizitätswerk Davos AG25.58
Conters im Prättigau Repower AG31.56
Klosters Repower AG31.56
Küblis Repower AG31.56
Luzein Repower AG31.56
Fideris Repower AG33.18
Furna Repower AG33.18
Grüsch Repower AG33.18
Jenaz Repower AG33.18
Schiers Repower AG33.18
Seewis im Prättigau Repower AG33.18
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Conters im Prättigau Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Klosters Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Küblis Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Luzein Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Fideris Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Furna Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Grüsch Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Jenaz Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Schiers Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Seewis im Prättigau Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Davos Energie 8.000 · Netz 10.45818.5
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Genau diesen Wert von 33.18 Rappen tragen zwölf Bündner Gemeinden — es ist der häufigste Tarif des Kantons. 82 Gemeinden liegen darunter, nur sieben darüber; Fideris gehört damit klar ins teure Fünftel. Im Prättigau sind es sechs Gemeinden auf dieser Stufe, während die vier ohne Abgabe 31.56 Rappen zahlen und Davos mit 25.58 Rappen weit darunter bleibt. Der kantonale Zentralwert liegt bei 30.62 Rappen und damit 2.56 Rappen tiefer. Der hohe Tarif ist wirtschaftlich nicht nur schlecht: Er macht den Eigenverbrauch wertvoller als fast überall sonst im Kanton.

Repower vergütet seit Anfang 2026 marktbasiert und stützt sich dabei auf den vierteljährlich gemittelten Referenzmarktpreis; die gesetzlichen Sockelwerte bleiben garantiert. Konkret sind das sechs Rappen bis zur Schwelle von dreissig Kilowatt und 6.2 Rappen für grössere Anlagen, die nichts selbst verbrauchen. Wo Eigenverbrauch besteht und die Leistung darüber liegt, teilt die Energieverordnung 180 durch die Anlagenleistung — bei 100 Kilowatt bleiben so 1.80 Rappen. Herkunftsnachweise gelten im ersten und vierten Quartal 0.5 Rappen, im zweiten und dritten 0.2. Zwischen dem Bezugspreis und der Vergütung von rund 6.5 Rappen klafft damit die grösste Lücke des Prättigaus, und sie beantwortet die Frage nach der Anlagengrösse fast von allein.

Förderung

Wer in Fideris was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Fideris Was Sie bekommenKein bezifferter kommunaler Beitrag für Photovoltaik oder Batteriespeicher auffindbar. Der Kanton fördert nur zwei klar umrissene Fälle, und ein Speicher gehört ausdrücklich nicht dazu. Was das für Sie bedeutetRechnen Sie den Speicher ohne öffentliche Beiträge, also allein über den vermiedenen Bezug — bei 33.18 Rappen ist das immerhin die günstigste Ausgangslage unter den sechs Prättigauer Gemeinden auf dieser Stufe. Für die Anlage selbst ist der einmalige Bundesbeitrag über Pronovo der sichere Teil der Rechnung.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Südliche Talseite heisst Nordhang

Die Gemeinde liegt auf der südlichen Seite des mittleren Prättigaus, umfasst 2’536 Hektaren und zählt rund 634 Einwohner; der höchste Punkt ist der Chistenstein auf 2’473 Metern. Neben dem Dorf auf 897 Metern gehören Strahlegg und Fideris-Au dazu. Wichtig ist eine Unterscheidung, die auf Solarseiten regelmässig durcheinandergerät: Eine Gemeinde auf der südlichen Talseite liegt am Nordhang und ist im Winter deutlich kürzer besonnt als eine Gemeinde auf der Nordseite wie Seewis oder Furna. Für Fideris ist das der wichtigste Standortfaktor überhaupt, und er lässt sich nicht wegplanen, sondern nur durch die Wahl der Dachfläche mildern. Amtssprache ist ausschliesslich Deutsch.

Fideris ist landwirtschaftlich und touristisch geprägt, mit Bäder- und Erholungstradition und Gewerbe im kleinen Massstab. Für Photovoltaik zählen vor allem Ökonomiegebäude, deren grosse Pultflächen sich in einer Hanglage oft günstiger ausrichten lassen als das Wohnhausdach daneben. Ein kommunales Beitragsprogramm ist nicht ausgewiesen. Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, sollte prüfen, ob ein sehr steiles Stalldach oder eine Verbauung die kantonale Winterstromförderung auslöst — im Nordhang ist gerade die steile, nach Süden gerichtete Fläche im Dezember die ertragreichste.

Ortschaften und Lagen: Fideris, Strahlegg, Fideris-Au. Die Gemeinde zählt 634 Einwohner auf 2'536 Hektaren. Sie gehört zur Region Prättigau/Davos — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7235.

Bewilligung

Was Sie in Fideris bewilligen lassen müssen

Der Dorfkern von Fideris ist als Ortsbild von nationaler Bedeutung im Bundesinventar verzeichnet; Strahlegg und Fideris-Au sind davon nicht erfasst, was für die meisten Bauvorhaben in der Gemeinde die entscheidende Entlastung ist. Wer im Kern baut, sollte die Modulanordnung frühzeitig mit der Baubehörde besprechen, denn der Kanton lässt es zu, dass eine Gemeinde für Bauten unter besonderem Schutz generell ein Verfahren verlangt. Ausserhalb genügt die Anzeige, bevor die Monteure kommen; bleibt eine Verfügung während 15 Arbeitstagen aus, darf gebaut werden. In Arbeitstagen gerechnet sind das gut drei Wochen; das Meldeformular nennt als Faustregel bloss fünfzehn Tage. Für Neubauten gilt zusätzlich die Pflicht zur Eigenerzeugung von 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche; das Gesetz sieht für den Verzicht keine Ersatzabgabe vor, jedenfalls nicht in den Fassungen, die wir einsehen konnten.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Fideris, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug946 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'345 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'891 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'119 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 33.18 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Fideris.

Zu 7235 können wir Ihnen zwei bis drei Anbieter aus der näheren Umgebung nennen, die kalkulieren. Geben Sie die Dachausrichtung an; am Nordhang entscheidet sie über deutlich mehr als anderswo. Über die Angebote verfügen Sie danach allein.