Photovoltaik und Solaranlage in Maienfeld
Maienfeld: 29.58 Rappen und die kleinste Abgabe der Region
Die AG Elektrizitätswerk Maienfeld verrechnet 2026 einen Haushaltstarif von 29.58 Rappen je Kilowattstunde — der tiefste Wert der Region Landquart. Was das Werk für zurückgelieferten Strom bezahlt, liess sich nicht auslesen; verbindlich bleibt damit einzig, was das Bundesrecht kleinen Anlagen zusichert, nämlich 6.00 Rappen. Zwischen Bezug und dieser Zusicherung liegen 23.58 Rappen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Maienfeld kostet
Maienfeld besteht aus dem Städtchen und den Aussenlagen Bovel, Rofels und St. Luzisteig, und der Unterschied zwischen ihnen bestimmt den Preis. Im Städtchen sind die Gassen eng, die Gerüststellung ist aufwendig und häufig wird eine Indachlösung verlangt; auf den Kellerei- und Lagerbauten der Winzereien liegt dagegen eine grosse, gut zugängliche Fläche. Achten Sie darauf, dass Gerüst, Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter und Elektroinstallation als eigene Zeilen erscheinen, damit Sie sehen, was die Lage kostet. Bei Rebbaubetrieben lohnt zusätzlich die Frage nach dem Verbrauchsprofil der Kelterung, weil die Lastspitze im Herbst liegt.
Der Preis ist anders aufgebaut als bei den Repower-Gemeinden nebenan: 13.950 Rappen entfallen auf die Beschaffung, aber nur 9.263 Rappen auf das Netz, dazu kommen 0.250 Rappen für die Gemeinde, der Netzzuschlag und die Messung. Der Netzanteil liegt damit rund sechs Rappen tiefer als im Repower-Gebiet, die Energie dagegen gut vier Rappen höher — unter dem Strich bleibt Maienfeld die günstigste Gemeinde der Region. Die Konzessionsabgabe von 0.250 Rappen gehört zu den tiefsten der 23 Gemeinden. Mit Ihrer Anlage ersetzen Sie den vollen Arbeitspreis, also den Energie- und den Netzarbeitspreisanteil zusammen.
Was Ihr Solarstrom in Maienfeld wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202629.58 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei AG Elektrizitätswerk Maienfeld, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 27.363 Rappen, darin 13.950 für die Energie, 9.263 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 0.250 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.600 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt AG Elektrizitätswerk Maienfeld auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202623.6 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Maienfeld im Region Landquart
Bezugspreis 2026 im Region Landquart, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Unter den acht Gemeinden der Region Landquart bezieht Maienfeld am günstigsten; danach folgen Untervaz und Jenins, während die vier Repower-Gemeinden und Trimmis zwischen 33.08 und 33.40 Rappen liegen. Der Abstand zur teuersten Gemeinde der Region beträgt 3.82 Rappen oder rund 172 Franken im Jahr bei 4’500 Kilowattstunden. Zum Bündner Medianpreis von 30.62 Rappen fehlt gut ein Rappen nach oben. Die kantonalen Extremwerte von 11.32 und 39.43 Rappen sind weit entfernt — die Herrschaft liegt im Mittelfeld.
Das Werk publiziert ein Preisblatt zur Einspeisevergütung 2026, dessen Inhalt sich nicht abrufen liess; auf dieser Seite steht deshalb keine Rappenzahl für Maienfeld. Erkundigen Sie sich vor der Bestellung beim Werk nach dem Ansatz und lassen Sie sich zugleich sagen, ob Herkunftsnachweise getrennt vergütet werden und ob eine Leistungsstaffel besteht. Gesichert ist nur der gesetzliche Rahmen: eine Untergrenze von 6.00 Rappen für kleinere Anlagen und darüber die Kürzung bei Eigenverbrauch. Solange der Ansatz unbekannt ist, kalkulieren Sie mit diesem Sockel und behandeln alles Darüberliegende als Zugabe.
Wer in Maienfeld was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Maienfeld | Was Sie bekommenEin kommunales Förderprogramm war nicht auffindbar; die Gemeindeseite liess sich nicht abrufen. Maienfeld erhebt mit 0.250 Rappen eine der tiefsten Konzessionsabgaben der 23 Gemeinden; ganz darauf verzichten Medel und Safiental. | Was das für Sie bedeutetErkundigen Sie sich bei der Gemeinde, bevor Sie das kantonale Gesuch einreichen — ein allfälliger kommunaler Beitrag setzt in der Regel voraus, dass noch nicht gebaut wurde. Kantonale 300 Franken je Kilowatt-Peak gibt es allein für Winterstromanlagen mit einer Neigung von 60 bis 90 Grad. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Grösste Weinbaugemeinde des Kantons
Maienfeld liegt am Nordende des Bündner Rheintals, hat 3’272 Einwohner auf 32.33 Quadratkilometern und besteht aus dem Städtchen sowie den Lagen Bovel, Rofels und dem Passübergang St. Luzisteig auf 713 Metern. Die Postleitzahl 7304 gilt für das gesamte Gemeindegebiet. Gesprochen wird Deutsch; bei der letzten dazu ausgewiesenen Volkszählung gaben 92 Prozent Deutsch als Hauptsprache an. Das Ortsbild ist das einer kleinen Stadt mit Resten der Stadtmauer, zwei Schlössern und dichten Gassen, umgeben von Rebhängen. Für Photovoltaik heisst das: kleinteilige Dächer im Kern, grosse Betriebsbauten am Rand.
Mit 108.9 Hektaren Rebfläche ist Maienfeld die grösste Weinbaugemeinde Graubündens; Hauptsorte ist der Blauburgunder, an zweiter Stelle folgt der Riesling-Silvaner. Winzereien und Kellereien bringen flache bis flachgeneigte Dächer mit, und sie stehen meist ausserhalb des geschützten Städtchens. Der Ort ist zudem als Schauplatz einer bekannten Romanfigur touristisch stark frequentiert, was für die Dachfläche wenig, für den Verkehr viel bedeutet. Viele Bewohner pendeln zur Arbeit — ohne Speicher senkt die Tagesabwesenheit die Eigenverbrauchsquote deutlich.
Ortschaften und Lagen: Maienfeld, Bovel, Rofels, St. Luzisteig. Die Gemeinde zählt 3'272 Einwohner auf 3'233 Hektaren. Sie gehört zur Region Landquart — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7304.
Was Sie in Maienfeld bewilligen lassen müssen
Maienfeld führt ein Ortsbild von nationaler Bedeutung als Kleinstadt, dazu kommt die gemeindeübergreifende alte Zollstation auf der St. Luzisteig, die es sich mit Fläsch teilt. Der Perimeter erfasst neben Altstadt und Vorstadt auch Quartiere und die umgebenden Reb- und Wieshänge; ausserhalb davon, in Bovel, Rofels und den Gewerbezonen, ist der Weg deutlich einfacher. Ihre angepasste Dachanlage zeigen Sie schriftlich vor Baubeginn bei der Baubehörde an; erst wenn 15 Arbeitstage ohne Verfügung verstrichen sind, darf gebaut werden. Auf dem kantonalen Formular steht die Merkregel von 15 Tagen, die zu kurz greift — planen Sie drei Wochen ein. Ein Neubau ist mit eigener Leistung von zehn Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche auszustatten.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Maienfeld, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug843 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'242 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'686 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'914 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 29.58 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Maienfeld.
Der günstigste Bezugspreis der Region trifft auf eine unbekannte Einspeisevergütung. Klären Sie beide Zahlen, bevor Sie unterschreiben, und vergleichen Sie zwei bis drei Angebote.
Weitere Gemeinden im Region Landquart
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026 · Bundesamt für Kultur, ISOS und Ortsbildschutz · Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (BR 801.110). Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.