Eigenverbrauch und Einspeisung

 
Ratgeber · Geld und Rechnung

Eigenverbrauch oder Einspeisung

Solarstrom hat zwei Preise, und sie liegen weit auseinander. Wer das verstanden hat, plant seine Anlage anders — und liest Offerten mit anderen Augen.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Der Kanton zahlt 1’000 Franken ab 10 Kilowattstunden — 2026 nur noch auf Warteliste.

Schritt 6 von 9

Über 35 Quadratmeter gilt eine Meldefrist von 20 Tagen vor Baubeginn.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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Zwei Preise für dasselbe Produkt

Eine Kilowattstunde vom eigenen Dach ist immer dieselbe Kilowattstunde. Was sie Ihnen bringt, entscheidet sich erst daran, wohin sie fliesst.

Fliesst sie ins Haus, ersetzt sie Strom, den Sie sonst kaufen müssten. Ihr Gewinn ist der volle Bezugspreis — Energie, Netznutzung und Abgaben zusammen. In der Ostschweiz bewegt sich dieser Preis je nach Werk zwischen rund elf und rund fünfundvierzig Rappen.

Fliesst sie ins Netz, zahlt Ihnen der Netzbetreiber die Rücklieferergütung. Seit dem 1. Januar 2026 gilt dafür eine gesetzliche Untergrenze von 6.00 Rappen bei Anlagen unter 30 Kilowatt. Darüber liegt der vierteljährlich ermittelte Referenz-Marktpreis — im ersten Quartal 2026 waren es 10.27 Rappen, im zweiten 3.90. Im zweiten Quartal hat also der gesetzliche Boden gegriffen.

Die Differenz ist das Geschäft

Wohin die Kilowattstunde fliesstWas sie bringt
Ins eigene HausDer volle Bezugspreis Ihres Werks. Je teurer Ihr Strom, desto mehr.
Ins NetzMindestens 6.00 Rappen. Mehr nur, wenn der Marktpreis höher liegt oder Ihr Werk freiwillig draufzahlt.
HerkunftsnachweisWird separat vergütet, aber nur mit Rücklieferungsvertrag. Einzelne Ostschweizer Werke zahlen dafür ein bis zweieinhalb Rappen.

Die Differenz zwischen diesen beiden Zeilen ist der eigentliche Ertrag Ihrer Anlage. Sie fällt von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich aus — und genau deshalb rechnet sich dieselbe Anlage nicht überall gleich schnell.

Wie Sie den Eigenverbrauch erhöhen

Ohne Zutun landen in einem gewöhnlichen Haushalt nur wenige Prozent des Solarstroms im eigenen Verbrauch, weil die Sonne mittags scheint und die Familie abends heimkommt. Drei Hebel ändern das, in dieser Reihenfolge:

01Verbrauch verschieben

Waschmaschine, Geschirrspüler und Boiler mit Zeitschaltung auf die Mittagsstunden legen. Kostet nichts.

02Grössere Verbraucher koppeln

Eine Wärmepumpe, die in der Mittagsspitze vorheizt, und ein Elektroauto, das tagsüber zu Hause lädt, heben den Eigenverbrauch stärker als jede andere Massnahme.

03Erst dann der Speicher

Er verschiebt den Mittagsstrom in den Abend. Sinnvoll dort, wo der Bezugspreis hoch ist — und erst, wenn die beiden ersten Hebel ausgeschöpft sind.

Was daraus für die Anlagengrösse folgt

Eine Anlage, die deutlich mehr liefert, als Sie selbst brauchen können, verkauft den Überschuss zum Mindesttarif. Das ist nicht falsch — aber der Zusatznutzen jedes weiteren Moduls sinkt. Wer eine Wärmepumpe hat oder plant, darf grösser bauen. Wer nur den Haushalt versorgt, sollte die Fläche an den Verbrauch koppeln statt ans Dach.

Die einzige Regel, die überall gilt: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung, und zwar deutlich.

Photovoltaik in Ihrem Kanton

Förderung, Bewilligungsverfahren und Strompreise sind kantonal geregelt. Auf der Kantonsseite stehen die Zahlen für Ihre Gegend und die Gemeinden im Überblick.

Bis zu 3 Offerten für Ihr Dach

Sie beschreiben Ihr Vorhaben in zwei Minuten, wir leiten die Anfrage an Photovoltaikunternehmen aus Ihrer Region weiter. Kostenlos und unverbindlich, Kontakt nur zu Ihrer Anfrage.