Photovoltaik und Solaranlage in Fläsch
Fläsch nimmt Gestaltung ernst — und bezieht für 33.18 Rappen
Fläsch bezieht 2026 zum Repower-Tarif; die Kilowattstunde kostet 33.18 Rappen. Für zurückgelieferte Energie sichert das Bundesrecht kleineren Anlagen 6.00 Rappen zu, ergänzt um eine eigene Vergütung der Herkunftsnachweise. Der Abstand von 27.18 Rappen macht den Eigenverbrauch hier ungewöhnlich wertvoll.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Fläsch kostet
Von 1’994 Hektaren Gemeindefläche sind nur 40 Hektaren Siedlung — die Dachflächenreserve ist klein und liegt fast vollständig im geschützten Dorfkern. Rechnen Sie deshalb im Zentrum mit einer Indachlösung oder mit einer sorgfältig eingepassten Aufdachvariante, beides teurer als eine Standardmontage auf der grünen Wiese. Auf den Betriebsgebäuden der Weinbaubetriebe ist der Spielraum grösser, dort fällt der Preis je Kilowatt-Peak deutlich tiefer aus. Lassen Sie sich zwei Varianten offerieren und den Aufpreis für die Einpassung ausdrücklich beziffern.
Repower verrechnet 9.600 Rappen für die Beschaffung und 15.297 Rappen für den Netztransport, dazu 1.500 Rappen Gemeindeabgabe sowie Netzzuschlag und Messtarif, was vor Mehrwertsteuer 30.697 Rappen ergibt. Die 1.500 Rappen sind der einzige Posten, den Fläsch selbst bestimmt; deshalb liegt die Gemeinde exakt gleich wie Malans, Zizers, Falera in der Surselva, sechs Prättigauer Gemeinden sowie Bever und Zuoz im Oberengadin. Dieselbe Abgabenstufe in vier Regionen ergibt denselben Betrag auf der Rechnung — der Ort spielt dabei keine Rolle. Was Sie senken können, ist allein die bezogene Menge.
Was Ihr Solarstrom in Fläsch wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202633.18 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Repower AG, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.697 Rappen, darin 9.600 für die Energie, 15.297 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.000 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei Repower AG gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionHerkunftsnachweis | 20260.50 Rp./kWh | Was dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 6.50 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden. |
| PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch | 20261.20–6.00 Rp. | Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202627.2 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Fläsch im Region Landquart
Bezugspreis 2026 im Region Landquart, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Fläsch gehört mit 33.18 Rappen zum teureren Teil der Region Landquart; günstiger sind Maienfeld, Untervaz, Jenins und Landquart, teurer nur Trimmis. Über dem Bündner Medianwert von 30.62 Rappen steht die Gemeinde mit gut zweieinhalb Rappen. Kantonal liegen die Eckwerte bei 11.32 Rappen im Schams und 39.43 Rappen im Albulatal. Am aufschlussreichsten ist der Vergleich mit dem Nachbarn Maienfeld: 3.60 Rappen Unterschied bei zwei Gemeinden, die sich eine Passhöhe teilen — der Grund liegt beim Werk und bei der Abgabe, nicht bei der Geografie.
Die Vergütung von Repower entspricht dem gesetzlichen Minimum: 6.0 Rappen bei Anlagen bis zu 30 Kilowatt, 6.2 Rappen bei grösseren ohne Eigenverbrauch, und mit Eigenverbrauch eine gekürzte Abgeltung der ersten 30 Kilowatt. Da die meisten Dächer in Fläsch klein sind, greift diese Kürzung selten. Die Herkunftsnachweise werden getrennt abgerechnet, mit einem Wintersatz von 0.5 und einem Sommersatz von 0.2 Rappen. Massgeblich bleibt der vierteljährlich vom Bund berechnete Referenzmarktpreis, sofern er über der Garantie liegt.
Wer in Fläsch was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Fläsch | Was Sie bekommenKein kommunaler Beitrag auffindbar. Fläsch erhebt 1.500 Rappen Konzessionsabgabe und entscheidet über die Einpassung Ihrer Anlage im Ortsbildperimeter. | Was das für Sie bedeutetPlanen Sie Zeit für die Gestaltungsfrage ein und holen Sie eine Vorabmeinung der Gemeinde, bevor Sie Module bestellen. Die Beiträge selbst kommen von Bund und Kanton. Für den Winterstrombeitrag von 300 Franken je Kilowatt-Peak müssen die Module 60 bis 90 Grad steil montiert sein. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Weindorf mit Wakkerpreis am Fläscherberg
Fläsch liegt im Churer Rheintal auf der rechten Talseite am Fuss des Fläscherbergs, an der nördlichsten Spitze des Kantons; auf 19.94 Quadratkilometern leben 882 Menschen unter der Postleitzahl 7306. Über die Passhöhe St. Luzisteig auf 713 Metern führt die Verbindung nach Maienfeld. Amtssprache ist Deutsch. Die Flächenbilanz erklärt die Siedlungsstruktur: 874 Hektaren Wald und Gehölz, 705 Hektaren landwirtschaftliches Nutzgebiet mit den Reben, 376 Hektaren unproduktive Fläche und eben nur 40 Hektaren Siedlung. Entsprechend kompakt und historisch ist der Dorfkern.
Fläsch erhielt 2010 den Wakkerpreis für seine Ortsplanung, den Erhalt regionaltypischer Freiflächen im Zentrum und die Förderung zeitgenössischer Architektur. Das ist die wichtigste Information für jede Planung im Ort: Die Gemeinde hat eine ausgeprägte baukulturelle Praxis, und ein Standardmodul auf dem Kerndach wird hier nicht einfach durchgewunken. Haupterwerbszweig ist der Weinbau — rund 16 Betriebe bewirtschaften etwa 48 Hektaren Rebfläche, zu 80 Prozent mit Blauburgunder bepflanzt. Einen kommunalen Investitionsbeitrag an Solaranlagen konnte ich nicht nachweisen.
Ortschaften und Lagen: Fläsch. Die Gemeinde zählt 882 Einwohner auf 1'994 Hektaren. Sie gehört zur Region Landquart — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7306.
Was Sie in Fläsch bewilligen lassen müssen
Das Bundesinventar verzeichnet für Fläsch ein Ortsbild von nationaler Bedeutung als Dorf sowie die alte Zollstation auf der St. Luzisteig, die sich die Gemeinde mit Maienfeld teilt. Weil die Siedlungsfläche klein ist, liegt der grösste Teil der Dächer innerhalb oder am Rand dieses Perimeters — das Gespräch mit der Gemeinde gehört deshalb an den Anfang. Eine angepasste Dachanlage kündigen Sie schriftlich an, bevor Sie ausführen; bleibt eine Verfügung 15 Arbeitstage lang aus, dürfen Sie beginnen, wobei diese Frist gut drei Wochen dauert und nicht die 15 Tage der kantonalen Merkregel. Bei Gebäuden mit besonderen Schutzregelungen kann eine Gemeinde generelle Bewilligungspflicht anordnen; ob Fläsch das getan hat, ist nicht belegt. Wer hier neu baut, braucht zehn Watt Eigenerzeugung je Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Fläsch, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug946 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'345 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'891 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr2'119 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 33.18 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Fläsch.
Ein Ort, der über Baukultur spricht, und ein Bezugspreis im oberen Bereich: In Fläsch entscheidet die Ausführung über den Erfolg. Vergleichen Sie zwei bis drei Angebote inklusive Einpassung.
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- Maienfeld
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- Kanton Graubünden
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Repower AG, Tarifblätter Standard 2026 · Bundesamt für Kultur, ISOS und Ortsbildschutz · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.