Photovoltaik und Solaranlage in Grüsch

Photovoltaik Grüsch · Kanton Graubünden

Grüsch: 33.18 Rappen und die grössten Dächer im Tal

Der Bezugspreis beträgt in Grüsch 2026 genau 33.18 Rappen je Kilowattstunde; 1.500 Rappen davon sind Abgabe an die Gemeinde. Wer Strom zurückliefert, erhält aus einer Anlage unter dreissig Kilowatt mindestens 6.00 Rappen nach Bundesrecht, zuzüglich einer kleinen Vergütung für den ökologischen Mehrwert.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

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Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

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Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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33.18
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Grüsch bei Repower AG
88
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 8. von 11 im Region Prättigau/Davos — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
27.2
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
0
Ortsbilder von nationaler Bedeutung — ausserhalb der kommunalen Schutzzonen ist eine Dachanlage hier baubewilligungsfrei
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Grüsch kostet

Grüsch ist die Industriegemeinde des Prättigaus, und das verschiebt die ganze Kostenfrage: Auf einer Flachdachhalle kostet das installierte Kilowatt deutlich weniger als auf einem Einfamilienhaus, weil Aufständerung, Verkabelung und Montage in der Fläche skalieren. Umgekehrt braucht ein Flachdach eine Prüfung der zulässigen Zusatzlast und in dieser Lage eine sorgfältige Ballastierung gegen Wind und Schnee. Bei Wohnhäusern in Grüsch, Fanas und Valzeina gilt das Übliche: Dachzustand vor der Belegung prüfen, Gerüst und Elektroarbeiten separat ausweisen lassen. Wer beides besitzt, Halle und Wohnhaus, sollte die Anlagen zusammen ausschreiben statt getrennt.

Von den 30.697 Rappen netto entfallen 15.297 auf die Netznutzung, 9.600 auf die Beschaffung, 2.300 auf den Netzzuschlag des Bundes und 1.500 auf die kommunale Abgabe. Diese Abgabe unterscheidet Grüsch von Klosters, das zwölf Kilometer entfernt bei derselben Repower, im selben Netz und mit demselben Beschaffungspreis 31.56 Rappen bezahlt. Für einen Industriebetrieb mit hohem Jahresverbrauch summiert sich der Unterschied von 1.62 Rappen schnell auf einen vierstelligen Betrag, und genau darum ist Eigenverbrauch für Gewerbebauten hier besonders lohnend. Beachten Sie, dass die ausgewiesenen Komponenten nicht auf den Endpreis addieren: Die Differenz ist der auf den Jahresverbrauch umgelegte fixe Grund- und Messpreis, der von einer Solaranlage unberührt bleibt.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Grüsch wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202633.18 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Repower AG, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.697 Rappen, darin 9.600 für die Energie, 15.297 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.000 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktBei Repower AG gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt.
PositionHerkunftsnachweis20260.50 Rp./kWhWas dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 6.50 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden.
PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch20261.20–6.00 Rp.Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202627.2 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Grüsch im Region Prättigau/Davos

Bezugspreis 2026 im Region Prättigau/Davos, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Davos EWD Elektrizitätswerk Davos AG25.58
Conters im Prättigau Repower AG31.56
Klosters Repower AG31.56
Küblis Repower AG31.56
Luzein Repower AG31.56
Fideris Repower AG33.18
Furna Repower AG33.18
Grüsch Repower AG33.18
Jenaz Repower AG33.18
Schiers Repower AG33.18
Seewis im Prättigau Repower AG33.18
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Conters im Prättigau Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Klosters Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Küblis Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Luzein Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Fideris Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Furna Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Grüsch Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Jenaz Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Schiers Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Seewis im Prättigau Energie 9.600 · Netz 15.29724.9
Davos Energie 8.000 · Netz 10.45818.5
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Der Wert von 33.18 Rappen trägt zwölf Bündner Gemeinden, wobei 82 günstiger und nur sieben teurer sind. In der Region Prättigau/Davos stehen sechs Gemeinden auf dieser Stufe; Davos bleibt mit 25.58 Rappen und die vier abgabefreien Repower-Gemeinden bleiben mit 31.56 Rappen darunter. Der mittlere Bündner Tarif von 30.62 Rappen liegt 2.56 Rappen tiefer. Bis zum kantonalen Höchstwert von 39.43 Rappen in Bergün Filisur sind es 6.25 Rappen — dort ist der Grund ein Mengenproblem im Netz und keine teure Beschaffung.

Repower zahlt für zurückgelieferten Strom den quartalsweise gemittelten Referenzmarktpreis und garantiert darunter die bundesrechtlichen Minima. Für Anlagen bis dreissig Kilowatt sind das sechs Rappen; oberhalb der Schwelle ohne Eigenverbrauch 6.2 Rappen, mit Eigenverbrauch 180 geteilt durch die Anlagenleistung in Kilowatt-Peak. Diese Absenkung ist Bundesrecht und trifft in Grüsch besonders die grossen Industrieanlagen: Bei 150 Kilowatt bleibt vom garantierten Sockel nur noch 1.20 Rappen. Genau deshalb ist die richtige Frage bei einer Gewerbeanlage nicht «wie viel Fläche passt aufs Dach», sondern «wie viel davon verbrauche ich im eigenen Betrieb» — Herkunftsnachweise mit 0.2 bis 0.5 Rappen ändern daran nichts Wesentliches.

Förderung

Wer in Grüsch was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Grüsch Was Sie bekommenEin bezifferter kommunaler Beitrag ist für Grüsch nicht auffindbar. Die Gemeinde stellt aber das kantonale Meldeformular für Solaranlagen direkt zum Download bereit, was das Verfahren vereinfacht. Was das für Sie bedeutetFür eine grosse Hallenanlage ist das zweite kantonale Programm interessant: 150 Franken je Kilowatt-Peak, gerechnet auf jene Leistung, die über 30 Watt-Peak pro Quadratmeter Energiebezugsfläche hinausgeht, höchstens 50’000 Franken. Es lässt sich mit dem Bundesbeitrag kombinieren, solange die öffentlichen Mittel zusammen die Hälfte der Projektkosten nicht übersteigen.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Industrie auf dem Schwemmkegel

Grüsch liegt auf 629 Metern im Vorderprättigau, als Haufendorf auf einem Schwemmkegel, und umfasst seit der Fusion von 2011 auch Fanas am nordöstlichen Berghang und Valzeina in einem südlichen Seitental. Auf 4’330 Hektaren leben rund 2’183 Menschen; der höchste Punkt ist der Giraspitz auf 2’393 Metern. Amtssprache ist Deutsch. Die drei Siedlungslagen sind für Photovoltaik nicht vergleichbar: Der Talboden hat mehr Nebeltage, Fanas als Hanglage mehr Wintersonne, und für Valzeina im Seitental ist die kürzere Besonnung gesondert zu prüfen. Neben Wohnhäusern prägen Industriehallen und Gewerbebauten das Bild, was in dieser Grösse im Tal einmalig ist.

Mit der Trumpf-Gruppe, die seit 1980 hier produziert und rund 600 Mitarbeitende beschäftigt, sowie Innozet und Gritec hat Grüsch das stärkste industrielle Rückgrat des Prättigaus. Für Photovoltaik sind das die dankbarsten Objekte überhaupt: grosse, flache, wenig gegliederte Dächer, deren Lastprofil sich mit der Solarproduktion weitgehend deckt. Die Gemeinde publiziert das kantonale Meldeformular für Solaranlagen selbst auf ihrer Website, was den Weg zur Anzeige merklich verkürzt. Ein eigenes Beitragsprogramm der Gemeinde ist dagegen nicht ausgewiesen.

Ortschaften und Lagen: Grüsch, Fanas, Valzeina. Die Gemeinde zählt 2'183 Einwohner auf 4'330 Hektaren. Sie gehört zur Region Prättigau/Davos — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7214. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7213 Valzeina, 7215 Fanas.

Bewilligung

Was Sie in Grüsch bewilligen lassen müssen

Für Grüsch, Fanas und Valzeina weist das Bundesinventar kein Ortsbild von nationaler Bedeutung aus; gestalterisch massgebend ist damit das kommunale Baurecht zusammen mit den Kriterien des Bundes. Ein Detail ist für eine Industriegemeinde besonders relevant: Der Kanton erlaubt es Gemeinden, in wenig empfindlichen Gebieten — etwa in der Gewerbe- und Industriezone — auch nicht angepasste Anlagen ganz von der Bewilligungspflicht zu befreien. Ob Grüsch diese Möglichkeit genutzt hat, ist nicht belegt; fragen Sie vor der Planung einer aufgeständerten Hallenanlage direkt nach. Im Normalfall gilt: Meldung an die Gemeinde, bevor gebaut wird, danach eine Einwendungsfrist von 15 Arbeitstagen — läuft sie ab, darf montiert werden. Für Neubauten schreibt der Kanton eine Eigenerzeugung von 10 Watt pro Quadratmeter Energiebezugsfläche vor.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Grüsch, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug946 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'345 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'891 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'119 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 33.18 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Grüsch.

In 7214, 7213 und 7215 stellen wir den Kontakt zu maximal drei Fachbetrieben her, die Ihnen rechnen. Sagen Sie, ob es um ein Wohnhaus oder um eine Gewerbehalle geht — die beiden Kalkulationen haben wenig gemeinsam. Was Sie mit den Offerten tun, entscheiden Sie.