Photovoltaik und Solaranlage in Sufers

Photovoltaik Sufers · Kanton Graubünden

Sufers am Stausee: 13.51 Rappen auf 1’430 Metern

Der gemeindeeigene Stromverkauf von Sufers verrechnet 2026 einen Haushaltstarif von 13.51 Rappen je Kilowattstunde. Auf der Einspeiseseite steht ein bundesrechtlich vorgeschriebener Sockelbetrag von 6.00 Rappen exklusive Mehrwertsteuer, solange die Anlage unter der 30-Kilowatt-Marke bleibt; ein Tarifdokument des Werks mit einem eigenen Wert war nicht auffindbar. In einem Dorf mit 151 Einwohnern auf 1’430 Metern entscheidet damit weniger der Tarif als die Auslegung darüber, ob sich eine Anlage lohnt.

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

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Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

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Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

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Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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13.51
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Sufers bei Gemeinde Sufers, Stromverkauf
5
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 5. von 19 im Region Viamala — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
7.5
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
0
Ortsbilder von nationaler Bedeutung — ausserhalb der kommunalen Schutzzonen ist eine Dachanlage hier baubewilligungsfrei
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Sufers kostet

Auf 1’430 Metern verschieben sich zwei Positionen der Offerte spürbar: Schneelast und Aufständerung. Die Unterkonstruktion muss nach Norm ausgelegt werden und nicht nach Flachlandgewohnheit, und die Neigung sollte so gewählt sein, dass der Schnee abgleitet und die tiefstehende Wintersonne genutzt wird. Das kostet mehr Material, bringt aber im Winterhalbjahr mehr Ertrag — klare Luft und die Reflexion vom Schnee wirken in dieselbe Richtung. Wer die Neigung ohnehin steil wählt, sollte prüfen, ob die 60-Grad-Schwelle des kantonalen Winterstromprogramms erreichbar ist: Ab dort zahlt der Kanton 300 Franken je Kilowattpeak, höchstens 200’000 Franken, sofern die Globalstrahlung am Standort über 1’250 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr liegt. Der Blick in die kantonale Globalstrahlungskarte gehört deshalb an den Anfang der Planung und nicht ans Ende.

Die Rechnung ohne Steuer lautet auf 12.497 Rappen. Grundtarif und Messung kosten 66 Franken jährlich, umgelegt 1.467 Rappen; für die Beschaffung sind 4.300 Rappen fällig, für den Netztransport 0.730, für den Bund 2.300 und für die Gemeindekasse 3.70. Der Netzteil ist auch hier auffällig klein; er beträgt weniger als ein Zehntel des Bündner Durchschnitts. Belegt ist der Grund nur für die Energie: Sufers ist Konzessionsgemeinde der Kraftwerke Hinterrhein und hält 4.52 Prozent im Verteilschlüssel; eine der drei konzessionierten Stufen heisst Innerferrera–Sufers–Andeer und trägt damit den Namen des Dorfes. Für den Netzpreis existiert keine vergleichbare öffentliche Erklärung, und wer eine behauptet, geht über die Quellen hinaus.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Sufers wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202613.51 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Gemeinde Sufers, Stromverkauf, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 12.497 Rappen, darin 4.300 für die Energie, 0.730 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 3.700 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.467 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Gemeinde Sufers, Stromverkauf auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh20267.5 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Sufers im Region Viamala

Bezugspreis 2026 im Region Viamala, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Muntogna da Schons Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.86
Zillis-Reischen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen12.40
Sils im Domleschg Gemeinde Sils im Domleschg, Elektrizitätswerk13.33
Sufers Gemeinde Sufers, Stromverkauf13.51
Andeer Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen14.56
Ferrera Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen14.56
Avers Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen15.10
Thusis Gemeinde Thusis, Energieversorgung17.54
Rheinwald Gemeinde Rheinwald, Elektrizitätsversorgung20.14
Cazis Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Domleschg Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Flerden Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Fürstenau Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Masein Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Rothenbrunnen Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Tschappina Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Urmein Elektrizitätswerk der Stadt Zürich26.28
Scharans Gemeinde Scharans, Elektrizitätswerk32.08
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Scharans Energie 15.000 · Netz 10.76325.8
Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Cazis Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Domleschg Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Flerden Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Fürstenau Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Masein Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Rothenbrunnen Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Tschappina Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Urmein Energie 7.884 · Netz 10.73518.6
Thusis Energie 6.000 · Netz 0.4606.5
Rheinwald Energie 5.200 · Netz 8.06313.3
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Muntogna da Schons Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Zillis-Reischen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Andeer Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Ferrera Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Avers Energie 4.576 · Netz 0.4605.0
Sufers Energie 4.300 · Netz 0.7305.0
Sils im Domleschg Energie 3.700 · Netz 0.7304.4

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Unter den 25 Gemeinden der beiden Regionen steht Sufers auf Rang fünf, mit 17.11 Rappen Abstand zum kantonalen Median. Zur Nachbargemeinde Rheinwald, die im selben Hochtal liegt und ebenfalls zur Korporation gehört, beträgt der Unterschied 6.63 Rappen — obwohl beide Gemeinden bei der Beschaffung nahe beieinander liegen. Der Unterschied entsteht fast vollständig im Netz: 0.730 Rappen in Sufers gegen 8.063 Rappen in Rheinwald. Das ist der klarste Beleg dafür, dass die Konzessionsenergie den Energieteil erklärt und nicht den Netzteil. Und es zeigt, dass benachbarte Bündner Gemeinden mit ähnlicher Geschichte sehr unterschiedliche Tarife haben können.

Für Sufers liess sich kein Rücklieferansatz 2026 belegen, deshalb steht hier keine Rappenzahl. Der bundesrechtliche Mindestbetrag steht fest: 6.00 Rappen bei einer Leistung von weniger als 30 Kilowatt; darüber sinkt er, sobald die Anlage Eigenverbrauch aufweist. Zwei Dinge lohnen die Nachfrage beim Werk: der aktuelle Ansatz und die Frage, ob der Herkunftsnachweis separat gekauft wird. Für den Sennereibetrieb im Dorf mit ganzjährigem Kühlbedarf ist die Rechnung ohnehin eine andere als für ein Wohnhaus — dort liegt der Eigenverbrauchsanteil hoch, und dann zählt der Bezugspreis von 13.51 Rappen als eingesparter Betrag.

Förderung

Wer in Sufers was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Sufers Was Sie bekommenDie Gemeinde führt kein eigenes Solarprogramm. Ihr Beitrag zur Energiewirtschaft liegt woanders: Sufers ist Konzessionsgemeinde einer der drei Kraftwerkstufen im Tal und hält einen Anteil von 4.52 Prozent an der vergünstigten Energie der Korporation. Was das für Sie bedeutetAuf der kommunalen Zeile Ihrer Kalkulation steht null. Der kantonale Beitrag ist erreichbar, wenn Sie die Module sehr steil stellen — was auf 1’430 Metern ohnehin die technisch sinnvolle Variante sein kann.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Walserdorf zwischen Sufnersee und Surettatal

Sufers liegt auf 1’430 Metern im Rheinwald, zwischen dem Sufnersee und den beiden Seitentälern Steilertal und Surettatal; über dem Gemeindegebiet steht das Surettahorn mit 3’026 Metern. Auf 34.62 Quadratkilometern leben 151 Menschen. Das Dorf geht auf eine Walsersiedlung um 1300 zurück, rund 92 Prozent der Bevölkerung sind deutschsprachig, und der rätoromanische Ortsname lautet Sur. Die Bebauung ist kompakt, die Bauten sind traditionell und robust ausgeführt, wie es auf dieser Höhe üblich ist. Ein Ortsbild von nationaler Bedeutung führt Sufers nicht — die Abfrage des Bundesinventars bleibt ohne Treffer, was die Planung erleichtert.

Die Landwirtschaft blieb nach den Meliorationen der 1960er-Jahre, die im Zusammenhang mit dem Stauseebau standen, wirtschaftlich bedeutend; im Dorf bestehen ein Hotel, eine Sennereigenossenschaft und ein Dorfladen. Touristische Anker sind der Sufnersee, das Wanderwegnetz und das Festungsmuseum Crestawald aus dem Zweiten Weltkrieg. Für Photovoltaik heisst das: Die realistischen Eigenverbrauchsobjekte sind Ställe und die Sennerei mit ihrem ganzjährigen Kühlbedarf, nicht Ferienwohnungen mit sechs Belegungswochen. Ein kommunales Förderprogramm besteht nicht, und der ewz-Perimeter reicht nur bis Medels und Nufenen in der Nachbargemeinde.

Ortschaften und Lagen: Sufers. Die Gemeinde zählt 151 Einwohner auf 3'462 Hektaren. Sie gehört zur Region Viamala — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7434.

Bewilligung

Was Sie in Sufers bewilligen lassen müssen

Ohne geschütztes Ortsbild ist der Weg in Sufers kurz: Anzeige beim Bauamt vor Ausführungsbeginn, danach eine Wartefrist von 15 Arbeitstagen, und wer keine Antwort erhält, darf bauen. Auf dem kantonalen Formular steht eine knappere Faustregel, massgebend bleibt aber die Verordnung — kalkulieren Sie mindestens drei Wochen. Weil ein grosser Teil des Gemeindegebiets ausserhalb der Bauzone liegt, ist bei Ställen und Alpgebäuden zusätzlich das kantonale Amt für Raumentwicklung im Spiel, und eine Fassadenfläche bleibt dort nur bis 2.0 Quadratmeter anzeigefrei statt bis 6.0. Auch eine bewilligungsfreie Anlage bleibt im Übrigen an das materielle Recht gebunden und ersetzt keine anderen erforderlichen Bewilligungen. Bei einem Neubau schreibt der Kanton pro Quadratmeter Energiebezugsfläche 10 Watt Eigenerzeugung vor, ohne dazu eine Ersatzabgabe vorzusehen.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Sufers, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug385 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr784 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug770 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr998 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 13.51 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

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Für ein Dach in Sufers zählt die Auslegung mehr als der Preis pro Modul: Schneelast, Neigung und die Frage, ob der kantonale Winterstrombeitrag erreichbar ist. Lassen Sie sich das von mehreren Betrieben mit Zahlen belegen, nicht mit Erfahrungswerten aus dem Flachland. Der Vergleich ist für Sie kostenlos.