Photovoltaik und Solaranlage in Tujetsch
Sedrun: 28.41 Rappen im Tal, 19.3 Megawatt am Berg
energia alpina stellt einem Haushalt in Tujetsch 2026 28.41 Rappen je Kilowattstunde in Rechnung. Für den Überschuss vergütet das Werk höchstens 6.2 Rappen, abgestuft nach Grösse und Eigenverbrauch; kleine Anlagen sind durch das Bundesrecht bei 6.00 Rappen abgesichert. Der Abstand zwischen Bezug und Absicherung beträgt 22.41 Rappen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Tujetsch kostet
Sedrun liegt auf rund 1’400 Metern, die Fraktionen reichen von Camischolas und Rueras bis Dieni, Selva und Tschamut auf über 1’600 Meter hinauf. Je höher das Dach, desto grösser die Schneelast und desto wichtiger die Unterkonstruktion — das ist der Posten, an dem in Hochlagen am häufigsten falsch gespart wird. Lassen Sie sich Befestigung, Schneefangsystem und Wechselrichter getrennt ausweisen und fragen Sie nach der angesetzten Schneelastzone. Bei Ferienwohnungen kommt eine zweite Frage dazu: Ohne Verbrauch im Haus wandert fast der ganze Ertrag ins Netz, und dort gilt der Ansatz des Werks, nicht Ihr Bezugspreis.
Der Bezugspreis besteht aus 10.113 Rappen für die Energie und 11.263 Rappen für das Netz, dazu einem Rappen Gemeindeabgabe, dem Netzzuschlag von 2.300 Rappen und dem Messtarif; ohne Mehrwertsteuer ergibt das 26.277 Rappen. Die Energie rechnet energia alpina saisonal ab, mit 11.50 Rappen im Winter- und 8.50 Rappen im Sommerhalbjahr, was den ausgewiesenen Jahresmittelwert erklärt. Auffallend ist der tiefe Netzanteil: Er liegt gut vier Rappen unter dem der benachbarten Repower-Gemeinden und ist der eigentliche Grund, weshalb Tujetsch günstiger bezieht als Disentis. Beim Eigenverbrauch ersetzt Ihre Anlage den vollen Wert von 28.41 Rappen, bei der Einspeisung höchstens 6.2.
Was Ihr Solarstrom in Tujetsch wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202628.41 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei energia alpina, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 26.277 Rappen, darin 10.113 für die Energie, 11.263 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.601 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei energia alpina gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch | 20261.20–6.00 Rp. | Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202622.4 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Tujetsch im Region Surselva
Bezugspreis 2026 im Region Surselva, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
In der Region Surselva belegt Tujetsch den dritten Platz hinter Vals und Safiental und bleibt gut zwei Rappen unter dem kantonalen Medianwert von 30.62 Rappen. Die zehn Repower-Gemeinden im mittleren und unteren Tal zahlen 32.64 Rappen, also 4.23 mehr; das ergibt bei 4’500 Kilowattstunden rund 190 Franken im Jahr. Bis zum tiefsten Bündner Wert von 11.32 Rappen bleibt ein Abstand von 17.09 Rappen, bis zum höchsten von 39.43 Rappen einer von 11.02. Tujetsch sitzt damit im unteren Mittelfeld eines Kantons mit ungewöhnlich weiter Preisspanne.
Bei der Rücklieferung geht energia alpina nicht über das Bundesrecht hinaus. Der Höchstansatz beträgt 6.2 Rappen; er variiert nach Anlagengrösse und danach, ob Sie selbst verbrauchen, und stützt sich auf den vierteljährlich berechneten Referenzmarktpreis. Liegt dieser Marktwert über der garantierten Untergrenze, wird der höhere Betrag ausbezahlt. Eine gesonderte Vergütung für Herkunftsnachweise weist das Preisblatt nicht aus — für Sie heisst das: Die Anlage sollte auf den eigenen Verbrauch ausgelegt werden und nicht auf die maximale Dachbelegung.
Wer in Tujetsch was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Tujetsch | Was Sie bekommenKein eigenes Beitragsprogramm der Gemeinde auffindbar. Was Tujetsch bietet, ist ein sichtbares alpines Referenzprojekt und ein vergleichsweise tiefer Netzanteil im Bezugspreis. | Was das für Sie bedeutetFür Ihre Anlage bleiben die Einmalvergütung des Bundes sowie die zwei kantonalen Programme die einzigen Beitragsquellen. Beide kantonalen Gesuche müssen vor Baubeginn eingereicht sein. Für die 300 Franken je Kilowatt-Peak aus dem Winterstromprogramm muss die Anlage zwischen 60 und 90 Grad geneigt sein; ein gewohntes Schrägdach fällt durch. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Hochtal am Oberalp mit eigener Grossanlage
Tujetsch reicht vom Talboden bei Sedrun bis zum Oberalppass und umfasst elf Fraktionen, darunter Camischolas, Rueras, Zarcuns, Bugnei, Surrein, Dieni, Selva und Tschamut. Auf 133.91 Quadratkilometern leben 1’247 Menschen; die Postleitzahlen 7187 und 7189 gehören zu Camischolas und Rueras. Gesprochen wird Romanisch — im Alltag das lokale Tuatschin, als Schriftsprache das Idiom Sursilvan. Die Bausubstanz ist zweigeteilt: gewachsene Dorfkerne mit kleinteiligen Dächern auf der einen, Hotel- und Zweitwohnungsbauten der Tourismusjahrzehnte auf der anderen Seite. Die grossen zusammenhängenden Flächen liegen bei der zweiten Gruppe.
Auf Gemeindegebiet entsteht im Gebiet Scharinas und Cuolm Val eine der grössten alpinen Photovoltaikanlagen der Schweiz: 19.3 Megawatt-Peak auf 33 Hektaren zwischen 1’950 und 2’100 Metern, mit einem von der Projektträgerin angegebenen Winteranteil von 47 Prozent. Spatenstich war im August 2024, die erste Einspeisung erfolgte im Oktober 2025. Daneben prägen die Stauseen Lai da Nalps und Lai da Curnera samt Wasserzinsen sowie die SkiArena Andermatt-Sedrun die Gemeindefinanzen und den Verbrauch. Ein kommunales Förderprogramm für Dachanlagen ist nicht publiziert.
Ortschaften und Lagen: Sedrun, Rueras, Camischolas, Tschamut, Selva, Dieni. Die Gemeinde zählt 1'247 Einwohner auf 13'391 Hektaren. Sie gehört zur Region Surselva — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7188. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7187 Camischolas, 7189 Rueras.
Was Sie in Tujetsch bewilligen lassen müssen
Im Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung ist Tujetsch nicht vertreten; die Gestaltungsvorgaben ergeben sich aus dem kommunalen Baurecht. Angepasste Dachanlagen sind vor der Ausführung schriftlich zu melden, und ohne Antwort innert 15 Arbeitstagen darf gestartet werden. Das kantonale Meldeformular spricht von 15 Tagen — realistisch sind drei Wochen. Es liegt auch auf Romanisch vor, was in Tujetsch praktisch ist. Neubauten haben nach kantonalem Recht je Quadratmeter Energiebezugsfläche zehn Watt eigene Erzeugung zu leisten.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Tujetsch, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug810 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'209 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'619 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'847 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 28.41 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Tujetsch.
Was am Berg im Grossen funktioniert, rechnet sich auf dem Dach nur mit Eigenverbrauch. Holen Sie zwei bis drei Offerten ein und lassen Sie sich die Verbrauchsannahme jeder Offerte zeigen.
Weitere Gemeinden im Region Surselva
- Vals
- Safiental
- Medel (Lucmagn)
- Breil/Brigels
- Disentis/Mustér
- Ilanz/Glion
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- Obersaxen Mundaun
- Sagogn
- Schluein
- Sumvitg
- Trun
- Falera
- Der Region Surselva im Überblick
- Kanton Graubünden
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · energia alpina, Preisblatt NE7 2026 · Sedrun Solar, Über das Projekt · Meldeformular und Selbstdeklaration Solaranlagen (rumantsch) · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.