Photovoltaik im Region Imboden
Region Imboden: 27.12 bis 27.71 Rappen — 0.59 Rappen Spanne
Sieben Gemeinden, zwei Werke und ein Preisunterschied von 0.59 Rappen: In der Region Imboden kostet die Kilowattstunde 2026 zwischen 27.12 Rappen in Flims und Trin und 27.71 Rappen in den fünf übrigen Gemeinden. Nirgends sonst in Graubünden liegen die Tarife derart nahe beieinander, während der Kanton als Ganzes zwischen 11.32 und 39.43 Rappen streut. Bei der Rücklieferung greift unter dreissig Kilowatt der eidgenössische Mindestansatz von 6.00 Rappen.
Haushaltstarif H4 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer.
Was eine Solaranlage in der Region Imboden kostet
Die Region verteilt sich auf zwei sehr verschiedene Landschaften, und das prägt die Offerte stärker als jede Tarifzeile. Auf der Rheinebene zwischen Felsberg, Domat/Ems, Rhäzüns und Bonaduz sind Zufahrt, Kranstellplatz und Schneelast unproblematisch, und der Preis je Kilowatt Leistung sinkt vor allem mit der Anlagengrösse. Auf der Terrasse über der Ruinaulta — Flims, Trin, teils Tamins — kommen Höhenlage, Baumbestand und längere Wege dazu. Lassen Sie sich Module, Montagesystem, Wechselrichter, Elektroarbeiten, Gerüst und Werksanmeldung gesondert beziffern und die Ertragsfrage vorab über sonnendach.ch klären.
Die beiden Werke unterscheiden sich in der Gewichtung, nicht in der Grössenordnung. rhiienergie verrechnet 12.700 Rappen für die Energie und 9.203 für das Netz, die Flims Trin Energie AG 10.500 Rappen Energie und 9.888 Rappen Netz. In beiden Gebieten überwiegt bei den Gemeindeabgaben die Zurückhaltung: 0.500 Rappen im rhiienergie-Gebiet, 0.800 Rappen in Flims und Trin — im kantonalen Vergleich mit Thusis bei 6.00 Rappen sind das Randwerte. Weil der Bezug hier günstig ist, ersetzt eine selbst verbrauchte Kilowattstunde weniger Geld als in der Kantonshauptstadt; das schmälert den Nutzen einer Verbrauchsoptimierung und noch mehr den eines Speichers, für den es ohnehin keinen kantonalen Beitrag gibt.
Was die Gemeinden beim Strompreis trennt
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| Gemeinde | Bezug 2026 | Energie | Netz | Rücklieferung | Werk |
|---|---|---|---|---|---|
| GemeindeFlims | Bezug27.12 Rp. | Energie10.500 | Netz9.888 | Rücklieferung— | WerkFlims Trin Energie AG |
| GemeindeTrin | Bezug27.12 Rp. | Energie10.500 | Netz9.888 | Rücklieferung— | WerkFlims Trin Energie AG |
| GemeindeBonaduz | Bezug27.71 Rp. | Energie12.700 | Netz9.203 | Rücklieferung6.00 | WerkRhiienergie AG (rhiienergie) |
| GemeindeDomat/Ems | Bezug27.71 Rp. | Energie12.700 | Netz9.203 | Rücklieferung6.00 | WerkRhiienergie AG (rhiienergie) |
| GemeindeFelsberg | Bezug27.71 Rp. | Energie12.700 | Netz9.203 | Rücklieferung6.00 | WerkRhiienergie AG (rhiienergie) |
| GemeindeRhäzüns | Bezug27.71 Rp. | Energie12.700 | Netz9.203 | Rücklieferung6.00 | WerkRhiienergie AG (rhiienergie) |
| GemeindeTamins | Bezug27.71 Rp. | Energie12.700 | Netz9.203 | Rücklieferung6.00 | WerkRhiienergie AG (rhiienergie) |
Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer. Ein Strich bei der Rücklieferung heisst, dass das Werk seinen Ansatz nicht öffentlich publiziert — das trifft auf 2 der 7 Gemeinden zu; dort gilt belegbar nur der gesetzliche Boden von 6.00 Rappen. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt.
Netz oder Beschaffung — woher der Preis kommt
Bezugspreis 2026, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung, ein grosser Netzanteil dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
An der Spitze der Region stehen mit 27.12 Rappen die beiden Gemeinden der Flims Trin Energie, danach folgen Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Rhäzüns und Tamins mit 27.71 Rappen — das ist der gesamte Unterschied, rund 27 Franken im Jahr bei 4’500 Kilowattstunden. Damit ist Imboden die preislich geschlossenste der elf Bündner Regionen; zum Vergleich umfasst Viamala 20.76 und Maloja 13.50 Rappen. Nach aussen wird der Abstand sofort spürbar: Chur, die direkte Nachbarin von Felsberg, verlangt 32.34 Rappen. Für Sie folgt daraus, dass der Wohnort innerhalb dieser Region keine Rolle spielt und die Entscheidung an Dachfläche, Ausrichtung und Eigenverbrauch hängt.
Für die fünf von rhiienergie versorgten Gemeinden ist die Lage klar dokumentiert: 6.00 Rappen diesseits der Dreissig-Kilowatt-Grenze, 6.20 Rappen jenseits davon für Anlagen ohne eigene Nutzung, und mit Eigenverbrauch fällt der Wert nach der Bundesformel von 5.80 auf 1.20 Rappen; hinzu kommen 1.00 Rappen für den Herkunftsnachweis bis zur Grenze und 0.50 Rappen darüber. Über 150 Kilowatt kommt der Referenz-Marktpreis zur Auszahlung, den das Bundesamt für Energie vierteljährlich publiziert. Für Flims und Trin ist dagegen kein Ansatz publiziert — vier Fundstellen wurden geprüft, keine nennt eine Zahl. Deshalb steht für diese beiden Gemeinden hier keine Rappenzahl, sondern der gesetzliche Rahmen und die Empfehlung, den geltenden Wert schriftlich beim Werk einzuholen.
Wer in der Region Imboden was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneDie Gemeinden | Was Sie bekommenIn keiner der sieben Gemeinden einen belegbaren Frankenbeitrag für Photovoltaik oder Batterien. Fünf Gemeinden profitieren immerhin vom Geräteprogramm ihres Netzbetreibers, das mit 50 bis 100 Franken je Gerät arbeitet. | Was das für Sie bedeutetKalkulieren Sie die eidgenössische Einmalvergütung ein und, wo Neigung und Globalstrahlung passen, eines der zwei Bündner Programme. In Felsberg und in der Bonaduzer Ebene lohnt der Blick auf die Globalstrahlungskarte besonders, weil die Schwelle von 1’250 Kilowattstunden je Quadratmeter dort zum Grenzfall werden kann. |
Rheinebene, Ruinaulta und sieben Gemeinden
Die Region Imboden umfasst Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Flims, Rhäzüns, Tamins und Trin auf rund 204 Quadratkilometern mit etwa 21’800 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zusammen mit zehn weiteren Einheiten zählt sie seit Anfang 2016 zu jenen Rechtsträgern, die Artikel 71 der Kantonsverfassung als Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts bezeichnet; an die Stelle der früheren fünfunddreissig Kreise trat sie, ohne deren Rechtsnachfolgerin zu sein. Sie führt eine Präsidentenkonferenz, eine Geschäftsstelle, die Berufsbeistandschaft, das Betreibungs- und Konkursamt sowie das Zivilstandsamt — mit Baubewilligungen und Energiebeiträgen hat sie dagegen nichts zu tun, dafür stehen die Baubehörde am Ort und die kantonale Energiefachstelle ein. Landschaftlich prägt der Flimser Bergsturz die ganze Region: Er schuf die Bonaduzer Ebene, die zwölf Tumas von Domat/Ems und die Rheinschlucht Ruinaulta. Historisch gehört das Gebiet zum romanischen Sprachraum, was die Ortsnamen bis heute tragen; eine Zuweisung zu einer Sprachgemeinschaft nimmt der Kanton indes nicht vor.
Domat/Ems mit der Ems-Chemie und Bonaduz mit den beiden Hamilton-Betrieben stellen die grössten Dachflächen und zugleich die gleichmässigste Grundlast — Reinräume und Chemieproduktion laufen das ganze Jahr, was für den Eigenverbrauch einer Grossanlage ideal ist. Flims und Laax stehen für den Tourismus, Tamins mit Reichenau für den Verkehrsknoten aus Rhätischer Bahn und Autobahnanschluss. Das Label Energiestadt tragen vier der sieben Gemeinden — Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg und Rhäzüns —, während Flims, Tamins und Trin es nicht führen. Beiträge einer Gemeinde an Photovoltaik sind für keine der sieben belegt; nachgewiesen ist einzig die Geräteförderung von rhiienergie, die seit Juli 2026 in fünf Gemeinden sparsame Haushaltgeräte unterstützt und Solaranlagen ausdrücklich ausnimmt.
Was Sie in der Region Imboden bewilligen lassen müssen
Von den sieben Gemeinden führt allein Tamins Ortsbilder von nationaler Bedeutung, dafür gleich zwei: das Dorf selbst und Reichenau. Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Flims, Rhäzüns und Trin haben keines — in Bonaduz erklärt das der Dorfbrand von 1908, nach dem der Ort neu aufgebaut wurde. Zwei Fragen bleiben offen und gehören vor jede Bestellung: ob Domat/Ems in seinen Industriezonen von der Öffnungsklausel Gebrauch gemacht hat, die dort auch nicht angepasste Anlagen bewilligungsfrei stellt, und ob Tamins bei geschützten Bauten eine generelle Bewilligungspflicht angeordnet hat. Beides ist nicht belegt. Sonst ist der Regelfall überall derselbe: vorgängige Meldung an die Bauverwaltung, fünfzehn Arbeitstage Einwendungsfrist und Baubeginn, wenn nichts kommt — veranschlagen Sie drei Wochen. Neubauten sind mit zehn Watt Eigenstromleistung je Quadratmeter Energiebezugsfläche auszurüsten.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Domat/Ems, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug790 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'189 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'579 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'807 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 27.71 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Domat/Ems.
Sieben Gemeinden innerhalb von 0.59 Rappen: In Imboden entscheidet nicht der Tarif über Ihre Anlage, sondern das Dach und der Eigenverbrauch. Sagen Sie kurz, wo Sie bauen und wie viel Fläche zur Verfügung steht — Vorschläge aus der Umgebung folgen.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Region Imboden, Dienststellen · rhiienergie, Rückliefervergütung gültig ab 01.01.2026 · ElCom, Tarifdaten 2026 der Schweizer Verteilnetzbetreiber · Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden, BR 801.110. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.