Photovoltaik und Solaranlage in Urmein
Urmein und Oberurmein: 26.28 Rappen, zwei Verbrauchsprofile
Urmein bezieht seinen Strom über das Verteilnetz des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich; 26.28 Rappen kostet 2026 die Kilowattstunde im Haushaltstarif. Der gesetzliche Mindestbetrag für abgegebenen Strom beträgt 6.00 Rappen exklusive Mehrwertsteuer; einen aktuellen eigenen Ansatz nennt das Werk für sein Bündner Gebiet nicht. Ob sich eine Anlage rechnet, hängt hier deshalb stark davon ab, wie oft das Haus bewohnt ist.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Urmein kostet
Urmein besteht aus zwei Siedlungsteilen mit unterschiedlichem Charakter: dem Dorf auf 1’264 Metern und Oberurmein zwischen 1’527 und 1’609 Metern. Für die Montage bedeutet die höhere Lage steilere Zufahrten, eine stärkere Auslegung gegen Schneelast und eine sorgfältigere Wahl der Neigung. Das Dachpotenzial der Gemeinde beziffert der Bund auf 4.87 Gigawattstunden im Jahr, mit Fassaden bei 7.08, der Fassadenanteil bei 45 Prozent. Auf 4.32 Quadratkilometern mit 163 Einwohnern gibt es keine Grossobjekte, dafür viele kleine Dächer. Lassen Sie sich die Positionen einzeln beziffern, denn bei kleinen Anlagen entscheidet der Fixkostenblock aus Gerüst, Anfahrt und Anmeldung über den Preis je Kilowattpeak.
In den 26.28 Rappen stecken 1.972 Rappen Mehrwertsteuer. Vom Rest gehen 10.735 Rappen an das Netz, 7.884 an den Einkauf, 2.300 an den Bund und 1.55 an die Gemeinde, dazu eine Jahresgebühr von 82.80 Franken. Wichtiger als diese Aufteilung ist in Urmein die Frage, wer den Strom verbraucht. Im Dorf leben ganzjährig Haushalte, in Oberurmein konzentrieren sich die Ferienwohnungen — und ein Haus, das wenige Wochen im Jahr bewohnt wird, verbraucht kaum etwas von dem, was das eigene Dach im Sommer liefert. Für solche Objekte zählt nicht der Bezugspreis von 26.28 Rappen, sondern der Einspeiseansatz, und genau der ist hier nicht publiziert.
Was Ihr Solarstrom in Urmein wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202626.28 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 24.308 Rappen, darin 7.884 für die Energie, 10.735 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.550 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.839 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Elektrizitätswerk der Stadt Zürich auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202620.3 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Urmein im Region Viamala
Bezugspreis 2026 im Region Viamala, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Urmein liegt wie sieben Nachbargemeinden bei 26.28 Rappen und damit 4.34 Rappen unter dem Bündner Zentralwert. Zum tiefsten Tarif des Kantons sind es 14.96 Rappen Abstand, zum höchsten 13.15. Innerhalb des Heinzenbergs zahlen Flerden, Masein, Tschappina und Urmein denselben Betrag, obwohl sie auf Höhen zwischen 865 und 1’500 Metern liegen. Der Tarif differenziert also nicht nach Lage — die Standortqualität tut es sehr wohl. Wer wissen will, was ein bestimmtes Dach in Oberurmein gegenüber einem im Dorf bringt, findet die Antwort auf sonnendach.ch und nicht in der Tariftabelle.
Weil das Werk für Graubünden keinen aktuellen Rücklieferansatz publiziert, steht hier keine Rappenzahl; das vorliegende Blatt datiert vom 1. Juli 2015 und kündigt seine Ablösung an. Massgebend bleibt die eidgenössische Untergrenze von 6.00 Rappen, die ab einer Leistung von 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch nach dem Leistungsverhältnis gekürzt wird. Für eine ganzjährig bewohnte Adresse im Dorf ist das nebensächlich, weil der grösste Teil der Erzeugung im Haus bleibt. Für eine Ferienwohnung in Oberurmein ist es die entscheidende Grösse — dort wandert fast alles ins Netz. Die ehrliche Empfehlung lautet deshalb: Klären Sie den Ansatz beim Werk, bevor Sie eine Anlage auf ein Objekt mit tiefem Eigenverbrauch setzen.
Wer in Urmein was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Urmein | Was Sie bekommenUrmein steht im Bündner Perimeter des ewz-Förderprogramms und öffnet damit den Weg zu Beiträgen an Solaranlagen sowie, seit August 2026, an Speicher. | Was das für Sie bedeutetFür eine Ferienwohnung mit tiefem Eigenverbrauch ist ein geförderter Speicher trotzdem selten die Lösung — er hilft nur, wenn jemand da ist, der den Strom abends braucht. Lassen Sie die Beiträge adressgenau bestätigen, weil die Bündner Ansätze nicht ausgewiesen sind. Beim Kanton gilt: 300 Franken je Kilowattpeak, aber erst ab 60 Grad Modulneigung — für ein normales Dach in Oberurmein bleibt es bei der Einmalvergütung des Bundes. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Dorf unten, Ferienwohnungen oben
Urmein liegt auf 1’264 Metern am Heinzenberg und umfasst 4.32 Quadratkilometer mit 163 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zur Gemeinde gehören der Hauptort und Oberurmein, das zwischen 1’527 und 1’609 Metern liegt. Amtssprache ist Deutsch. Im Inventar des Bundes erscheint kein geschütztes Ortsbild, was die Planung im ganzen Gemeindegebiet erleichtert. Charakteristisch ist die Zweiteilung: Im Hauptort hat sich der Dorfcharakter erhalten, während sich in Oberurmein die Ferienwohnungen konzentrieren — zwei Siedlungsbilder mit zwei ganz verschiedenen Verbrauchsprofilen.
Landwirtschaft und Tourismus tragen die Gemeinde; grössere Gewerbebetriebe gibt es nicht. Urmein erscheint auf der Bündner Ortschaftenliste des ewz-Förderprogramms, das Solaranlagen abdeckt und per 1. August 2026 um ortsfeste Speicher erweitert wurde. Einen kommunalen Topf gibt es daneben nicht. Für die Energieplanung ist die Zweiteilung der Gemeinde die wichtigste Grösse: Ganzjährig bewohnte Häuser tragen Eigenverbrauch, Ferienwohnungen tragen ihn nicht, und das gehört in jede Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Ortschaften und Lagen: Urmein, Oberurmein. Die Gemeinde zählt 163 Einwohner auf 432 Hektaren. Sie gehört zur Region Viamala — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7427.
Was Sie in Urmein bewilligen lassen müssen
Ohne geschütztes Ortsbild verläuft der Weg zur Anlage in Urmein unkompliziert. Die genügend angepasste Dachanlage zeigt man dem Bauamt vor Baubeginn schriftlich an; ordnet es nicht binnen 15 Arbeitstagen eine Bewilligungspflicht an, kann losgelegt werden. Das kantonale Formular arbeitet mit einer knapperen Faustregel, doch entscheidend sind Arbeitstage — kalkulieren Sie mit drei Wochen. Angepasst heisst laut Formular: möglichst wenig Reflexion nach heutigem technischem Stand, eng zusammengefasste Module, höchstens 20 Zentimeter über dem Dach. Für einen Neubau gilt: zehn Watt Eigenerzeugung auf jeden Quadratmeter Energiebezugsfläche; eine Ersatzabgabe kennen die einsehbaren Erlassfassungen nicht.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Urmein, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug749 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'148 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'498 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'726 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 26.28 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Urmein.
Sagen Sie beim Vergleich, ob Ihr Objekt ganzjährig bewohnt ist oder nur in den Ferien — davon hängt ab, welche Anlagengrösse zu Ihnen passt. Mehrere Betriebe aus der Region rechnen Ihnen beide Fälle durch. Der Vergleich ist gratis und unverbindlich.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreise 2026, Tarifdaten für die Gemeinde Urmein · BFE, Solarpotenzial der Gemeinde Urmein, Gemeindeblatt BFS 3670 · ewz, Förderbeiträge und Bündner Ortschaftenliste · Kanton Graubünden, Meldeformular und Selbstdeklaration für Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.