Photovoltaik in Tschiertschen und Praden
Tschiertschen und Praden: seit 2025 Churer Fraktion
Für die Netzgebiete Tschiertschen und Praden weist die ElCom 2026 denselben Haushaltstarif aus wie für Chur, nämlich 32.34 Rappen je Kilowattstunde bei IBC Energie Wasser Chur. Zurückgeliefert wird zum bundesrechtlichen Minimum von 6.0 Rappen unter 30 Kilowattpeak, dazu ein Rappen für den Herkunftsnachweis. Politisch gehören beide Dörfer seit dem 1. Januar 2025 zur Stadt Chur.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Tschiertschen-Praden kostet
Auf 1’350 Metern ist die Schneelast die auslegende Grösse, und das verteuert Unterkonstruktion und Montage gegenüber einer Anlage im Rheintalboden spürbar. Dazu kommt die Anfahrt: Tschiertschen liegt rund sieben Kilometer südöstlich von Chur auf der südlichen Talseite des Schanfiggs, Praden nochmals abseits. Lassen Sie sich Transport, Gerüst, Befestigungssystem und Elektroarbeiten getrennt ausweisen, sonst fehlt jede Vergleichsbasis. Was Ihre Fläche hergibt, zeigt das Bundesportal sonnendach.ch — belastbare Werte für diese Höhenlage gibt es nur parzellenscharf.
Die Zusammensetzung ist identisch mit der Churer: 11.900 Rappen Energie, 12.597 Rappen Netznutzung, 2.000 Rappen Konzessionsabgabe und der Netzzuschlag des Bundes ergeben 32.34 Rappen. Das ist kein Zufall, sondern die Folge des Zusammenschlusses — die Zahlen stimmen auf drei Nachkommastellen mit der Stadt überein. Die ElCom führt die Zeile unter der früheren Nummer 3932 weiter, weil sie ein Tarif- und Netzgebiet abbildet und nicht eine Gemeinde. Für Ihre Rechnung heisst das: Sie zahlen Churer Preise, und jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist entsprechend viel wert.
Was Ihr Solarstrom in Tschiertschen-Praden wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202632.34 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei IBC Energie Wasser Chur (IBC), inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 29.917 Rappen, darin 11.900 für die Energie, 12.597 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 2.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.120 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei IBC Energie Wasser Chur (IBC) gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionHerkunftsnachweis | 20261.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 7.00 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden. |
| PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch | 20261.20–6.00 Rp. | Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202626.3 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Tschiertschen-Praden im Region Plessur
Bezugspreis 2026 im Region Plessur, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Innerhalb der Region Plessur bildet dieser Wert zusammen mit Chur das obere Ende; Churwalden liegt bei 31.25 und Arosa bei 27.60 Rappen. Der Abstand zum Aroser Tarif beträgt 4.74 Rappen oder rund 213 Franken im Jahr bei 4’500 Kilowattstunden — und das, obwohl Arosa im selben Seitental weiter hinten liegt. Über den ganzen Kanton gerechnet ist 32.34 hoch, aber nicht extrem: Am unteren Ende stehen 11.32 Rappen, am oberen 39.43. Wichtiger als der Rang ist für Sie die Erkenntnis, dass hier seit 2025 das Churer Recht und der Churer Tarif gelten.
IBC hält sich exakt an das gesetzliche Minimum: 6.0 Rappen bis 30 Kilowattpeak, darüber eine anteilige Absenkung nach dem Leistungsanteil über dieser Schwelle, ab 150 Kilowattpeak keine Minimalvergütung mehr. Der Herkunftsnachweis wird mit grundsätzlich 1.0 Rappen abgegolten, mit einem Vorbehalt für den Fall hoher Marktpreise. Für ein Einfamilienhaus in Tschiertschen oder Praden bedeutet das: Die Einspeisung deckt kaum mehr als den gesetzlichen Boden, der Hebel liegt beim Eigenverbrauch. Wer im Winter mit einer Wärmepumpe heizt und die Anlage steil montiert, nutzt in dieser Südlage einen deutlich grösseren Anteil selbst als im nebligen Talboden.
Wer in Tschiertschen-Praden was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneOrtschaft Tschiertschen-Praden, seit 2025 Teil der Stadt Chur, | Was Sie bekommenSeit dem Zusammenschluss gibt es keine eigene Gemeindekasse mehr; es gelten die Churer Angebote, und die bestehen im Solarbereich aus Beratung, nicht aus Beiträgen. | Was das für Sie bedeutetRechnen Sie mit der eidgenössischen Einmalvergütung und mit den Bündner Beiträgen. Anlaufstelle für alles Weitere ist die Churer Bauverwaltung, auch wenn Ihre Adresse eine 7063 oder 7064 trägt. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Südhang auf 1’350 Metern
Tschiertschen und Praden bilden zusammen einen Gemeindeteil von 27.74 Quadratkilometern mit 312 Einwohnerinnen und Einwohnern, gelegen an der Sonnenseite des Schanfiggs unterhalb des Gürgaletsch mit seinen 2’441 Metern. Die beiden Dörfer hatten sich am 1. Januar 2009 zusammengeschlossen und gingen am 1. Januar 2025 in der Stadt Chur auf, nachdem die Churer Stimmberechtigten im September 2024 mit über 76 Prozent und Tschiertschen-Praden im Juni mit 85 Prozent zugestimmt hatten. Seither führt der Kanton 100 statt 101 Gemeinden. Die Postleitzahlen 7064 und 7063 bleiben bestehen, die Ortstafeln ebenso — nur die Zuständigkeiten sind Churer geworden. Die Dachlandschaft ist die eines Walser geprägten Bergdorfs mit steilen Satteldächern, Ställen und einzelnen Ferienhäusern.
Der Ort lebt vom kleinen Wintersportbetrieb und vom Wandertourismus, die Landwirtschaft ist auf Alpwirtschaft und Grünland ausgerichtet. Ein eigenes Förderprogramm existiert nicht mehr, weil die Gemeinde nicht mehr existiert; massgebend sind Churer Reglemente und Churer Ansprechstellen. Im Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung erscheinen weder Tschiertschen noch Praden; das Label Energiestadt hat Chur eingebracht, nicht dieser Gemeindeteil. Praktisch heisst das: Für eine Anlage hier gilt dasselbe kommunale Baugesetz wie an der Churer Bahnhofstrasse, obwohl der Ort zwanzig Fahrminuten und achthundert Höhenmeter entfernt liegt.
Ortschaften und Lagen: Tschiertschen, Praden. Die Gemeinde zählt 312 Einwohner auf 2'774 Hektaren. Sie gehört zur Region Plessur — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7064. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7063 Praden.
Was Sie in Tschiertschen-Praden bewilligen lassen müssen
Zuständig ist die Baubehörde der Stadt Chur, und das Meldeformular läuft über deren Online-Schalter. Der Ablauf folgt der kantonalen Raumplanungsverordnung: vorgängige Anzeige, anschliessend eine Frist von fünfzehn Arbeitstagen für eine allfällige Unterstellung unter die Bewilligungspflicht; bleibt die Behörde still, ist der Weg frei. Setzen Sie dafür gut drei Wochen an, nicht die fünfzehn Kalendertage der Formularfaustregel. Die Bestimmungen des Churer Baugesetzes zum Schutzbereich Altstadt betreffen diesen Gemeindeteil nicht, die allgemeinen Dachvorschriften dagegen schon — dazu gehört die Behandlung nichtreflektierender Solarzellen als kleineres Bauvorhaben. Ein Neubau muss zehn Watt Erzeugungsleistung pro Quadratmeter Energiebezugsfläche mitbringen; eine Ersatzabgabe dafür kennt der einsehbare Erlasstext nicht.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Tschiertschen-Praden, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug922 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'321 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'843 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr2'071 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 32.34 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Tschiertschen-Praden.
Der Ort blieb, die Gemeinde nicht: Wer hier baut, rechnet mit Churer Tarifen und meldet bei der Churer Baubehörde. Beschreiben Sie Ihr Dach in wenigen Zeilen; Installateure mit Erfahrung in Höhenlagen rechnen Ihnen die Anlage durch.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Tschiertschen-Praden, Hinweis zum Zusammenschluss mit Chur · Amt für Gemeinden Graubünden, ab 2025 bestehen noch 100 Gemeinden · IBC Energie Wasser Chur, Einspeisevergütung ab 01.01.2026 · Stadt Chur, Online-Schalter Meldeformular Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.