Photovoltaik in Tschiertschen und Praden

Photovoltaik Tschiertschen-Praden · Kanton Graubünden

Tschiertschen und Praden: seit 2025 Churer Fraktion

Für die Netzgebiete Tschiertschen und Praden weist die ElCom 2026 denselben Haushaltstarif aus wie für Chur, nämlich 32.34 Rappen je Kilowattstunde bei IBC Energie Wasser Chur. Zurückgeliefert wird zum bundesrechtlichen Minimum von 6.0 Rappen unter 30 Kilowattpeak, dazu ein Rappen für den Herkunftsnachweis. Politisch gehören beide Dörfer seit dem 1. Januar 2025 zur Stadt Chur.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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32.34
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Tschiertschen-Praden bei IBC Energie Wasser Chur (IBC)
68
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 4. von 4 im Region Plessur — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
26.3
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
0
Ortsbilder von nationaler Bedeutung — ausserhalb der kommunalen Schutzzonen ist eine Dachanlage hier baubewilligungsfrei
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Tschiertschen-Praden kostet

Auf 1’350 Metern ist die Schneelast die auslegende Grösse, und das verteuert Unterkonstruktion und Montage gegenüber einer Anlage im Rheintalboden spürbar. Dazu kommt die Anfahrt: Tschiertschen liegt rund sieben Kilometer südöstlich von Chur auf der südlichen Talseite des Schanfiggs, Praden nochmals abseits. Lassen Sie sich Transport, Gerüst, Befestigungssystem und Elektroarbeiten getrennt ausweisen, sonst fehlt jede Vergleichsbasis. Was Ihre Fläche hergibt, zeigt das Bundesportal sonnendach.ch — belastbare Werte für diese Höhenlage gibt es nur parzellenscharf.

Die Zusammensetzung ist identisch mit der Churer: 11.900 Rappen Energie, 12.597 Rappen Netznutzung, 2.000 Rappen Konzessionsabgabe und der Netzzuschlag des Bundes ergeben 32.34 Rappen. Das ist kein Zufall, sondern die Folge des Zusammenschlusses — die Zahlen stimmen auf drei Nachkommastellen mit der Stadt überein. Die ElCom führt die Zeile unter der früheren Nummer 3932 weiter, weil sie ein Tarif- und Netzgebiet abbildet und nicht eine Gemeinde. Für Ihre Rechnung heisst das: Sie zahlen Churer Preise, und jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist entsprechend viel wert.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Tschiertschen-Praden wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202632.34 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei IBC Energie Wasser Chur (IBC), inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 29.917 Rappen, darin 11.900 für die Energie, 12.597 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 2.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.120 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktBei IBC Energie Wasser Chur (IBC) gilt der höhere Wert aus diesem Ansatz und dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt.
PositionHerkunftsnachweis20261.00 Rp./kWhWas dahinterstecktZusätzlich und separat vergütet, ohne Mehrwertsteuer, freiwillig. Zusammen mit der Untergrenze ergibt das 7.00 Rappen je Kilowattstunde als garantierten Boden.
PositionAb 30 Kilowatt mit Eigenverbrauch20261.20–6.00 Rp.Was dahinterstecktBundesrecht nach Artikel 12 der Energieverordnung: Die garantierte Untergrenze sinkt mit der Anlagengrösse, 30 Kilowatt geteilt durch Ihre Leistung, mal 6 Rappen. Eine Anlage mit 150 Kilowatt landet damit bei 1.20 Rappen. Ohne Eigenverbrauch gilt ab 30 Kilowatt ein eigener gesetzlicher Sockel von 6.20 Rappen — kein Entgegenkommen des Werks, sondern Artikel 12 Absatz 1bis der Energieverordnung. Für ein grosses Gewerbe- oder Landwirtschaftsdach ist das die wichtigste Zahl dieser Seite.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202626.3 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Tschiertschen-Praden im Region Plessur

Bezugspreis 2026 im Region Plessur, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Arosa Arosa Energie27.60
Churwalden Rabiosa Energie31.25
Chur IBC Energie Wasser Chur (IBC)32.34
Tschiertschen-Praden IBC Energie Wasser Chur (IBC)32.34
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Chur Energie 11.900 · Netz 12.59724.5
Tschiertschen-Praden Energie 11.900 · Netz 12.59724.5
Churwalden Energie 9.830 · Netz 14.43024.3
Arosa Energie 7.648 · Netz 11.08018.7
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Innerhalb der Region Plessur bildet dieser Wert zusammen mit Chur das obere Ende; Churwalden liegt bei 31.25 und Arosa bei 27.60 Rappen. Der Abstand zum Aroser Tarif beträgt 4.74 Rappen oder rund 213 Franken im Jahr bei 4’500 Kilowattstunden — und das, obwohl Arosa im selben Seitental weiter hinten liegt. Über den ganzen Kanton gerechnet ist 32.34 hoch, aber nicht extrem: Am unteren Ende stehen 11.32 Rappen, am oberen 39.43. Wichtiger als der Rang ist für Sie die Erkenntnis, dass hier seit 2025 das Churer Recht und der Churer Tarif gelten.

IBC hält sich exakt an das gesetzliche Minimum: 6.0 Rappen bis 30 Kilowattpeak, darüber eine anteilige Absenkung nach dem Leistungsanteil über dieser Schwelle, ab 150 Kilowattpeak keine Minimalvergütung mehr. Der Herkunftsnachweis wird mit grundsätzlich 1.0 Rappen abgegolten, mit einem Vorbehalt für den Fall hoher Marktpreise. Für ein Einfamilienhaus in Tschiertschen oder Praden bedeutet das: Die Einspeisung deckt kaum mehr als den gesetzlichen Boden, der Hebel liegt beim Eigenverbrauch. Wer im Winter mit einer Wärmepumpe heizt und die Anlage steil montiert, nutzt in dieser Südlage einen deutlich grösseren Anteil selbst als im nebligen Talboden.

Förderung

Wer in Tschiertschen-Praden was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneOrtschaft Tschiertschen-Praden, seit 2025 Teil der Stadt Chur, Was Sie bekommenSeit dem Zusammenschluss gibt es keine eigene Gemeindekasse mehr; es gelten die Churer Angebote, und die bestehen im Solarbereich aus Beratung, nicht aus Beiträgen. Was das für Sie bedeutetRechnen Sie mit der eidgenössischen Einmalvergütung und mit den Bündner Beiträgen. Anlaufstelle für alles Weitere ist die Churer Bauverwaltung, auch wenn Ihre Adresse eine 7063 oder 7064 trägt.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Südhang auf 1’350 Metern

Tschiertschen und Praden bilden zusammen einen Gemeindeteil von 27.74 Quadratkilometern mit 312 Einwohnerinnen und Einwohnern, gelegen an der Sonnenseite des Schanfiggs unterhalb des Gürgaletsch mit seinen 2’441 Metern. Die beiden Dörfer hatten sich am 1. Januar 2009 zusammengeschlossen und gingen am 1. Januar 2025 in der Stadt Chur auf, nachdem die Churer Stimmberechtigten im September 2024 mit über 76 Prozent und Tschiertschen-Praden im Juni mit 85 Prozent zugestimmt hatten. Seither führt der Kanton 100 statt 101 Gemeinden. Die Postleitzahlen 7064 und 7063 bleiben bestehen, die Ortstafeln ebenso — nur die Zuständigkeiten sind Churer geworden. Die Dachlandschaft ist die eines Walser geprägten Bergdorfs mit steilen Satteldächern, Ställen und einzelnen Ferienhäusern.

Der Ort lebt vom kleinen Wintersportbetrieb und vom Wandertourismus, die Landwirtschaft ist auf Alpwirtschaft und Grünland ausgerichtet. Ein eigenes Förderprogramm existiert nicht mehr, weil die Gemeinde nicht mehr existiert; massgebend sind Churer Reglemente und Churer Ansprechstellen. Im Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung erscheinen weder Tschiertschen noch Praden; das Label Energiestadt hat Chur eingebracht, nicht dieser Gemeindeteil. Praktisch heisst das: Für eine Anlage hier gilt dasselbe kommunale Baugesetz wie an der Churer Bahnhofstrasse, obwohl der Ort zwanzig Fahrminuten und achthundert Höhenmeter entfernt liegt.

Ortschaften und Lagen: Tschiertschen, Praden. Die Gemeinde zählt 312 Einwohner auf 2'774 Hektaren. Sie gehört zur Region Plessur — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7064. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7063 Praden.

Bewilligung

Was Sie in Tschiertschen-Praden bewilligen lassen müssen

Zuständig ist die Baubehörde der Stadt Chur, und das Meldeformular läuft über deren Online-Schalter. Der Ablauf folgt der kantonalen Raumplanungsverordnung: vorgängige Anzeige, anschliessend eine Frist von fünfzehn Arbeitstagen für eine allfällige Unterstellung unter die Bewilligungspflicht; bleibt die Behörde still, ist der Weg frei. Setzen Sie dafür gut drei Wochen an, nicht die fünfzehn Kalendertage der Formularfaustregel. Die Bestimmungen des Churer Baugesetzes zum Schutzbereich Altstadt betreffen diesen Gemeindeteil nicht, die allgemeinen Dachvorschriften dagegen schon — dazu gehört die Behandlung nichtreflektierender Solarzellen als kleineres Bauvorhaben. Ein Neubau muss zehn Watt Erzeugungsleistung pro Quadratmeter Energiebezugsfläche mitbringen; eine Ersatzabgabe dafür kennt der einsehbare Erlasstext nicht.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Tschiertschen-Praden, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug922 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'321 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'843 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'071 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 32.34 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Tschiertschen-Praden.

Der Ort blieb, die Gemeinde nicht: Wer hier baut, rechnet mit Churer Tarifen und meldet bei der Churer Baubehörde. Beschreiben Sie Ihr Dach in wenigen Zeilen; Installateure mit Erfahrung in Höhenlagen rechnen Ihnen die Anlage durch.

Photovoltaik in der Nachbarschaft von Tschiertschen-Praden

Region Plessur · Kanton Graubünden

Arosa · Churwalden · Chur