Photovoltaik und Solaranlage in Arosa

Photovoltaik Arosa · Kanton Graubünden

Arosa: 22 Rappen im Winter für Ihren Solarstrom

Wer in Arosa Strom bezieht, bezahlt 2026 laut ElCom 27.60 Rappen je Kilowattstunde. Wer welchen einspeist, erhält von Arosa Energie zwischen Oktober und März 22.00 Rappen, solange die Wintermenge unter 15’000 Kilowattstunden bleibt, danach 11.00; im Sommer sind es 10.00 beziehungsweise 7.00 Rappen. Kleinen Anlagen garantiert der Bund lediglich 6.00 Rappen, und kein anderes Bündner Werk zahlt nachweislich mehr als dieses Gemeindewerk.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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27.60
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Arosa bei Arosa Energie
32
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 1. von 4 im Region Plessur — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
17.6
Rappen Abstand zwischen Bezug und Rücklieferung — gerechnet mit den 10.00 Rappen, die Arosa Energie tatsächlich zahlt, nicht mit dem gesetzlichen Boden von 6.00
4
Ortsbilder von nationaler Bedeutung im Gemeindegebiet: Strassberg, Calfreisen, Medergen, Dörfji/Schmitten (Sapün) — dort braucht eine Anlage eine Baubewilligung
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Arosa kostet

Was eine Solaranlage in Arosa kostet, hängt vor allem an der Höhe: Auf 1’775 Metern gibt die Schneelast die Unterkonstruktion vor, und nicht der Schattenwurf. Fordern Sie darum ein Angebot, das Statik, Befestigungssystem und Schneefang gesondert aufführt, daneben Module und Wechselrichter, Elektroarbeiten, Gerüst sowie die Anmeldung beim Werk. Wer im Talkessel baut, rechnet mit anderen Zufahrtskosten als in Langwies, Peist oder Castiel. Wie viel Ihr Dach hergibt, zeigt Ihnen sonnendach.ch des Bundes; verlassen Sie sich nicht auf pauschale Ertragsangaben in einer Broschüre.

Die 27.60 Rappen bestehen aus einem sehr tiefen Beschaffungsteil von 7.648 Rappen, einem Netzanteil von 11.080 Rappen, 2.100 Rappen Abgabe an die Gemeinde sowie dem eidgenössischen Netzzuschlag. Der Beschaffungsteil ist der tiefste unter den vier Zeilen der Region Plessur und passt zum eigenen Kraftwerksbesitz des Gemeindewerks. Die Abgabe dagegen ist die höchste der Region — sie ist ein Beschluss der Gemeinde, keine technische Grösse. Für Sie zählt am Ende die Summe, denn genau sie ersetzt jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Arosa wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202627.60 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Arosa Energie, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 25.528 Rappen, darin 7.648 für die Energie, 11.080 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 2.100 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.400 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen202610.00 Rp./kWhWas dahinterstecktBei Arosa Energie gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202617.6 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Arosa im Region Plessur

Bezugspreis 2026 im Region Plessur, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Arosa Arosa Energie27.60
Churwalden Rabiosa Energie31.25
Chur IBC Energie Wasser Chur (IBC)32.34
Tschiertschen-Praden IBC Energie Wasser Chur (IBC)32.34
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Chur Energie 11.900 · Netz 12.59724.5
Tschiertschen-Praden Energie 11.900 · Netz 12.59724.5
Churwalden Energie 9.830 · Netz 14.43024.3
Arosa Energie 7.648 · Netz 11.08018.7
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Unter den vier ElCom-Zeilen der Region Plessur ist Arosa mit 27.60 Rappen die günstigste; Churwalden folgt mit 31.25, Chur und der Ortsteil Tschiertschen-Praden liegen bei 32.34 Rappen. Gegenüber der Kantonshauptstadt sind das 4.74 Rappen weniger, bei 4’500 Kilowattstunden gut 210 Franken im Jahr. Kantonsweit reicht die Skala allerdings von Rongellen mit 11.32 Rappen bis Bergün Filisur mit 39.43, und in diesem Feld gehört Arosa zum günstigeren Drittel. Massgebend für Ihre Rechnung ist aber weder Rang noch Mittelwert, sondern das Preisblatt für Ihre Anschlussadresse.

Arosa Energie staffelt nach Jahresmenge und nicht nach Anlagenleistung: Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März gibt es für die ersten 15’000 eingespeisten Kilowattstunden 22.00 Rappen und für alles Weitere 11.00; im Sommerhalbjahr sind es 10.00 Rappen bis 5’000 Kilowattstunden und danach 7.00. Diese Ansätze gelten bis zu einer Modulleistung von 150 Kilowatt und schliessen den Herkunftsnachweis bereits ein. Eine Zehn-Kilowatt-Anlage bleibt im Winterhalbjahr vollständig im 22-Rappen-Band, eine grosse Gewerbeanlage rutscht darüber. Liegt der vom Bundesamt für Energie publizierte Referenz-Marktpreis höher als der Ansatz, kommt dieser zur Anwendung.

Förderung

Wer in Arosa was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Arosa Was Sie bekommenKein bezifferter Gemeindebeitrag für Photovoltaik oder Batterien; belegt ist nur der Verweis des gemeindeeigenen Werks auf Kanton und Bund. Der eigentliche kommunale Beitrag steckt hier in der Vergütung selbst. Was das für Sie bedeutetRechnen Sie mit der Einmalvergütung des Bundes, allenfalls mit dem kantonalen Winterstrombeitrag — und vor allem mit dem Wintertarif Ihres Werks, der über die Jahre mehr ausmacht als ein einmaliger Zustupf. Fragen Sie bei der Gemeindeverwaltung trotzdem kurz nach, ob sich seither etwas geändert hat.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Ein halbes Tal, sieben Postleitzahlen

Arosa ist seit der Fusion vom 1. Januar 2013 nicht mehr nur der Kurort am Talende, sondern das gesamte hintere und mittlere Schanfigg. Zu den 154.79 Quadratkilometern — der grössten Fläche der Region — gehören Langwies, Castiel, St. Peter-Pagig, Peist, Molinis und Lüen, dazu Weiler wie Litzirüti, Medergen, Sapün und Innerarosa. Die Postleitzahlen 7027, 7028, 7029, 7056, 7057 und 7058 gehören alle hierher, obwohl die Adressen nach aussen nach eigenständigen Dörfern klingen. Die Dachlandschaft wechselt entsprechend: unten Streusiedlung mit Ställen und Bauernhäusern, oben Hotel- und Apartmentbauten mit grossen zusammenhängenden Flächen. Welche Sprache amtlich gilt, legen in Graubünden die Gemeinden selbst fest; eine kantonale Liste dazu besteht nicht.

Der Tourismus prägt das Lastprofil: Hotels, Bergbahnstationen und die Abwasserreinigung ziehen ihren Strom im Winter, also genau dann, wenn eine steil montierte Anlage oberhalb der Nebelgrenze am meisten liefert. Das ist die seltene Konstellation, in der Eigenverbrauch und Produktionsspitze zeitlich zusammenfallen. Arosa Energie gehört der Gemeinde und stützt sich auf ein eigenes Gesetz aus der kommunalen Erlasssammlung. Ein kommunaler Geldbeitrag für Photovoltaik oder Speicher ist nicht auffindbar — das Werk verweist auf das kantonale Winterstromprogramm und auf die Einmalvergütung des Bundes. Der Energiemasterplan der Gemeinde vom 25. Februar 2020 reiht die Ressourcen als Holz, Wasserkraft, Sonne und Wind und nennt das Label Energiestadt als Zwischenziel, das Arosa bis heute nicht trägt.

Ortschaften und Lagen: Arosa, Langwies, Castiel, St. Peter-Pagig, Peist, Molinis. Die Gemeinde zählt 3'100 Einwohner auf 15'479 Hektaren. Sie gehört zur Region Plessur — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7050. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7027 Castiel, 7028 St. Peter, 7029 Peist, 7056 Molinis, 7057 Langwies, 7058 Litzirüti.

Bewilligung

Was Sie in Arosa bewilligen lassen müssen

Vier Ortsbilder von nationaler Bedeutung liegen auf Gemeindegebiet: Strassberg, Calfreisen, Medergen und das Dörfji im Sapün — sämtlich ausserhalb des Kurorts. Für ein Dach im Talkessel spielt das in der Regel keine Rolle, für ein Vorhaben in einem der Weiler sehr wohl. Angezeigt wird ein Vorhaben vorgängig bei der Gemeindebaubehörde, die anschliessend fünfzehn Arbeitstage Zeit für einen Einwand hat; bleibt dieser aus, ist der Bau frei. Die Faustregel von fünfzehn Tagen auf dem kantonalen Formular ist zu knapp bemessen, veranschlagen Sie besser drei Wochen. Ob die Gemeinde bei Schutzobjekten eine durchgehende Bewilligungspflicht kennt, wie es die Raumplanungsverordnung erlaubt, ist nicht belegt und vorgängig bei der Bauverwaltung zu klären. Ein Neubau muss ohnehin zehn Watt eigene Erzeugungsleistung auf jedem Quadratmeter Energiebezugsfläche aufweisen.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Arosa, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug787 CHFVergütung665 CHFNutzen je Jahr1'452 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'573 CHFVergütung380 CHFNutzen je Jahr1'953 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 27.60 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 10.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Arosa.

22 Rappen im Winter und 27.60 Rappen im Bezug: In Arosa lohnt sich die Rechnung von beiden Seiten. Nennen Sie Postleitzahl und ungefähre Dachfläche, dann kommen Angebote von Fachbetrieben zurück, die mit den Aroser Ansätzen und mit der Schneelast auf 1’775 Metern rechnen.

Photovoltaik in der Nachbarschaft von Arosa

Region Plessur · Kanton Graubünden

Churwalden · Chur · Tschiertschen-Praden