Photovoltaik und Solaranlage in Arosa
Arosa: 22 Rappen im Winter für Ihren Solarstrom
Wer in Arosa Strom bezieht, bezahlt 2026 laut ElCom 27.60 Rappen je Kilowattstunde. Wer welchen einspeist, erhält von Arosa Energie zwischen Oktober und März 22.00 Rappen, solange die Wintermenge unter 15’000 Kilowattstunden bleibt, danach 11.00; im Sommer sind es 10.00 beziehungsweise 7.00 Rappen. Kleinen Anlagen garantiert der Bund lediglich 6.00 Rappen, und kein anderes Bündner Werk zahlt nachweislich mehr als dieses Gemeindewerk.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Arosa kostet
Was eine Solaranlage in Arosa kostet, hängt vor allem an der Höhe: Auf 1’775 Metern gibt die Schneelast die Unterkonstruktion vor, und nicht der Schattenwurf. Fordern Sie darum ein Angebot, das Statik, Befestigungssystem und Schneefang gesondert aufführt, daneben Module und Wechselrichter, Elektroarbeiten, Gerüst sowie die Anmeldung beim Werk. Wer im Talkessel baut, rechnet mit anderen Zufahrtskosten als in Langwies, Peist oder Castiel. Wie viel Ihr Dach hergibt, zeigt Ihnen sonnendach.ch des Bundes; verlassen Sie sich nicht auf pauschale Ertragsangaben in einer Broschüre.
Die 27.60 Rappen bestehen aus einem sehr tiefen Beschaffungsteil von 7.648 Rappen, einem Netzanteil von 11.080 Rappen, 2.100 Rappen Abgabe an die Gemeinde sowie dem eidgenössischen Netzzuschlag. Der Beschaffungsteil ist der tiefste unter den vier Zeilen der Region Plessur und passt zum eigenen Kraftwerksbesitz des Gemeindewerks. Die Abgabe dagegen ist die höchste der Region — sie ist ein Beschluss der Gemeinde, keine technische Grösse. Für Sie zählt am Ende die Summe, denn genau sie ersetzt jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen.
Was Ihr Solarstrom in Arosa wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202627.60 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Arosa Energie, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 25.528 Rappen, darin 7.648 für die Energie, 11.080 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 2.100 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.400 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 202610.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei Arosa Energie gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202617.6 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Arosa im Region Plessur
Bezugspreis 2026 im Region Plessur, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Unter den vier ElCom-Zeilen der Region Plessur ist Arosa mit 27.60 Rappen die günstigste; Churwalden folgt mit 31.25, Chur und der Ortsteil Tschiertschen-Praden liegen bei 32.34 Rappen. Gegenüber der Kantonshauptstadt sind das 4.74 Rappen weniger, bei 4’500 Kilowattstunden gut 210 Franken im Jahr. Kantonsweit reicht die Skala allerdings von Rongellen mit 11.32 Rappen bis Bergün Filisur mit 39.43, und in diesem Feld gehört Arosa zum günstigeren Drittel. Massgebend für Ihre Rechnung ist aber weder Rang noch Mittelwert, sondern das Preisblatt für Ihre Anschlussadresse.
Arosa Energie staffelt nach Jahresmenge und nicht nach Anlagenleistung: Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März gibt es für die ersten 15’000 eingespeisten Kilowattstunden 22.00 Rappen und für alles Weitere 11.00; im Sommerhalbjahr sind es 10.00 Rappen bis 5’000 Kilowattstunden und danach 7.00. Diese Ansätze gelten bis zu einer Modulleistung von 150 Kilowatt und schliessen den Herkunftsnachweis bereits ein. Eine Zehn-Kilowatt-Anlage bleibt im Winterhalbjahr vollständig im 22-Rappen-Band, eine grosse Gewerbeanlage rutscht darüber. Liegt der vom Bundesamt für Energie publizierte Referenz-Marktpreis höher als der Ansatz, kommt dieser zur Anwendung.
Wer in Arosa was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Arosa | Was Sie bekommenKein bezifferter Gemeindebeitrag für Photovoltaik oder Batterien; belegt ist nur der Verweis des gemeindeeigenen Werks auf Kanton und Bund. Der eigentliche kommunale Beitrag steckt hier in der Vergütung selbst. | Was das für Sie bedeutetRechnen Sie mit der Einmalvergütung des Bundes, allenfalls mit dem kantonalen Winterstrombeitrag — und vor allem mit dem Wintertarif Ihres Werks, der über die Jahre mehr ausmacht als ein einmaliger Zustupf. Fragen Sie bei der Gemeindeverwaltung trotzdem kurz nach, ob sich seither etwas geändert hat. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Ein halbes Tal, sieben Postleitzahlen
Arosa ist seit der Fusion vom 1. Januar 2013 nicht mehr nur der Kurort am Talende, sondern das gesamte hintere und mittlere Schanfigg. Zu den 154.79 Quadratkilometern — der grössten Fläche der Region — gehören Langwies, Castiel, St. Peter-Pagig, Peist, Molinis und Lüen, dazu Weiler wie Litzirüti, Medergen, Sapün und Innerarosa. Die Postleitzahlen 7027, 7028, 7029, 7056, 7057 und 7058 gehören alle hierher, obwohl die Adressen nach aussen nach eigenständigen Dörfern klingen. Die Dachlandschaft wechselt entsprechend: unten Streusiedlung mit Ställen und Bauernhäusern, oben Hotel- und Apartmentbauten mit grossen zusammenhängenden Flächen. Welche Sprache amtlich gilt, legen in Graubünden die Gemeinden selbst fest; eine kantonale Liste dazu besteht nicht.
Der Tourismus prägt das Lastprofil: Hotels, Bergbahnstationen und die Abwasserreinigung ziehen ihren Strom im Winter, also genau dann, wenn eine steil montierte Anlage oberhalb der Nebelgrenze am meisten liefert. Das ist die seltene Konstellation, in der Eigenverbrauch und Produktionsspitze zeitlich zusammenfallen. Arosa Energie gehört der Gemeinde und stützt sich auf ein eigenes Gesetz aus der kommunalen Erlasssammlung. Ein kommunaler Geldbeitrag für Photovoltaik oder Speicher ist nicht auffindbar — das Werk verweist auf das kantonale Winterstromprogramm und auf die Einmalvergütung des Bundes. Der Energiemasterplan der Gemeinde vom 25. Februar 2020 reiht die Ressourcen als Holz, Wasserkraft, Sonne und Wind und nennt das Label Energiestadt als Zwischenziel, das Arosa bis heute nicht trägt.
Ortschaften und Lagen: Arosa, Langwies, Castiel, St. Peter-Pagig, Peist, Molinis. Die Gemeinde zählt 3'100 Einwohner auf 15'479 Hektaren. Sie gehört zur Region Plessur — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7050. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7027 Castiel, 7028 St. Peter, 7029 Peist, 7056 Molinis, 7057 Langwies, 7058 Litzirüti.
Was Sie in Arosa bewilligen lassen müssen
Vier Ortsbilder von nationaler Bedeutung liegen auf Gemeindegebiet: Strassberg, Calfreisen, Medergen und das Dörfji im Sapün — sämtlich ausserhalb des Kurorts. Für ein Dach im Talkessel spielt das in der Regel keine Rolle, für ein Vorhaben in einem der Weiler sehr wohl. Angezeigt wird ein Vorhaben vorgängig bei der Gemeindebaubehörde, die anschliessend fünfzehn Arbeitstage Zeit für einen Einwand hat; bleibt dieser aus, ist der Bau frei. Die Faustregel von fünfzehn Tagen auf dem kantonalen Formular ist zu knapp bemessen, veranschlagen Sie besser drei Wochen. Ob die Gemeinde bei Schutzobjekten eine durchgehende Bewilligungspflicht kennt, wie es die Raumplanungsverordnung erlaubt, ist nicht belegt und vorgängig bei der Bauverwaltung zu klären. Ein Neubau muss ohnehin zehn Watt eigene Erzeugungsleistung auf jedem Quadratmeter Energiebezugsfläche aufweisen.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Arosa, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug787 CHF | Vergütung665 CHF | Nutzen je Jahr1'452 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'573 CHF | Vergütung380 CHF | Nutzen je Jahr1'953 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 27.60 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 10.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Arosa.
22 Rappen im Winter und 27.60 Rappen im Bezug: In Arosa lohnt sich die Rechnung von beiden Seiten. Nennen Sie Postleitzahl und ungefähre Dachfläche, dann kommen Angebote von Fachbetrieben zurück, die mit den Aroser Ansätzen und mit der Schneelast auf 1’775 Metern rechnen.
Weitere Gemeinden im Region Plessur
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Arosa Energie, Preisblatt Rücklieferung ab 1. Januar 2026 · ElCom, Tarifdaten 2026 der Schweizer Verteilnetzbetreiber · AEV Graubünden, Leitfaden Photovoltaik für Winterstrom 1/26 · Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden, BR 801.110. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.