Photovoltaik im Wahlkreis See-Gaster
See-Gaster: von 25.01 bis 37.75 Rappen in zehn Gemeinden
Hier steht mit Rapperswil-Jona und 25.01 Rappen je Kilowattstunde die günstigste Gemeinde des Kantons, und mit Schänis und 37.75 Rappen zugleich eine der teuersten, macht 12.74 Rappen Abstand innerhalb desselben Wahlkreises. Im gesamten Kanton bewegen sich die Gemeindewerte zwischen 25.01 und 43.06 Rappen. Auf der Einspeiseseite gilt für alle zehn Gemeinden derselbe bundesrechtliche Sockel von 6.00 Rappen für Anlagen unterhalb von 30 Kilowatt.
Haushaltstarif H4 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer.
Was eine Solaranlage im Wahlkreis See-Gaster kostet
Die zehn Gemeinden reichen vom dicht bebauten Seebecken bei Rapperswil bis auf die Terrasse von Amden, und daran hängen die Kosten. In der Stadt und in Uznach, Schmerikon oder Kaltbrunn geht es um Mehrfamilien- und Gewerbebauten mit kurzen Wegen und komplizierten Zählerverhältnissen; in Amden, Schänis und Eschenbach um einzeln stehende Höfe, längere Anfahrten und eine Verschattung, die am Objekt zu prüfen ist. Amden allein staffelt sich über rund 820 Höhenmeter, von Betlis und Fli am See über das Dorf bis nach Arvenbüel. Verlangen Sie deshalb eine Aufstellung, in der Gerüst, Montage, Elektroarbeiten und Anschluss getrennt erscheinen, und lassen Sie die Dachfläche vorab über sonnendach.ch prüfen.
Warum Rapperswil-Jona so günstig ist, lässt sich an den Bausteinen ablesen: 9.612 Rappen Beschaffung, 9.277 Rappen Netz und 0.267 Rappen Abgaben, Energie- und Netzanteil die tiefsten der Gegend. Dahinter steht eine Anschlussdichte von rund 1’287 Einwohnern je Quadratkilometer, auf die sich die Netzkosten verteilen. Am oberen Ende steht Schänis mit 16.363 Rappen Netznutzung, und das Werk hat den Grund selbst genannt: rund 2’200 Zähler, ein ausgedehntes Kabelnetz über mehr als vierzig benannte Weiler und rund eine Million Franken Unterhalt im Jahr. Vier Gemeinden liegen mit 31.72 Rappen exakt gleich, weil dasselbe überregionale Werk sie versorgt und alle vier dieselbe Abgabe von 0.600 Rappen erheben. Für Sie heisst das: Der günstigste Ort hat den schwächsten Eigenverbrauchs-Hebel, Schänis den stärksten.
Tarif, Preisbestandteile und Rücklieferung im Vergleich
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| Gemeinde | Bezug 2026 | Energie | Netz | Rücklieferung | Werk |
|---|---|---|---|---|---|
| GemeindeRapperswil-Jona | Bezug25.01 Rp. | Energie9.612 | Netz9.277 | Rücklieferung6.00 | WerkElektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG |
| GemeindeAmden | Bezug31.72 Rp. | Energie13.968 | Netz10.913 | Rücklieferung6.00 | WerkSt. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG |
| GemeindeEschenbach | Bezug31.72 Rp. | Energie13.968 | Netz10.913 | Rücklieferung6.00 | WerkSt. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG |
| GemeindeGommiswald | Bezug31.72 Rp. | Energie13.968 | Netz10.913 | Rücklieferung6.00 | WerkSt. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG |
| GemeindeWeesen | Bezug31.72 Rp. | Energie13.968 | Netz10.913 | Rücklieferung6.00 | WerkSt. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG |
| GemeindeSchmerikon | Bezug31.87 Rp. | Energie11.851 | Netz13.063 | Rücklieferung— | WerkElektrizitätswerk Schmerikon AG |
| GemeindeUznach | Bezug31.89 Rp. | Energie11.983 | Netz12.715 | Rücklieferung6.00 | WerkElektrizitätswerk Uznach AG |
| GemeindeBenken | Bezug33.37 Rp. | Energie12.836 | Netz13.363 | Rücklieferung— | WerkPolitische Gemeinde Benken SG, Elektrizitätsversorgung |
| GemeindeKaltbrunn | Bezug34.85 Rp. | Energie13.605 | Netz14.463 | Rücklieferung— | WerkElektrizitätsversorgung Kaltbrunn AG |
| GemeindeSchänis | Bezug37.75 Rp. | Energie13.122 | Netz16.363 | Rücklieferung6.00 | WerkEVS Energieversorgung Schänis AG |
Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer. Ein Strich bei der Rücklieferung heisst, dass das Werk seinen Ansatz nicht öffentlich publiziert — das trifft auf 3 der 10 Gemeinden zu; dort gilt belegbar nur der gesetzliche Boden von 6.00 Rappen. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt.
Was den Unterschied ausmacht
Bezugspreis 2026, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung, ein grosser Netzanteil dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Rapperswil-Jona liegt mit 25.01 Rappen allein an der Spitze, 6.71 Rappen unter der nächstplatzierten Gemeinde. Danach folgt ein dichter Block: Amden, Eschenbach, Gommiswald und Weesen mit je 31.72 Rappen, Schmerikon mit 31.87 und Uznach mit 31.89. Benken kommt auf 33.37, Kaltbrunn auf 34.85 und Schänis auf 37.75 Rappen. Acht der zehn Gemeinden bewegen sich damit innerhalb von gut drei Rappen, während die beiden Randwerte weit ausscheren, und ausgerechnet in diesem Wahlkreis stehen die Extreme des Kantons nahe beieinander: 12.74 Rappen Unterschied bedeuten bei 4’500 Kilowattstunden rund 573 Franken im Jahr.
Für die Rücklieferung ist hier vor allem der Umbau der Bezugstarife wichtig. Das Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil hat auf den 1. Januar 2026 saisonale Energiepreise eingeführt, im Sommer 7.30 und im Winter 11.60 Rappen, dazu einen Netztarif nach monatlicher Spitzenleistung; wer im ertragsstarken Sommer selbst verbraucht, ersetzt damit nur noch den tiefen Sommerpreis. Die vier Gemeinden im Netz der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke sowie das Elektrizitätswerk Uznach legen auf den gesetzlichen Sockel je 1.50 Rappen für den Herkunftsnachweis drauf. Die Energieversorgung Schänis bleibt bis 150 Kilowatt beim Bundesminimum von 6 Rappen. Für Schmerikon, Benken und Kaltbrunn ist kein Satz publiziert, weshalb hier keine Zahl steht, sondern der Hinweis auf das Tarifblatt des jeweiligen Werks.
Wer im Wahlkreis See-Gaster was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenPronovo zahlt die Einmalvergütung aus — einen festen Sockelbetrag, dazu eine Leistungskomponente je Kilowatt und, bei sehr steil gestellten Modulen, einen Neigungsbonus. | Was das für Sie bedeutetIn diesem Kanton ist das der einzige Beitrag, mit dem Sie sicher rechnen dürfen. Ob darüber hinaus etwas dazukommt, entscheidet allein Ihre Wohngemeinde. |
| EbeneKanton St. Gallen, Anlage | Was Sie bekommenNichts. Die Massnahmenliste des kantonalen Förderprogramms kennt im Solarbereich nur thermische Anlagen, und die erst ab 70 Kilowatt. Photovoltaik erscheint zweimal, beide Male nicht als Beitrag an die Anlage: als Bedingung bei geförderten Dachsanierungen und als Zuschlag von 5’000 Franken bei der Ladeinfrastruktur. | Was das für Sie bedeutetWer im Kanton St. Gallen ein Dach saniert und dafür einen Beitrag will, muss eine Photovoltaikanlage mitbauen — das ist die einzige Stelle, an der der Kanton den Ausbau anschiebt, und es ist eine Pflicht, kein Zustupf. |
| EbeneKanton St. Gallen, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich hier allein aus dem gesparten Bezug tragen. Wie stark dieser Hebel ist, hängt unmittelbar am Bezugspreis Ihrer Gemeinde — und der schwankt im Kanton um 18.05 Rappen. |
| EbeneDie Gemeinden | Was Sie bekommenEinen kommunalen Beitrag an Photovoltaik weist keine der zehn Gemeinden aus. Für Rapperswil-Jona ist das ausdrücklich belegt, weil die Stadt ihre Fördergelder auflistet und Solarstrom dort nicht vorkommt; bei den übrigen neun liess sich kein Programm auffinden, was nicht dasselbe ist wie ein Nachweis, dass keines besteht. | Was das für Sie bedeutetIhre Kalkulation ruht damit allein auf der Einmalvergütung des Bundes und nicht auf einer Gemeindezeile. In Weesen lohnt sich vor der Bestellung der Blick auf die Ampelkarte, weil die Auskunft dort adressgenau und ohne Rückfrage zu haben ist. |
Zehn Gemeinden am oberen Zürichsee
Der Wahlkreis See-Gaster umfasst rund 71’700 Einwohnerinnen und Einwohner auf gut 246 Quadratkilometern und deckt sich flächenmässig mit der Region Zürichsee-Linth. Er hat kein eigenes Organ und keine Verwaltung; über Solarmeldung, Baubewilligung und Beiträge entscheidet immer die Gemeinde, in der Ihr Haus steht. Innerhalb dieser Grenze liegen sehr verschiedene Orte nebeneinander: Rapperswil-Jona zählt 28’640 Einwohner und ist damit grösser als die vier kleinsten Gemeinden des Wahlkreises zusammen, Weesen misst mit 5.40 Quadratkilometern am wenigsten Fläche, Eschenbach mit 54.89 am meisten. Amden liegt als Sonnenterrasse auf rund 900 Metern über dem Walensee, Weesen am milden Westende desselben Sees, während Uznach, Schmerikon und Kaltbrunn in der Linthebene liegen. Für die Dachplanung heisst das, dass Höhenlage, Horizont und Exposition hier weiter auseinandergehen als der Strompreis.
Wirtschaftlich prägen die Stadt Rapperswil-Jona mit Hochschule, Verwaltung und Gewerbe sowie die Industrie- und Logistikstandorte der Linthebene das Bild, dazu kommen Landwirtschaft am Hang und Tourismus in Amden und Weesen. Die zehn Gemeinden haben 2022 zusammen mit der Energieagentur St.Gallen eine gemeinsame Sammelaktion für Anlagen zwischen 5 und 15 Kilowattpeak durchgeführt, ausdrücklich ohne Gebäude in geschützten Ortsbildern; die Aktion ist abgelaufen. Uznach ist Energiestadt und führt ein Energiereglement samt Wegleitung für Photovoltaik, die Beratung läuft über die Energieagentur. Rapperswil-Jona betreibt einen Fonds für erneuerbare Energien, doch dessen Beiträge gelten Wärmepumpen, Holzfeuerungen und Wärmenetzanschlüssen, für Solarstrom verweist die Stadt auf den Bund.
Was Sie im Wahlkreis See-Gaster bewilligen lassen müssen
Weesen hat als einzige Gemeinde der Gegend eine eigene, veröffentlichte Bewilligungspraxis für Solaranlagen: Der Gemeinderat hat am 9. Dezember 2024 eine Gebietseinteilung nach Ampelfarben beschlossen, die adressgenau über das Geoportal abgefragt werden kann, mit einfacher Meldung im grünen Bereich, Abstimmung mit der Denkmalpflege im orangen und Ausnahmebewilligungen im roten. Sechs weitere Gemeinden tragen einen national inventarisierten Perimeter: Rapperswil mit Wurmsbach und Bollingen, Gommiswald mit Rieden und Uetliburg, Eschenbach mit Goldingen-Gibel, Schmerikon, Schänis mit Maseltrangen sowie Weesen selbst. Der Altstadtperimeter von Rapperswil mit Schloss und Seepromenade ist der engste Bewilligungsraum des Wahlkreises, während Amden, Uznach, Benken und Kaltbrunn keinen nationalen Eintrag tragen. Ausserhalb solcher Perimeter genügt für eine genügend angepasste Dachanlage die Meldung; die Gemeinde prüft sie und gibt das Resultat innert 30 Tagen bekannt, wobei diese Spanne der Behörde gehört und keine Wartezeit für Sie ist. Angepasst genug ist eine Anlage mit maximal 20 Zentimetern Aufbau, ohne Überstand im Grundriss, mit reflexionsarmer Oberfläche und dicht gesetzten Modulen. Bei einem Neubau kommen 10 Watt Erzeugungsleistung je Quadratmeter Energiebezugsfläche dazu, begrenzt auf 30 Kilowatt; die Ablösung kostet nach dem Energiegesetz bis zu 3’000 Franken je Kilowatt.
Im Kanton St. Gallen ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach baubewilligungsfrei, Artikel 136 Absatz 2 Buchstabe i des Planungs- und Baugesetzes. Das kantonale Merkblatt regelt den Ablauf: Die Gemeinde prüft die Meldung und teilt der Bauherrschaft das Ergebnis innerhalb von 30 Tagen mit. Das ist eine Frist für die Behörde, nicht ein Vorlauf, den Sie einplanen müssten. Eine Rechtsgrundlage für diese Frist steht in keinem Erlass — sie ergibt sich allein aus dem Merkblatt.
Baubewilligungspflichtig bleiben Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung, Anlagen in Ortsbildschutzzonen und alles ausserhalb der Bauzone.
Neubauten: Seit dem 1. Juli 2021 gilt die Eigenstromvorschrift — mindestens 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 30 Kilowatt-Peak verlangt. Wer sie nicht erfüllt, zahlt nach Artikel 5c des Energiegesetzes eine Ersatzabgabe von höchstens 3’000 Franken je Kilowatt-Peak. Das ist der höchste Ansatz der Ostschweiz: Glarus verlangt 2’000 Franken, Appenzell Ausserrhoden gar nichts und lässt stattdessen die Beteiligung an einer Gemeinschaftsanlage zu. Die Modellrechnung der Regierung nennt rund 4’800 Franken bei 180 Quadratmetern Energiebezugsfläche.
Einfamilienhaus in Rapperswil-Jona, 10 kWp
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| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug713 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'112 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'426 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'654 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 25.01 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Rapperswil-Jona.
Der günstigste und einer der teuersten Orte des Kantons liegen in derselben Region, gut zwanzig Kilometer voneinander entfernt. Nennen Sie Postleitzahl und Dachgrösse, dann rechnen Fachbetriebe aus der Umgebung mit dem Tarif und der Schutzstufe, die an Ihrer Adresse gelten. Der Vergleich kostet Sie nichts.
Die Gemeinden im Wahlkreis See-Gaster
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil, Strompreise 2026 · Gemeinde Weesen, Ampelsystem für Solaranlagen in Ortsbildschutzgebieten · Gemeinde Schänis, Informationsabend zu den Netzkosten · Region Zürichsee-Linth, Sammelaktion Photovoltaik. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.