Photovoltaik und Solaranlage in Albula/Alvra
Albula/Alvra: 31.29 Rappen — ganz ohne kommunale Abgabe
Die Gemeinde Albula/Alvra verrechnet 2026 einen Haushaltstarif von 31.29 Rappen je Kilowattstunde, und darin steckt keine einzige Rappe Abgabe an das Gemeinwesen. Beim Rückliefern greift der gesetzliche Mindestbetrag von 6.00 Rappen exklusive Mehrwertsteuer; das Tarifblatt 2026 der gemeindeeigenen Elektrizitätsversorgung existiert nachweislich, war aber nicht abrufbar. Wer glaubt, hohe Strompreise seien immer kommunal gemacht, findet hier die Gegenprobe.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Albula/Alvra kostet
Sieben Fraktionen zwischen Alvaschein am Talausgang und Brienz/Brinzauls auf der Höhe bedeuten sehr unterschiedliche Zufahrten und Bauaufgaben. Das rechnerische Dachpotenzial der Gemeinde liegt bei 29.64 Gigawattstunden im Jahr, mit Fassaden bei 42.2; der Fassadenanteil beträgt 42 Prozent. Ein grosser Teil der Bausubstanz steht in geschützten Ortsbildern, weshalb der Planungsaufwand in die Offerte gehört und nicht wegdiskutiert werden sollte. Für ein Wohnhaus ausserhalb der Schutzperimeter bleibt die Positionenliste dagegen überschaubar: Gerüst, Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter, Elektroarbeiten, Anmeldung. Vom Kanton kommt für ein gewöhnliches Schrägdach kein Beitrag — der Winterstromtopf verlangt eine Neigung von mindestens 60 Grad, der Flächenpotenzialtopf zahlt nur für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Vor Steuer sind 28.950 Rappen fällig. Sie bestehen aus 13.083 Rappen für das Netz, 12.500 für die Beschaffung, 2.300 für den Bund und einer Jahresgebühr von 48 Franken — eine kommunale Abgabe fällt nicht an. Damit ist Albula/Alvra die einzige der 25 Gemeinden beider Regionen ohne diese Position. Und sie ist die exakte Gegenfigur zu Thusis, das 6.00 Rappen erhebt und trotzdem nur 17.54 Rappen kostet. Der hohe Preis entsteht hier also aus Beschaffung und Netz und nicht aus dem Gemeindehaushalt; wer die verbreitete Annahme prüfen will, teure Gemeinden würden am Strompreis verdienen, findet in dieser Zeile die Antwort.
Was Ihr Solarstrom in Albula/Alvra wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202631.29 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Gemeinde Albula/Alvra, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 28.950 Rappen, darin 12.500 für die Energie, 13.083 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes und 1.067 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Gemeinde Albula/Alvra auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202625.3 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Albula/Alvra im Region Albula
Bezugspreis 2026 im Region Albula, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
31.29 Rappen liegen 0.67 Rappen über dem Bündner Zentralwert und ergeben Rang 22 unter den 25 Gemeinden beider Regionen. Zur Nachbargemeinde Bergün Filisur sind es 8.14 Rappen Abstand nach oben, zu Schmitten 1.80 Rappen nach unten. Der Blick über die Regionsgrenze ist deutlicher: Rongellen im Viamala zahlt 11.32 Rappen, also weniger als 40 Prozent. Beide Gemeinden liegen im selben Kanton, unterstehen denselben Gesetzen und beziehen Strom aus derselben Alpenregion — der Unterschied entsteht aus Konzessionslage, Netzstruktur und kommunalen Entscheiden. Für Sie zählt am Ende nur, dass jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier gut 31 Rappen einspart.
Das Tarifblatt 2026 der Elektrizitätsversorgung Albula/Alvra ist als Dokument nachgewiesen, die Website war für automatisierte Abfragen jedoch gesperrt — deshalb steht hier keine Rappenzahl für die Rücklieferung. Gesichert bleibt einzig die bundesrechtliche Vorgabe: 6.00 Rappen für kleine Anlagen, mit einem Abschlag, sobald Leistung und Eigenverbrauch zusammenkommen. Das Dokument gibt es, es liegt in Tiefencastel auf, und ein Anruf oder ein Besuch klärt die Frage schneller als jede Onlinesuche. Bei über 31 Rappen Bezugspreis lohnt sich die Nachfrage: Der Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung beträgt hier mindestens 25 Rappen, und danach richtet sich die sinnvolle Anlagengrösse.
Wer in Albula/Alvra was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Albula/Alvra | Was Sie bekommenKeinen Förderbeitrag, aber auch keine Belastung: Albula/Alvra erhebt als einzige der 25 Gemeinden keine Abgabe an das Gemeinwesen auf den Strompreis. | Was das für Sie bedeutetIn Ihrer Kalkulation steht kommunal auf beiden Seiten null. Die Fördermittel kommen vom Bund über die Einmalvergütung und allenfalls vom Kanton, wenn Ihre Fläche 60 Grad oder mehr Neigung aufweist — das Gesuch muss dann vor Baubeginn vorliegen. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Sieben Fraktionen im Welterbe-Perimeter
Albula/Alvra entstand am 1. Januar 2015 und umfasst Alvaschein, Mon, Stierva, Tiefencastel, Alvaneu, Surava und Brienz/Brinzauls; Hauptort ist Tiefencastel auf 859 Metern. Auf 93.63 Quadratkilometern leben 1’313 Menschen. Amtlich ist die Gemeinde deutsch und rätoromanisch, was für Behördenkontakt und Beschriftungen von Bedeutung sein kann — die kantonalen Erlasse und das Meldeformular für Solaranlagen liegen ohnehin in allen drei Amtssprachen vor. Vier der sieben Fraktionen tragen ein Ortsbild von nationaler Bedeutung: Alvaneu, Alvaschein, Mon und Tiefencastel. Stierva, Surava und Brienz/Brinzauls sind es nicht — auf dieser Seite muss also fraktionsweise unterschieden werden, sonst ist die Aussage für drei Siedlungen falsch.
Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Parc Ela und im Perimeter des UNESCO-Welterbes Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina, das seit 2008 besteht; dazu kommen das Kirchlein St. Peter Mistail und die Burgruine Belfort. Wirtschaftlich tragen Landwirtschaft, Gewerbe, Verkehr und Tourismus die Gemeinde, mit Tiefencastel als Verkehrsknoten. Ein kommunales Programm für private Solaranlagen oder Speicher war nicht auffindbar, und der ewz-Perimeter endet vor der Gemeindegrenze. Bemerkenswert bleibt der Verzicht auf eine Abgabe über den Strompreis — die Gemeinde nimmt aus dieser Quelle nichts ein.
Ortschaften und Lagen: Tiefencastel, Alvaneu, Alvaschein, Brienz/Brinzauls, Surava, Mon. Die Gemeinde zählt 1'313 Einwohner auf 9'363 Hektaren. Sie gehört zur Region Albula — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7450. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7084, 7451, 7458, 7459, 7472, 7473, 7492.
Was Sie in Albula/Alvra bewilligen lassen müssen
Vier Ortsbilder von nationaler Bedeutung in einer Gemeinde bedeuten, dass die Bewilligungsfrage hier zuerst nach der Fraktion gestellt werden muss. In Alvaneu, Alvaschein, Mon und Tiefencastel ist die frühe Abklärung mit dem Bauamt angezeigt; in Stierva, Surava und Brienz/Brinzauls besteht kein solcher Perimeter. Dazu kommt der Welterbe-Perimeter der Albulalinie, der die Gemeinde durchzieht und bei Vorhaben in Sichtbeziehung zur Bahn eine Rolle spielen kann. Wo eine Meldung reicht, läuft es so: anzeigen, bevor gebaut wird, 15 Arbeitstage abwarten, danach beginnen. Für Neubauten schreibt die kantonale Energieverordnung vor, dass 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche selbst erzeugt werden, ohne dass die einsehbaren Fassungen eine Ersatzabgabe kennen.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Albula/Alvra, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug892 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1'291 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'784 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr2'012 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 31.29 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Albula/Alvra.
Nennen Sie in der Anfrage Ihre Fraktion: In vier der sieben Siedlungen ist der Ortsbildschutz ein Thema, in dreien nicht. Bis zu drei Betriebe aus dem Albulatal rechnen Ihnen die Anlage danach realistisch durch. Der Vergleich kostet Sie nichts.
Weitere Gemeinden im Region Albula
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreise 2026, Tarifdaten für die Gemeinde Albula/Alvra · BFE, Solarpotenzial der Gemeinde Albula/Alvra, Gemeindeblatt BFS 3542 · Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder, Abfrage über die Geodaten des Bundes · Energiegesetz und Energieverordnung des Kantons Graubünden, Artikel 9b BEG und Artikel 23 BEV. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.