Photovoltaik und Solaranlage in Lantsch/Lenz

Photovoltaik Lantsch/Lenz · Kanton Graubünden

Lantsch/Lenz: 30.76 Rappen und kein geschützter Ortskern

Die Elektrizitätsversorgung der Gemeinde Lantsch/Lenz verrechnet 2026 einen Haushaltstarif von 30.76 Rappen je Kilowattstunde. Wer Strom abgibt, ist gesetzlich mit 6.00 Rappen ohne Mehrwertsteuer abgesichert; die Gemeinde kündigt zwar Stromtarife an, ein abrufbares Rücklieferdokument für 2026 gibt es aber nicht. Mit gut 24 Rappen Abstand gehört Lantsch/Lenz zu den Gemeinden, in denen sich Eigenverbrauch klar lohnt.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

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Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

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Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

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Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Graubünden zahlt nichts an Batteriespeicher — 300 Franken je kWp nur an Anlagen ab 60 Grad Neigung an sonnenreicher Lage.

Schritt 6 von 9

Nach der Meldung hat die Gemeinde 15 Arbeitstage Zeit für Einwände — danach darf gebaut werden.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

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30.76
Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde 2026 in Lantsch/Lenz bei Gemeinde Lantsch/Lenz, Elektrizitätsversorgung
53
von 101 Tarifzeilen des Kantons, 3. von 6 im Region Albula — von 11.32 in Rongellen bis 39.43 in Bergün Filisur
24.8
Rappen Abstand zum gesetzlichen Boden von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde hier mindestens wert
0
Ortsbilder von nationaler Bedeutung — ausserhalb der kommunalen Schutzzonen ist eine Dachanlage hier baubewilligungsfrei
Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43Rongellen 11.32Muntogna da Schons 11.86Zillis-Reischen 12.40Sils im Domleschg 13.33Sufers 13.51Brusio 14.19Andeer 14.56Ferrera 14.56Avers 15.10Thusis 17.54Bregaglia 19.90Rheinwald 20.14Samnaun 20.40Vals 20.80Valsot 21.75Zernez 22.20Poschiavo 22.37Scuol 22.83S-chanf 25.25Davos 25.58Cazis 26.28Domleschg 26.28Flerden 26.28Fürstenau 26.28Masein 26.28Rothenbrunnen 26.28Tschappina 26.28Urmein 26.28Flims 27.12Trin 27.12Safiental 27.54Arosa 27.60Bonaduz 27.71Domat/Ems 27.71Felsberg 27.71Rhäzüns 27.71Tamins 27.71Mesocco 28.21Tujetsch 28.41Grono 28.76Lostallo 28.76Soazza 28.76St. Moritz 29.16Schmitten 29.49Maienfeld 29.58Celerina/Schlarigna 29.76Surses 30.00Medel (Lucmagn) 30.19Roveredo 30.55Santa Maria in Calanca 30.55Val Müstair 30.62Untervaz 30.75Lantsch/Lenz 30.76Samedan 31.06Churwalden 31.25Albula/Alvra 31.29Jenins 31.36Conters im Prättigau 31.56Klosters 31.56Küblis 31.56Luzein 31.56Pontresina 31.56Castaneda 31.63San Vittore 31.63Cama 32.05Scharans 32.08Chur 32.34Tschiertschen-Praden 32.34Buseno 32.55Breil/Brigels 32.64Disentis/Mustér 32.64Ilanz/Glion 32.64Laax 32.64Lumnezia 32.64Obersaxen Mundaun 32.64Sagogn 32.64Schluein 32.64Sumvitg 32.64Trun 32.64Landquart 33.08Calanca 33.11Rossa 33.11Bever 33.18Falera 33.18Fideris 33.18Fläsch 33.18Furna 33.18Grüsch 33.18Jenaz 33.18Malans 33.18Schiers 33.18Seewis im Prättigau 33.18Zizers 33.18Zuoz 33.18Sils im Engadin/Segl 33.29Silvaplana 33.29La Punt Chamues-ch 33.40Madulain 33.40Trimmis 33.40Vaz/Obervaz 34.35Bergün Filisur 39.43

Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.

Kosten

Was eine Solaranlage in Lantsch/Lenz kostet

Die Gemeinde liegt auf 1’328 Metern im Hochtal der Lenzerheide, was Schneelast und Neigungswahl zu echten Kostenfaktoren macht. Das rechnerische Dachpotenzial beträgt 12.36 Gigawattstunden im Jahr, mit Fassaden 18.2; der Fassadenanteil von 47 Prozent ist typisch für diese Höhe. Neben Wohnhäusern gibt es hier Sportinfrastruktur mit erheblichem Anschlusswert, und für solche Objekte gehören Statik, Blitzschutz und Netzanschluss von Beginn weg in die Kalkulation. Weil eine steile Auslegung auf dieser Höhe technisch ohnehin naheliegt, lohnt der Blick auf den kantonalen Winterstrombeitrag: 300 Franken je Kilowattpeak ab 60 Grad Neigung, mindestens 900 Franken, höchstens 200’000. Prüfen Sie die Globalstrahlung an Ihrem Standort in der kantonalen Karte, bevor Sie mit dem Beitrag rechnen.

Ohne Steuer verbleiben 28.453 Rappen. Auf die Beschaffung entfallen 11.800 Rappen, auf das Netz 11.697; dazu kommen 2.300 Rappen für den Bund, 1.75 für die Gemeindekasse und 40.80 Franken Jahresgebühr. Energie und Netz sind hier fast gleich gross — eine Balance, die in Graubünden selten ist, weil meistens eines der beiden dominiert. Zum Vergleich: In Scharans macht die Beschaffung mit 15.000 Rappen den Ausschlag, in Bergün Filisur das Netz mit 18.563. Für Sie hat diese Symmetrie eine praktische Folge: Es gibt keinen einzelnen Posten, an dem sich mit Lastverschiebung übermässig sparen liesse — was zählt, ist der Anteil des Stroms, der das Haus nicht verlässt.

Tarife

Was Ihr Solarstrom in Lantsch/Lenz wert ist

Position2026Was dahintersteckt
PositionStrom, den Sie beziehen202630.76 Rp./kWhWas dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Gemeinde Lantsch/Lenz, Elektrizitätsversorgung, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 28.453 Rappen, darin 11.800 für die Energie, 11.697 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.750 Abgaben an das Gemeinwesen und 0.906 Rappen weitere gesetzliche Positionen.
PositionStrom, den Sie einspeisen2026ab 6.00 Rp./kWhWas dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Gemeinde Lantsch/Lenz, Elektrizitätsversorgung auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei.
PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh202624.8 Rp.Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark.
Der Vergleich

Lantsch/Lenz im Region Albula

Bezugspreis 2026 im Region Albula, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde

Rongellen Gemeinde Andeer, Elektrizitätswesen11.32
Schmitten Gemeinde Schmitten, Stromversorgung29.49
Surses Gemeinde Surses, Elektrizitätsversorgung30.00
Lantsch/Lenz Gemeinde Lantsch/Lenz, Elektrizitätsversorgung30.76
Albula/Alvra Gemeinde Albula/Alvra31.29
Vaz/Obervaz Politische Gemeinde Vaz/Obervaz, Elektrizitäts34.35
Bergün Filisur Elektrizitätswerk der Gemeinde Bergün Filisur39.43

ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.

Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer

Albula/Alvra Energie 12.500 · Netz 13.08325.6
Bergün Filisur Energie 12.076 · Netz 18.56330.6
Vaz/Obervaz Energie 12.000 · Netz 14.78026.8
Lantsch/Lenz Energie 11.800 · Netz 11.69723.5
Schmitten Energie 9.000 · Netz 13.39722.4
Surses Energie 8.900 · Netz 12.89721.8
Rongellen Energie 4.576 · Netz 0.4605.0

Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.

Mit 30.76 Rappen liegt Lantsch/Lenz 0.14 Rappen über dem Zentralwert aller 101 Bündner Gemeinden und auf Rang 21 der 25 Gemeinden beider Regionen. Innerhalb der Region Albula rangiert die Gemeinde im Mittelfeld: Schmitten zahlt 29.49, Surses 30.00, Albula/Alvra 31.29, Vaz/Obervaz 34.35 und Bergün Filisur 39.43 Rappen. Der Abstand zur günstigsten Gemeinde des Kantons beträgt 19.44 Rappen — auf 4’500 Kilowattstunden gerechnet rund 875 Franken im Jahr. Diese Spanne ist die grösste der Ostschweiz und in dieser Form kein Zufall, sondern das Ergebnis sehr unterschiedlicher Konzessions- und Netzverhältnisse. Für die Planung heisst das: Ein regionaler Durchschnitt taugt hier nichts.

Ein Rücklieferansatz für 2026 ist nicht abrufbar; die Gemeinde kündigt zwar Stromtarife an, ohne ein zugehöriges Dokument zu veröffentlichen. Deshalb steht hier keine Zahl, sondern nur, was der Gesetzgeber garantiert: 6.00 Rappen für Anlagen bis zur 30-Kilowatt-Schwelle und einen kleineren Betrag darüber. Bei den Sportanlagen im Gemeindegebiet ist diese Marke schnell überschritten, weshalb dort die Eigenverbrauchsquote den Ausschlag gibt. Und diese Quote ist an einem Ort mit Winterbetrieb naturgemäss schwierig: Beschneiung, Hallen und Betriebsgebäude brauchen Strom, wenn die Photovoltaik am wenigsten liefert. Genau deshalb ist die steile, winteroptimierte Auslegung hier mehr als eine Fördergeschichte.

Förderung

Wer in Lantsch/Lenz was bezahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBundWas Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag.Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng.
EbeneKanton Graubünden, WinterstromWas Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes.Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht.
EbeneKanton Graubünden, FlächenpotentialWas Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b.Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage.
EbeneKanton Graubünden, BatteriespeicherWas Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme.Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen.
EbeneGemeinde Lantsch/Lenz Was Sie bekommenLantsch/Lenz steht namentlich im Bündner Förderperimeter des ewz, obwohl die Gemeinde ihr Netz selbst betreibt. Das eröffnet Beiträge an Solaranlagen und, seit August 2026, auch an fest installierte Speicher. Was das für Sie bedeutetPrüfen Sie den Beitrag also beim ewz, auch wenn Ihre Stromrechnung von der Gemeinde kommt. Weil die Überlagerung von Versorgungs- und Netzgebiet nicht dokumentiert ist, lassen Sie sich die Zusage für Ihre Adresse schriftlich geben.

Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.

Vor Ort

Hochtal, Biathlonarena, zwei alte Kirchen

Lantsch/Lenz liegt auf 1’328 Metern im Hochtal der Lenzerheide und umfasst 21.81 Quadratkilometer mit 518 Einwohnerinnen und Einwohnern; der Ausländeranteil beträgt 13.9 Prozent. Amtssprache ist Deutsch, doch die Sprachgeschichte ist eine andere: Traditionell sprach eine Mehrheit der Bevölkerung Rätoromanisch in der surmiranischen Variante, seit dem Jahr 2000 stellt Deutsch die Mehrheit. Wie die Gemeinde heute amtlich eingestuft ist, lässt sich aus den öffentlich abrufbaren Quellen nicht abschliessend belegen, weil das kantonale Sprachengesetz die Zuordnung den Gemeinden überlässt und keine Liste führt. Der Doppelname ist im Alltag beides — Lantsch romanisch, Lenz deutsch. Ein geschütztes Ortsbild von nationaler Bedeutung besitzt die Gemeinde nicht; die spätgotische Kirche St. Maria von 1505 und St. Antonius von Padua aus den Jahren 1656 bis 1663 sind Einzelobjekte.

Prägend ist der Wintersport: Die Roland Arena im Gemeindegebiet ist Austragungsort internationaler Biathlon- und Langlaufwettkämpfe, darunter der Weltmeisterschaften 2025. Dazu kommen Landwirtschaft, Ferienwohnungen und die Nähe zum Tourismusgebiet Lenzerheide. Energiepolitisch ist die Lage doppelt: Die ElCom führt die Gemeinde selbst als Netzbetreiberin, das ewz führt Lantsch/Lenz in seinem Bündner Förderperimeter für die Talschaft Albulatal. Beide Angaben sind belegt und schliessen einander nicht aus, doch wie sie zusammenpassen, sagt keine abrufbare Quelle — praktisch heisst das: Förderbeiträge über das ewz prüfen, Netzanschluss und Tarif über die Gemeinde.

Ortschaften und Lagen: Lantsch/Lenz. Die Gemeinde zählt 518 Einwohner auf 2'181 Hektaren. Sie gehört zur Region Albula — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7083.

Bewilligung

Was Sie in Lantsch/Lenz bewilligen lassen müssen

Von den sechs Albula-Gemeinden sind nur Lantsch/Lenz und Vaz/Obervaz ohne Ortsbild von nationaler Bedeutung, und das ist bewilligungsseitig ein echter Vorteil. Wer eine angepasste Dachanlage plant, zeigt sie dem Bauamt vor Baubeginn an; teilt es innerhalb von 15 Arbeitstagen keine Bewilligungspflicht mit anfechtbarer Verfügung mit, darf die Bauherrschaft beginnen. Kalkulieren Sie mit gut drei Wochen und nicht mit der Faustregel des Formulars, denn Arbeitstage zählen Feiertage nicht mit. Die beiden Kirchen sind geschützte Einzelobjekte und kein Ortsbildperimeter — für benachbarte Grundstücke ändert das am Verfahren nichts. Für einen Neubau verlangt der Kanton, dass je Quadratmeter Energiebezugsfläche 10 Watt selbst erzeugt werden; eine Ersatzabgabe steht in den einsehbaren Fassungen der Erlasse nicht.

Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.

Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.

Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.

In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus in Lantsch/Lenz, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug877 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'276 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'753 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr1'981 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 30.76 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Lantsch/Lenz.

Ohne geschützten Ortskern und mit einer Lage, die steile Anlagen begünstigt, ist Lantsch/Lenz eine dankbare Adresse für Photovoltaik. Lassen Sie mehrere Betriebe rechnen, ob sich die 60-Grad-Variante für Sie lohnt. Angebot und Vergleich sind kostenlos.

Photovoltaik in der Nachbarschaft von Lantsch/Lenz

Region Albula · Kanton Graubünden

Schmitten · Surses · Albula/Alvra · Vaz/Obervaz · Bergün Filisur