Photovoltaik und Solaranlage in Scuol
Scuol: 22.83 Rappen — und 7.00 bis 150 Kilowatt
Ein Haushalt in Scuol bezahlt 2026 einen Bezugspreis von 22.83 Rappen je Kilowattstunde an die EE Energia Engiadina. Dasselbe Werk vergütet Solarstrom bis zu einer Leistung von 150 Kilowatt mit vollen 7.00 Rappen und wendet die bundesrechtliche Absenkung ab 30 Kilowatt nicht an — bei einer Anlage von 100 Kilowatt mit Eigenverbrauch läge der gesetzliche Boden bei 1.80 Rappen. Das ist die stärkste Einspeiseregelung dieser drei Regionen und für Scuol mit seinen Hotel-, Bergbahn- und Werkhofdächern der Punkt mit dem grössten absoluten Effekt.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Scuol kostet
Scuol ist mit 4’546 Einwohnerinnen und Einwohnern die grösste Gemeinde dieses Vergleichs und deckt 438.61 Quadratkilometer ab, weshalb Anfahrt und Baustelleneinrichtung stark vom Standort abhängen. Auf einem Hoteldach in Vulpera gelten andere Voraussetzungen als auf einem Neubau in Schinnas oder auf einem Stall über Sent. Bei mittelgrossen Anlagen lohnt es sich, die Leistung bewusst unter die Grenze von 150 Kilowatt zu legen, weil oberhalb davon keine Mindestvergütung mehr zugesichert ist. Lassen Sie die Auslegung deshalb an der Vergütungsstufe und am eigenen Lastprofil ausrichten, nicht an der maximal belegbaren Fläche.
Der Preis von 22.83 Rappen entsteht aus 7.000 Rappen für die Energie, 8.984 Rappen für das Netz, 1.500 Rappen Gemeindeabgabe und den 2.300 Rappen des bundesrechtlichen Netzzuschlags. Energie und Netz sind im gesamten Gebiet der EE Energia Engiadina identisch; die 1.08 Rappen, die Scuol von Valsot trennen, sind ausschliesslich die höhere Abgabe der eigenen Gemeinde. Das Tarifblatt nennt für die Netznutzung ausserdem 10.47 Rappen im Hoch- und 8.17 Rappen im Niedertarif sowie einen Baustromtarif von 9.70 Rappen. Der Haushaltstarif wird als hundert Prozent erneuerbar zu 7.00 Rappen verkauft.
Was Ihr Solarstrom in Scuol wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202622.83 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei EE Energia Engiadina, inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 21.117 Rappen, darin 7.000 für die Energie, 8.984 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.500 Abgaben an das Gemeinwesen und 1.333 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 20267.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei EE Energia Engiadina gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202615.8 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Scuol im Region Engiadina Bassa/Val Müstair
Bezugspreis 2026 im Region Engiadina Bassa/Val Müstair, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Innerhalb der Region ist Scuol die dritt- bis viertgünstigste Adresse: 20.40 Rappen in Samnaun, 21.75 in Valsot, 22.20 in Zernez und 30.62 im Val Müstair. Gegenüber Bever und Zuoz, die Repower mit 33.18 Rappen belastet, beträgt der Abstand 10.35 Rappen, und davon entfallen 6.31 Rappen auf die Netznutzung und nur 2.60 auf den Energiepreis. Nicht das ganze Oberengadin ist teurer: S-chanf liegt mit 25.25 Rappen nahe am Unterengadin, St. Moritz und Celerina bei 29.16 und 29.76. Der Satz «zehn Rappen günstiger als das Oberengadin» gilt also gegen die Repower-Gemeinden, nicht pauschal.
Die 7.00 Rappen bis zur Leistungsgrenze von 150 Kilowatt entsprechen exakt dem Energieverkaufspreis des Werks und gelten ohne Abstufung; gegenüber 2025 wurden sie um 1.70 Rappen gesenkt. Für mittelgrosse Anlagen zwischen 30 und 150 Kilowatt ist das der entscheidende Unterschied gegenüber fast allen anderen Bündner Werken, die an dieser Stelle die Formel des Bundes anwenden und den Ansatz mit steigender Leistung senken. Über 150 Kilowatt endet die Zusicherung, weshalb bei grossen Dächern die Aufteilung in mehrere Anlagen zu prüfen ist. Ein gesonderter Betrag für Herkunftsnachweise erscheint auf dem Tarifblatt nicht.
Wer in Scuol was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Scuol | Was Sie bekommenEin Gemeindebeitrag an Photovoltaik ist für Scuol nicht belegbar, obwohl im gängigen Förderverzeichnis eine Ortsseite besteht. Scuol erhebt eine Abgabe von 1.500 Rappen je bezogener Kilowattstunde, was zwischen der tieferen Abgabe in Valsot und der höheren in Zernez liegt. | Was das für Sie bedeutetVon der Gemeinde kommt kein Investitionsbeitrag; wirtschaftlich trägt die Anlage der Rückliefersatz des Werks zusammen mit dem Eigenverbrauch. Steht Ihr Gebäude in einem der sechs geschützten Kerne, klären Sie die Einordnung, bevor Sie Module und Anordnung festlegen. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Sieben Dörfer, sieben geschützte Ortsbilder
Scuol ist Hauptort des Unterengadins und seit der Fusion vom 1. Januar 2015 mit Ardez, Ftan, Guarda, Sent und Tarasp die grösste Gemeinde dieses Vergleichs. Zu 7550 Scuol kommen die Postleitzahlen 7545 Guarda, 7546 Ardez, 7551 Ftan, 7552 Vulpera, 7553 Tarasp und 7554 Sent. Guarda gehört ausdrücklich hierher und nicht zur Nachbargemeinde Valsot — es ist das bekannteste Sgraffito-Dorf des Unterengadins. Das Idiom ist Vallader; die kantonalen Solarunterlagen liegen in romanischer Fassung vor, verfasst in Rumantsch Grischun. Sieben Ortsbilder von nationaler Bedeutung liegen auf diesem Gemeindegebiet: Scuol, Ardez, Guarda, Sent, Sur En, Tarasp und Tarasp Kurhaus.
Die Wirtschaft ist touristisch geprägt: das Mineralbad Bogn Engiadina, das Skigebiet Motta Naluns mit rund 80 Kilometern Pisten sowie Hotellerie in Vulpera und Tarasp. Ein Thermalbad ist der Prototyp des Eigenverbrauchskandidaten, weil Pumpen, Wärme und Beleuchtung das ganze Jahr über rund um die Uhr laufen. Auch Bergbahnen und Werkhöfe bringen grosse, wenig gegliederte Dächer mit, die zusammen mit dem Rückliefersatz bis 150 Kilowatt eine tragfähige Rechnung ergeben. Für Wohnbauten in den historischen Kernen bleiben dagegen vor allem Nebengebäude und Neubauquartiere realistisch.
Ortschaften und Lagen: Scuol, Ardez, Ftan, Guarda, Sent, Tarasp. Die Gemeinde zählt 4'546 Einwohner auf 43'861 Hektaren. Sie gehört zur Region Engiadina Bassa/Val Müstair — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7550. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7545 Guarda, 7546 Ardez, 7551 Ftan, 7552 Vulpera, 7553 Tarasp, 7554 Sent.
Was Sie in Scuol bewilligen lassen müssen
Sechs der sieben geschützten Ortsbilder sind Dorfkerne mit Engadinerhäusern und Sgraffiti, weshalb sich dort die Frage der Einordnung bei jedem Vorhaben stellt. Ftan hat als einziger Ortsteil kein Objekt im Bundesinventar und ist damit innerhalb derselben Gemeinde die baurechtlich freieste Lage — ein konkret verwertbarer Unterschied. Gemeldet wird schriftlich beim Bauamt der Gemeinde, bevor gearbeitet wird; danach läuft eine Wartefrist von 15 Arbeitstagen. Bleibt eine Mitteilung aus, darf begonnen werden, wobei die Faustregel «fünfzehn Tage» des kantonalen Formulars zu knapp bemessen ist. Für grössere Fassadenanlagen bleibt in Graubünden das ordentliche Baubewilligungsverfahren die Regel, und für Neubauten gilt in Scuol eine Erzeugungspflicht von zehn Watt auf den Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Scuol, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug651 CHF | Vergütung466 CHF | Nutzen je Jahr1'117 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'301 CHF | Vergütung266 CHF | Nutzen je Jahr1'567 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 22.83 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 7.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Scuol.
7550 für Scuol, oder die Postleitzahl von Guarda, Ardez, Ftan, Vulpera, Tarasp oder Sent. Bis zu drei Fachbetriebe aus dem Unterengadin prüfen Dachfläche, Ortsbildlage und Anlagengrösse und rechnen mit 7.00 Rappen für die Rücklieferung. Der Vergleich ist für Sie gratis.
Weitere Gemeinden im Region Engiadina Bassa/Val Müstair
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · EE Energia Engiadina, Netznutzung und Energietarife 2026 · ElCom, Strompreise 2026, Haushaltsprofil H4 · Bundesinventar der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Abfrage scuol · Formular d’annunzia e decleraziun persunala, indrizs solars. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.