Photovoltaik und Solaranlage in Vals
Vals bezieht für 20.80 Rappen — und hat zwei Netze
Der Haushaltstarif liegt 2026 bei 20.80 Rappen je Kilowattstunde; günstiger bezieht in der Surselva und im Landquart niemand. Was das EW Vals für zurückgelieferten Strom zahlt, hat es nicht veröffentlicht; verbindlich bleibt allein die bundesrechtliche Garantie von 6.00 Rappen je Kilowattstunde unterhalb der 30-Kilowatt-Grenze. Dazwischen liegen 14.80 Rappen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Vals kostet
Vals Platz liegt auf 1’728 Metern am Talschluss, und jede Offerte muss diese Anfahrt abbilden. Rechnen Sie Gerüst, Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter, Elektroanschluss und Transport als getrennte Zeilen ab; bei den Weilern Leis, Camp und Zervreila kommt die Zufahrt als eigener Posten hinzu. Die Schneelast am Talschluss verlangt eine kräftigere Unterkonstruktion als im Vorderrheintal, das ist eine Frage der Statik und nicht des Moduls. Wer im gewachsenen Ortskern baut, sollte sich zusätzlich eine Indachvariante rechnen lassen, weil die Steindächer aus Valser Quarzit eine aufgesetzte Standardmontage schlecht vertragen.
Die Netznutzung kostet hier 7.793 Rappen und die Energie 5.751 Rappen; dazu kommen ein Rappen Gemeindeabgabe, 2.300 Rappen Netzzuschlag des Bundes und der Messtarif, zusammen 19.244 Rappen ohne Mehrwertsteuer. Der Abstand von 11.84 Rappen zum Repower-Gebiet talabwärts entsteht zu rund zwei Dritteln beim Netz und nur zu einem Drittel bei der Beschaffung — die geläufige Erklärung mit der eigenen Wasserkraft trägt also höchstens den kleineren Teil. Das Werk bezieht seine Energie von den Kraftwerken Zervreila; ob daraus Gratis- oder Vorzugsenergie aus einer Konzession stammt, liess sich nicht belegen und wird hier deshalb nicht behauptet. Für Ihre Rechnung zählt ohnehin nur der Endwert: Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ersetzt in Vals 20.80 Rappen.
Was Ihr Solarstrom in Vals wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202620.80 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Elektrizitätswerk Vals (EW Vals), inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 19.244 Rappen, darin 5.751 für die Energie, 7.793 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 1.000 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.400 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionWeiteres Werk im Gemeindegebiet | 2026— | Was dahinterstecktRepower AG beliefert Ortschaft St. Martin. Die ElCom führt dafür keine eigene Tarifzeile, der dortige Preis ist also nicht amtlich ausgewiesen. Welches Werk Ihre Adresse versorgt, steht auf Ihrer Stromrechnung. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktDie gesetzliche Untergrenze ohne Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 Kilowatt. Den eigenen Ansatz führt Elektrizitätswerk Vals (EW Vals) auf dem eigenen Tarifblatt; er war für diese Seite nicht öffentlich abrufbar. Fragen Sie ihn vor der Bestellung ab — zwischen den Bündner Werken liegt hier ein Faktor von mehr als drei. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202614.8 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Vals im Region Surselva
Bezugspreis 2026 im Region Surselva, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Unter den 23 Gemeinden der Regionen Surselva und Landquart bezieht Vals am günstigsten, und auch im kantonalen Feld liegt der Ort deutlich unter dem Mittelwert von 30.62 Rappen. Bis zum tiefsten Bündner Wert, den Rongellen im Schams mit 11.32 Rappen hält, fehlen trotzdem 9.48 Rappen. Das ist die unbequeme Seite eines tiefen Tarifs: Der Hebel des Eigenverbrauchs fällt hier kürzer aus als überall sonst in der Region. Bei 4’500 Kilowattstunden im Jahr spart ein Valser Haushalt gegenüber Falera rund 557 Franken — dieselben 557 Franken fehlen aber in der Wirtschaftlichkeitsrechnung einer Anlage.
Das Tarifblatt 2026 des EW Vals enthält keinen Abschnitt zu Energieerzeugungsanlagen, zur Einspeisung oder zu Herkunftsnachweisen; eine Rappenzahl steht hier deshalb nicht. Verlangt werden kann sie beim Werk vor der Bestellung, zusammen mit der Frage, ob die Nachweise separat abgenommen werden. Eine Besonderheit betrifft die Ortschaft St. Martin: Sie gehört seit 2015 zu Vals, wird aber von der Repower AG beliefert, was die Tarifstatistik nicht abbildet. Dort gelten deren Konditionen, mit einem gesicherten Sockel für Kleinanlagen und einer getrennten Nachweisvergütung in den kalten Quartalen.
Wer in Vals was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Vals | Was Sie bekommenVals führt kein eigenes Beitragsprogramm für Photovoltaik, das öffentlich auffindbar wäre. Die Gemeinde ist aber Ihre Meldestelle und Eigentümerin des Elektrizitätswerks. | Was das für Sie bedeutetIhre Anzeige geht an die Valser Baubehörde, die Anschlussfragen an das Werk im selben Haus. Fragen Sie beide Themen in einem Zug ab, das spart einen Umweg. Der kantonale Winterstrombeitrag von 300 Franken je Kilowatt-Peak setzt eine Modulneigung zwischen 60 und 90 Grad voraus; ein normal geneigtes Hausdach erhält davon nichts. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Walsersprachinsel am Ende des Valsertals
Vals erstreckt sich über 175.56 Quadratkilometer und ist damit die flächengrösste der 23 Gemeinden, bewohnt aber von nur 1’005 Menschen (2024) — rechnerisch knapp sechs je Quadratkilometer. Neben dem Hauptort gehören die ganzjährig bewohnte Terrasse Leis, der Weiler Camp, die Siedlung beim Stausee Zervreila und die Ortschaft St. Martin mit eigener Postleitzahl 7116 dazu. Gesprochen wird Deutsch: Vals ist eine Walsersiedlung inmitten des romanischen Sprachgebiets, während die Nachbargemeinden im Lugnez romanisch sind. Die Bausubstanz prägt der Valser Quarzit, der hier gebrochen und verarbeitet wird und dem Ort eine steinerne Dachlandschaft gibt. Für die Planung heisst das: Die grossen ununterbrochenen Flächen liegen auf Ökonomie- und Hotelbauten, nicht auf den Wohnhäusern im Kern.
Der Quarzit ist das industrielle Rückgrat des Tals; das ortsansässige Familienunternehmen bricht und bearbeitet den Stein, aus dem auch die 1996 eröffnete Therme mit rund 60’000 Platten gebaut wurde. Daneben prägen die Wasserkraft und der Tourismus den Verbrauch: Der Stausee Zervreila ist seit 1958 in Betrieb und gehört zu den grössten der Schweiz. In der Landwirtschaft arbeitet rund ein Viertel der Erwerbstätigen, entsprechend viele Ställe und Alpgebäude stehen im Gemeindegebiet. Ein eigenes kommunales Förderprogramm für Photovoltaik liess sich nicht finden — das ist etwas anderes als der Nachweis, dass keines besteht.
Ortschaften und Lagen: Vals, St. Martin, Leis, Camp, Zervreila. Die Gemeinde zählt 1'005 Einwohner auf 17'556 Hektaren. Sie gehört zur Region Surselva — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7132. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7116 St. Martin (Lugnez).
Was Sie in Vals bewilligen lassen müssen
Für Vals führt das Bundesinventar der Ortsbilder keinen Perimeter von nationaler Bedeutung — die Gestaltungsfrage stellt sich hier über das kommunale Baurecht und über die Steinarchitektur, nicht über eine Bundesliste. Genügend angepasste Dachanlagen zeigen Sie der örtlichen Baubehörde vor Baubeginn schriftlich an; danach bleiben ihr 15 Arbeitstage für eine Verfügung, und schweigt sie, ist der Weg frei. Das kantonale Formular nennt verkürzt 15 Tage — kalkulieren Sie mit mindestens drei Wochen Vorlauf. An der Fassade bleiben ohne Anzeige nur reflexionsarme Flächen bis 6.0 Quadratmeter je Fassade innerhalb der Bauzone zulässig, ausserhalb bis 2.0 Quadratmeter; alles Grössere braucht ein ordentliches Verfahren. Bei einem Neubau kommt die kantonale Eigenstromvorschrift dazu: 10 Watt Leistung pro Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Vals, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug593 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr992 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'186 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1'414 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 20.80 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 6.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Vals.
Ein tiefer Bezugstarif und eine nicht publizierte Rückliefer-Vergütung: In Vals lohnt sich die Anlage vor allem dort, wo der Strom ganzjährig im Haus bleibt. Fordern Sie mehrere Angebote an und halten Sie sie gegen die Zahlen dieser Seite.
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Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026 · Elektrizitätswerk Vals, Gemeinde Vals · Repower AG, Versorgungsgebiet · Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (BR 801.110). Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.