Solaranlage und Photovoltaik im Kanton Schaffhausen

Photovoltaik Kanton Schaffhausen · 26 Gemeinden

Ein Kanton, ein Stromtarif — und 24 von 26 Gemeinden mit geschütztem Ortsbild

In 25 der 26 Schaffhauser Gemeinden kostet die Kilowattstunde 2026 dieselben 34.80 Rappen, weil das Elektrizitätswerk des Kantons fast das ganze Gebiet beliefert. Was sich unterscheidet, ist etwas anderes: ob Ihr Dach im geschützten Ortsbild steht — und wie weit der Solarausbau in Ihrer Gemeinde schon ist.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Acht kurze Blätter — das erste ist das einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Der Kanton Schaffhausen zahlt 1’000 Franken ab 10 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität — ohne Kontingent, aber nur mit Gesuch vor dem Einbau.

Schritt 6 von 9

Über 35 Quadratmeter gilt eine Meldefrist von 30 Tagen vor Baubeginn.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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34.80
Rappen kostet die Kilowattstunde 2026 in 25 der 26 Gemeinden — das Elektrizitätswerk des Kantons beliefert fast den ganzen Kanton
28.80
Rappen Abstand zur gesetzlichen Mindestvergütung von 6.00 Rappen — so viel ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde mindestens wert
24von 26
Gemeinden haben ein geschütztes Ortsbild, 15 davon von nationaler Bedeutung — dort braucht eine Anlage ein Baugesuch statt einer Meldung
1'000CHF
zahlt der Kanton an einen Batteriespeicher ab 10 kWh — ohne Kontingent und ohne Warteliste
Hemishofen 2028 kWhBargen 1499 kWhBuch 1420 kWhTrasadingen 1169 kWhSchleitheim 1071 kWhOberhallau 945 kWhSiblingen 913 kWhWilchingen 906 kWhHallau 819 kWhBuchberg 780 kWhNeunkirch 751 kWhRamsen 619 kWhBeggingen 565 kWhLöhningen 546 kWhMerishausen 516 kWhBeringen 498 kWhThayngen 497 kWhBüttenhardt 496 kWhRüdlingen 489 kWhLohn 475 kWhSchaffhausen 352 kWhDörflingen 339 kWhStein am Rhein 333 kWhStetten 300 kWhGächlingen 294 kWhNeuhausen am Rheinfall 205 kWhHemishofen 2028 kWhBargen 1499 kWhBuch 1420 kWhTrasadingen 1169 kWhSchleitheim 1071 kWhOberhallau 945 kWhSiblingen 913 kWhWilchingen 906 kWhHallau 819 kWhBuchberg 780 kWhNeunkirch 751 kWhRamsen 619 kWhBeggingen 565 kWhLöhningen 546 kWhMerishausen 516 kWhBeringen 498 kWhThayngen 497 kWhBüttenhardt 496 kWhRüdlingen 489 kWhLohn 475 kWhSchaffhausen 352 kWhDörflingen 339 kWhStein am Rhein 333 kWhStetten 300 kWhGächlingen 294 kWhNeuhausen am Rheinfall 205 kWh
Kosten

Warum im Kanton Schaffhausen fast alle dasselbe zahlen

Im Nachbarkanton Thurgau versorgen 75 Werke 80 Gemeinden, und der Preis reicht von 26.27 bis 44.72 Rappen. Schaffhausen ist das Gegenteil: Das Elektrizitätswerk des Kantons beliefert 25 der 26 Gemeinden, alle zum selben Tarif von 34.80 Rappen. Nur die Stadt Schaffhausen hat mit SH POWER ein eigenes Werk und verrechnet 32.63 Rappen. Sie müssen also nicht nachschlagen, was bei Ihnen gilt — ausser Sie wohnen in der Stadt.

Bemerkenswert ist die Zusammensetzung: Von den 32.197 Rappen ohne Mehrwertsteuer entfallen 15.480 auf die Netznutzung und nur 12.630 auf die Energie. Das Netz ist hier also der grössere Posten, anders als in den meisten Thurgauer Gemeinden. Für Ihre Anlage ändert das nichts: Beide Teile fallen für jede Kilowattstunde weg, die das Haus nie verlässt.

Was die Anlage kostet, hängt auch hier am Dach und nicht am Wohnort — Neigung, Ausrichtung, Zustand der Unterkonstruktion, Zugänglichkeit für das Gerüst. Der eine Schaffhauser Unterschied, der wirklich Geld kostet, ist ein anderer: ob Ihr Haus im geschützten Ortsbild steht. Ein ordentliches Baugesuch dauert länger und bringt Auflagen mit, die ein Meldeverfahren nicht kennt.

Die sechs Bezirke

Wo im Kanton am meisten Solarstrom entsteht

BezirkGemeindenMedian kWh je Einwohnerhöchster Werttiefster Wert
BezirkSteinGemeinden4Median Solarstrom1020 kWhhöchster WertHemishofen 2028tiefster WertStein am Rhein 333
BezirkUnterklettgauGemeinden4Median Solarstrom926 kWhhöchster WertTrasadingen 1169tiefster WertHallau 819
BezirkSchleitheimGemeinden3Median Solarstrom913 kWhhöchster WertSchleitheim 1071tiefster WertBeggingen 565
BezirkOberklettgauGemeinden3Median Solarstrom546 kWhhöchster WertNeunkirch 751tiefster WertGächlingen 294
BezirkSchaffhausenGemeinden7Median Solarstrom498 kWhhöchster WertBargen 1499tiefster WertNeuhausen am Rheinfall 205
BezirkReiatGemeinden5Median Solarstrom475 kWhhöchster WertThayngen 497tiefster WertStetten 300

Photovoltaik-Stromproduktion je Einwohner nach den Energiekennwerten des Kantons Schaffhausen, Datenstand 20. November 2024; das Bezugsjahr ist im Datensatz nicht angegeben. Weil der Bezugspreis kantonsweit fast identisch ist, vergleichen diese Seiten den Solarausbau statt den Tarif.

Photovoltaik-Stromproduktion je Einwohner, Kilowattstunden

Neuhausen am Rheinfall tiefster Wert im Kanton205
Median Kanton Schaffhausen Mittelwert dieser Gemeinden556
Median Kanton Mittelwert aller 26 Gemeinden556
Hemishofen höchster Wert im Kanton2028

Von Hemishofen mit 2’028 Kilowattstunden je Einwohner bis Neuhausen am Rheinfall mit 205 liegt der Faktor zehn.

Die Spitzenwerte stammen fast durchwegs von einzelnen Grossanlagen auf Bauernhöfen. In Hemishofen sagt es der kommunale Energierichtplan selbst: Der Bolderhof mit 859 Kilowatt trägt einen Grossteil zum Spitzenwert bei, während die zweitgrösste Anlage im Dorf 40 Kilowatt hat. In Trasadingen sind es zwei Höfe mit zusammen rund 650 Kilowatt bei 627 Einwohnern. Für ein Einfamilienhaus sagen diese Zahlen deshalb wenig über den eigenen Ertrag — sie zeigen, wo der Ausbau bisher stattgefunden hat und wo noch Dächer frei sind.

Ein zweiter Befund widerspricht der naheliegenden Vermutung: Der Unterklettgau hat drei national geschützte Ortsbilder und liegt trotzdem mit allen vier Gemeinden im obersten Drittel des Kantons. Ortsbildschutz und Solarausbau schliessen sich also nicht aus. Umgekehrt steht Neuhausen am Rheinfall in keiner Schutzliste und hat den tiefsten Wert des Kantons.

Förderung

Was Schaffhausen 2026 an eine Solaranlage zahlt

EbeneWas Sie bekommenWas das für Sie bedeutet
EbeneBund Was Sie bekommenPronovo richtet die Einmalvergütung aus: ein Grundbeitrag plus ein Beitrag je Kilowatt Leistung, mit Zuschlag für steile Neigung. Was das für Sie bedeutetDer grösste Einzelposten. Den Antrag stellt Ihr Partnerbetrieb.
EbeneKanton Schaffhausen, Anlage Was Sie bekommenKeinen Rappen. Das kantonale Förderprogramm verweist für die Stromproduktion ausdrücklich auf Pronovo. Was das für Sie bedeutetRechnen Sie diese Ebene für die Module gar nicht erst ein.
EbeneKanton Schaffhausen, Speicher Was Sie bekommen1’000 Franken pro Anlage ab 10 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität, höchstens 25 Prozent der Gesamtinvestition. Gesuch zwingend vor Installationsbeginn. Was das für Sie bedeutetAnders als im Thurgau gibt es kein Kontingent und keine Warteliste. Wer rechtzeitig einreicht, kann mit dem Beitrag rechnen; einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Wer erst nach dem Einbau fragt, geht leer aus.
EbeneGemeinden Was Sie bekommenDrei Gemeinden leisten laut kantonalem Programm eigene Beiträge: die Stadt Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall und Thayngen. Nur Neuhausen zahlt etwas mit Solarbezug — Fr. 100 je Kilowattstunde Speicherkapazität, höchstens Fr. 1’500. Stadt und Thayngen fördern nur die Gebäudehülle. Hemishofen führt ein eigenes Reglement, dessen Ansätze nicht publiziert sind. Was das für Sie bedeutetFür Photovoltaik zahlt im Kanton Schaffhausen keine einzige Gemeinde. Wer in Neuhausen einen Speicher plant, kommt mit Kanton und Gemeinde zusammen auf bis zu Fr. 2’500.
Bewilligung

Melden oder bewilligen lassen

Schaffhausen ist strenger als der Thurgau, und das aus einem einfachen Grund: 24 der 26 Gemeinden haben ein geschütztes Ortsbild, 15 davon von nationaler Bedeutung. Nur Büttenhardt und Neuhausen am Rheinfall stehen in keiner der beiden kantonalen Listen. Das heisst aber nicht, dass in den übrigen 24 Gemeinden überall ein Baugesuch nötig wäre — die Bewilligungspflicht gilt nur im geschützten Perimeter, und der ist oft nur der Dorfkern oder ein einzelner Weiler.

In der Praxis liegen die beiden Verfahren erstaunlich nah beieinander. In fünf von sechs untersuchten Dörfern des Klettgaus wechselt die Verfahrensstufe innerhalb weniger hundert Meter; in Bargen sogar innert zwanzig. Es entscheidet also die Adresse, nicht der Gemeindename. Der Kanton führt dafür eine parzellenscharfe Verfahrenskarte, und die Betriebe, die Ihnen offerieren, kennen sie.

Im Kanton Schaffhausen genügt für eine genügend angepasste Dachanlage in der Bau- und in der Landwirtschaftszone die Meldung 30 Tage vor Baubeginn an die kommunale Baubehörde. Angepasst heisst: Überstand höchstens 20 Zentimeter, kompakte zusammenhängende Fläche, reflexionsarme Ausführung. Immer baubewilligungspflichtig sind Anlagen auf Kultur- und Naturdenkmälern kantonaler oder nationaler Bedeutung, in geschützten Ortsbildern, in Dorfkern- und Schutzzonen sowie alle Anlagen, welche die Anpassungskriterien nicht erfüllen. In Industrie- und Gewerbezonen gilt überall nur die Meldung. Der Kanton führt eine parzellenscharfe Verfahrenskarte — die Bewilligungspflicht gilt nie für ein ganzes Gemeindegebiet, sondern nur für den geschützten Perimeter.

Beispielrechnung

Einfamilienhaus im Kanton Schaffhausen, 10 kWp

Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.

FallProduktionEigenverbrauchGesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch30 %Gesparter Bezug992 CHFVergütung399 CHFNutzen je Jahr1'391 CHF
Fallmit SpeicherProduktion9’500 kWhEigenverbrauch60 %Gesparter Bezug1'984 CHFVergütung228 CHFNutzen je Jahr2'212 CHF

Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 34.80 Rp./kWh Bezugspreis (der Tarif der EKS, der in 25 der 26 Gemeinden gilt) sowie bewusst nur die gesetzliche Untergrenze von 6.00 Rp./kWh für die Einspeisung. In der Stadt Schaffhausen fällt die Rechnung mit 32.63 Rappen etwas schwächer aus. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.

Bevor Sie sich entscheiden

Die Zahlen auf dieser Seite gelten für den Kanton Schaffhausen. Wie sie zustande kommen und was sie für Ihr Dach bedeuten, steht in diesen Beiträgen.

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Ihre Adresse genügt. Bis zu 3 Betriebe aus der Gegend rechnen das Dach durch — und weil im Kanton Schaffhausen die Adresse darüber entscheidet, ob eine Meldung reicht oder ein Baugesuch nötig wird, klären sie diese Frage gleich mit. Kostenlos, unverbindlich, ohne Werbeanrufe.

Die sechs Schaffhauser Bezirke

Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Förderprogramm Energie 2026 des Kantons Schaffhausen · Planungshilfe «Solaranlagen effizient und gut gestaltet», Dezember 2025 · Energiekennwerte des Kantons Schaffhausen, Datenstand 20. November 2024. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.