Photovoltaik und Solaranlage in Trimmis
Trimmis: teuerster Bezug, 13.00 Rappen für Ihren Überschuss
Die Trimmiser Industriellen Betriebe verrechnen 2026 einen Haushaltstarif von 33.40 Rappen je Kilowattstunde — der höchste Wert der 23 Gemeinden. Für zurückgelieferten Strom zahlen sie 13.00 Rappen im Winter- und 8.00 Rappen im Sommerhalbjahr, also mehr als das Doppelte des bundesrechtlichen Minimums von 6.00 Rappen, und dies ohne Staffelung nach Anlagengrösse. Diese Kombination gibt es sonst nirgends in den beiden Regionen.
Haushaltstarif H4 der Bündner Gemeinden 2026, 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Mehrwertsteuer. Median 30.62 Rappen, Spanne 28.11 Rappen.
Was eine Solaranlage in Trimmis kostet
Trimmis liegt sechs Kilometer nördlich von Chur auf der rechten Rheinseite, dazu kommt der Ortsteil Says am Hang mit eigener Postleitzahl. Im Dorf und in den Wohnquartieren ist die Montage Routine, in Says kommen Zufahrt und Höhenlage dazu, und in der Gewerbezone bei der Bahnstation geht es um Hallendächer mit ganz anderer Grössenordnung. Weil das Werk auch grosse Anlagen ungestaffelt vergütet, lohnt sich hier die Frage, ob die Dachfläche voll belegt werden soll — anderswo wäre das unwirtschaftlich. Verlangen Sie die Kalkulation je Kilowatt-Peak und getrennte Positionen für Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter und Anschluss.
Im Bezugspreis stecken 13.976 Rappen Beschaffung und 11.630 Rappen Netz, dazu 0.300 Rappen für die Gemeinde, der Bundeszuschlag und der Messtarif; exklusive Mehrwertsteuer sind das 30.894 Rappen. Der hohe Energieanteil erklärt den Spitzenplatz — die Konzessionsabgabe gehört mit 0.300 Rappen zu den tiefsten der Region und trägt fast nichts dazu bei. Energielieferant der Betriebe ist ein städtisches Werk aus Zürich; zusätzlich betreibt die Gemeinde zwei Trinkwasserkraftwerke. Für Sie bedeutet der hohe Bezugspreis, dass eine selbst verbrauchte Kilowattstunde in Trimmis mehr einspart als irgendwo sonst in diesen beiden Regionen.
Was Ihr Solarstrom in Trimmis wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202633.40 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt für einen Haushalt mit 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei Trimmiser Industrielle Betriebe (TIB), inklusive Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer sind es 30.894 Rappen, darin 13.976 für die Energie, 11.630 für die Netznutzung, 2.300 Netzzuschlag des Bundes, 0.300 Abgaben an das Gemeinwesen und 2.688 Rappen weitere gesetzliche Positionen. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 20268.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktBei Trimmiser Industrielle Betriebe (TIB) gilt ein fester Ansatz ohne Marktpreisbezug, ohne Mehrwertsteuer, für Anlagen bis 30 Kilowatt. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202625.4 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen. Gerechnet mit dem Bezugspreis inklusive und dem Einspeiseansatz ohne Mehrwertsteuer, so wie beide ausgewiesen sind. In Rongellen sind es 5.3 Rappen, in Bergün Filisur 33.4 — deshalb lohnt sich Eigenverbrauch nicht überall gleich stark. |
Trimmis im Region Landquart
Bezugspreis 2026 im Region Landquart, dazu die beiden kantonalen Eckwerte, Rappen je Kilowattstunde
ElCom-Daten 2026, Haushaltsprofil H4 mit 4’500 Kilowattstunden, inklusive Mehrwertsteuer. Wo eine Gemeinde mehrere Werke hat, steht der Tarif des Werks, das den Hauptteil des Gemeindegebiets versorgt — das ist nicht immer der günstigste.
Woher der Preis kommt: Energie und Netznutzung ohne Mehrwertsteuer
Ein hoher Preis hat zwei sehr verschiedene Ursachen. Ein grosser Energieanteil heisst teure Beschaffung — daran kann eine Gemeinde kurzfristig wenig ändern. Ein grosser Netzanteil heisst dünne Besiedlung und lange Leitungen je Anschluss. Nicht dargestellt sind der Netzzuschlag des Bundes und die kommunalen Abgaben.
Trimmis bezieht mit 33.40 Rappen am teuersten unter den 23 Gemeinden und liegt 2.78 Rappen über dem Bündner Medianpreis von 30.62. Innerhalb der Region folgen mit Abstand die drei Gemeinden Fläsch, Malans und Zizers bei 33.18 Rappen sowie Landquart bei 33.08; am anderen Ende steht Maienfeld mit 29.58. Kantonal ist Trimmis dennoch nicht Spitzenreiter: Vaz/Obervaz kommt auf 34.35 Rappen und Bergün Filisur auf 39.43, während Rongellen mit 11.32 Rappen das untere Ende markiert. Gegenüber Vals, der günstigsten Gemeinde dieser beiden Regionen, beträgt der Abstand 12.60 Rappen oder rund 567 Franken im Jahr bei 4’500 Kilowattstunden.
Die Trimmiser Industriellen Betriebe unterscheiden bei der Rückvergütung ausdrücklich nicht nach installierter Leistung oder Anlagenart: 13.00 Rappen im Winterhalbjahr von Oktober bis März, 8.00 Rappen im Sommerhalbjahr von April bis September, für kleine wie für grosse Anlagen. Die Herkunftsnachweise sind mit 0.00 Rappen bewertet, gehen also im Satz auf und werden nicht separat vergütet. Damit gehört Trimmis zu den wenigen der 23 Gemeinden, in denen auch Anlagen über 30 und über 150 Kilowatt denselben Ansatz erhalten wie eine Hausanlage — dasselbe gilt in Safiental und Medel — dort, wo Repower nach der Bundesformel auf bis zu 1.20 Rappen absenkt, bleibt der Satz hier unverändert. Für grosse Dächer ist das der wirtschaftlich stärkste Standort dieser Liste.
Wer in Trimmis was bezahlt
| Ebene | Was Sie bekommen | Was das für Sie bedeutet |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenDie Einmalvergütung, ausgerichtet von Pronovo. Sie besteht aus einem Grundbetrag und einem Anteil je Kilowatt; steil gestellte Module bringen einen Zuschlag. | Was das für Sie bedeutetSie ist der verlässliche Teil der Rechnung. Die beiden Bündner Beiträge kommen nur dazu, wenn Ihre Anlage deren Bedingungen erfüllt — und die sind eng. |
| EbeneKanton Graubünden, Winterstrom | Was Sie bekommen300 Franken je Kilowatt-Peak, höchstens 200’000 Franken — aber nur für Anlagen mit einer Modulneigung von 60 bis 90 Grad an einem Standort mit mehr als 1’250 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr. Artikel 23a des Bündner Energiegesetzes. | Was das für Sie bedeutet60 Grad und mehr heisst Fassade, Balkonbrüstung, Lawinenverbauung oder ein sehr steiles Stalldach — nicht das gewohnte Schrägdach. Wer ein normales Hausdach belegt, geht hier leer aus. Der Grund ist Winterstrom: Steile Module liefern im Dezember mehr, weil die Sonne tief steht und der Schnee abrutscht. |
| EbeneKanton Graubünden, Flächenpotential | Was Sie bekommen150 Franken je Kilowatt-Peak für die Leistung oberhalb von 30 Watt-Peak je Quadratmeter Energiebezugsfläche, höchstens 50’000 Franken. Artikel 23b. | Was das für Sie bedeutetDas belohnt, wer sein Dach voll belegt statt nur die Pflicht zu erfüllen. Gerechnet wird nur der Teil oberhalb der Schwelle, nicht die ganze Anlage. |
| EbeneKanton Graubünden, Batteriespeicher | Was Sie bekommenKeinen Beitrag. Die Massnahmenliste des Amts für Energie und Verkehr kennt keine Speichermassnahme. | Was das für Sie bedeutetEin Speicher muss sich aus dem gesparten Bezug tragen — und wie stark dieser Hebel ist, hängt hier mehr am Wohnort als in jedem anderen Kanton: zwischen der günstigsten und der teuersten Bündner Gemeinde liegen 28.11 Rappen. |
| EbeneGemeinde Trimmis | Was Sie bekommenKein eigenes Beitragsprogramm; die Gemeinde verweist für Förderbeiträge auf den Kanton Graubünden und auf ihren Energielieferanten. Dafür zahlt sie mit 13.00 Rappen im Winterhalbjahr eine der höchsten Vergütungen der beiden Regionen. | Was das für Sie bedeutetIhr Vorteil liegt hier nicht im Baubeitrag, sondern im laufenden Ertrag — und er gilt auch für grosse Anlagen. Prüfen Sie beim Energielieferanten, ob dessen Förderangebot für Sie in Frage kommt. Und für die 300 Franken je Kilowatt-Peak des kantonalen Winterstromprogramms braucht es 60 bis 90 Grad Neigung. |
Beide kantonalen Beiträge setzen ein Gesuch vor Baubeginn voraus. Ein Jahresbudget oder Kontingent ist nicht publiziert. Achtung: Die Zahl 600 Franken je Kilowatt-Peak, die im Umlauf ist, ist überholt — der Förderflyer hält ausdrücklich fest, dass die publizierten Beträge die Mittel aus dem Aktionsplan Green Deal bereits enthalten.
Wohn- und Gewerbegemeinde vor den Toren von Chur
Trimmis zählt 3’448 Einwohner auf 42.87 Quadratkilometern und besteht aus dem Dorf mit der Postleitzahl 7203 und dem Ortsteil Says mit 7202; beide wurden am 1. Januar 2008 nach ihrer Trennung von 1880 wieder vereinigt. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Hochwang mit 2’533 Metern. Amtssprache ist Deutsch, der Ortsname selbst ist rätoromanischen Ursprungs. Ein Perimeter des Bundesinventars fehlt für Trimmis. Neben den Wohnquartieren prägt die Gewerbezone Ceres und Rütenen bei der Bahnstation das Gemeindegebiet — sie ist die grösste Dachflächenreserve.
Seit 1950 hat sich Trimmis zur Wohngemeinde entwickelt, wobei das Gewerbe stark blieb: Rund 480 Personen arbeiteten zuletzt im Gewerbesektor, gut 65 in Land- und Forstwirtschaft. Etwa ein Drittel der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt, gut 40 Prozent sind Wald. Die Gemeinde stellt eigene Schuldächer für Photovoltaik zur Verfügung und betreibt zwei Trinkwasserkraftwerke — sie ist damit selbst Produzentin. Ein eigenes Förderprogramm führt sie nicht, sondern verweist ausdrücklich auf den Kanton und auf ihren Energielieferanten.
Ortschaften und Lagen: Trimmis, Says. Die Gemeinde zählt 3'448 Einwohner auf 4'287 Hektaren. Sie gehört zur Region Landquart — einer Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts, die seit 2016 die alten Kreise ablöst, aber weder über Baubewilligungen noch über Förderbeiträge entscheidet; dafür bleibt die Gemeinde zuständig. Postleitzahl des Hauptorts: 7203. Weitere Postleitzahlen im Gemeindegebiet: 7202 Says.
Was Sie in Trimmis bewilligen lassen müssen
Ohne Perimeter des Bundesinventars ist der Bewilligungsweg in Trimmis unkompliziert; massgeblich bleiben die kommunalen Gestaltungsvorschriften, die den Bau von Solaranlagen nach kantonaler Vorgabe nicht übermässig behindern dürfen. Ihre angepasste Dachanlage melden Sie schriftlich, bevor die Montage beginnt; erhalten Sie innert 15 Arbeitstagen keine Verfügung, dürfen Sie bauen. Auf dem kantonalen Meldeformular steht eine kürzere Frist von 15 Tagen, die für die Terminplanung zu knapp ist. Bei Fassadenanlagen ist zu beachten, dass in der Bauzone ohne Anzeige höchstens 6.0 Quadratmeter reflexionsarme Fläche pro Fassade erlaubt sind; grössere laufen über das ordentliche Verfahren. An einem Neubau verlangt der Kanton zehn Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche.
Das Verfahren steht in Artikel 40b der kantonalen Raumplanungsverordnung, der auf Artikel 40a verweist: Die Bauherrschaft zeigt das Vorhaben vor der Ausführung bei der kommunalen Baubehörde an, und diese hat 15 Arbeitstage Zeit für Einwände. Wörtlich: «Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit der Ausführung beginnen.» Rechnen Sie mit gut drei Wochen — das kantonale Meldeformular spricht zwar von «15 Tagen», aber Arbeitstage sind gemeint.
Zwei Wahlrechte räumt Artikel 40b den Gemeinden ein: Sie können Anlagen in Industrie- und Gewerbezonen ganz bewilligungsfrei stellen, und sie können bei Schutzobjekten eine generelle Bewilligungspflicht anordnen. Ob Ihre Gemeinde davon Gebrauch gemacht hat, steht in ihrer Bauordnung. Bewilligungspflichtig bleiben in jedem Fall Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern und in Ortsbildschutzzonen.
Neubauten: Artikel 9b des Bündner Energiegesetzes und Artikel 23 der Energieverordnung verlangen 10 Watt je Quadratmeter Energiebezugsfläche an eigener Stromerzeugung. Eine Ersatzabgabe ist in den einsehbaren Fassungen nicht vorgesehen — ein Unterschied zu St. Gallen mit bis zu 3’000 Franken je Kilowatt-Peak und Glarus mit 2’000. Die abrufbaren Erlasstexte hatten allerdings den Stand 1. Januar 2021; fragen Sie den aktuellen Stand bei der Gemeinde ab.
In drei Sprachen: Graubünden führt Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch als Amtssprachen. Das kantonale Meldeformular für Solaranlagen gibt es in allen dreien, das Gesuchsportal auch auf Italienisch, und das Sprachengesetz verlangt Energiegesetz, Energieverordnung und Raumplanungsverordnung in allen drei Fassungen.
Einfamilienhaus in Trimmis, 10 kWp
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30 % | Gesparter Bezug952 CHF | Vergütung532 CHF | Nutzen je Jahr1'484 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60 % | Gesparter Bezug1'904 CHF | Vergütung304 CHF | Nutzen je Jahr2'208 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30 Prozent Eigenverbrauch ohne und 60 Prozent mit Batterie, 33.40 Rp./kWh Bezugspreis inklusive Mehrwertsteuer und 8.00 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer für die Rücklieferung. Der Herkunftsnachweis kommt separat dazu, und liegt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis höher, verbessert sich das Ergebnis. Anschaffung, Einmalvergütung, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Trimmis.
Höchster Bezugspreis und eine Vergütung ohne Leistungsstaffel: In Trimmis darf die Anlage grösser ausfallen als der eigene Bedarf. Lassen Sie sich zwei Varianten rechnen.
Weitere Gemeinden im Region Landquart
- Maienfeld
- Untervaz
- Jenins
- Landquart
- Fläsch
- Malans
- Zizers
- Der Region Landquart im Überblick
- Kanton Graubünden
Datenstand 2. September 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Gemeinde Trimmis, Stromtarife 2026 · Gemeinde Trimmis, Förderbeiträge Energie · ElCom, Strompreis-Übersicht 2026. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, Einspeisesätze ohne Mehrwertsteuer wie im Preisblatt des Werks ausgewiesen. Tarife und Fördersätze ändern jährlich.